04.02.2026
KOOPERATION

SALZ 2026 bringt Innovations- und Technologieszene im März nach Salzburg

Das Festival setzt auf konkrete Anwendungsfälle, marktfähige Technologien und Austausch auf Augenhöhe zwischen Wirtschaft, Startups und Investor:innen.
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(c) wildbild

Am 11. und 12. März 2026 findet in Salzburg die SALZ 2026, das Festival für Innovation & Technologie, statt. Zwei Tage lang bringt das Event Unternehmen, Startups, Investor:innen, Technologie-Expert:innen und Entscheider:innen zusammen, die Innovation nicht nur diskutieren, sondern konkret weiterentwickeln und in die Umsetzung bringen wollen.

Im Mittelpunkt stehen technologische Entwicklungen, digitale Lösungen und neue Geschäftsmodelle – stets im Kontext realer wirtschaftlicher Anforderungen. Die SALZ 2026 versteht Innovation dabei nicht als Selbstzweck, sondern als Gestaltungsinstrument für Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Zukunftsfähigkeit.

Fokus auf Anwendungsfälle und Umsetzbarkeit

Das SALZ Festival richtet sich an Menschen mit Verantwortung für Organisationen, Teams, Budgets und strategische Entscheidungen. Ziel ist es, konkrete Anwendungsfälle, marktfähige Technologien und tragfähige Kooperationen in den Vordergrund zu stellen. Entsprechend treffen beim Festival bewusst unterschiedliche Perspektiven aufeinander: etablierte Unternehmen auf Startups, Investor:innen auf Gründer:innen sowie Technologie auf Markt. Der Fokus liegt auf Dialog, Vernetzung und Umsetzbarkeit.

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Erster Tag im Messezentrum Salzburg

Der erste Festivaltag findet im Messezentrum Salzburg statt und bildet den inhaltlichen und wirtschaftlichen Kern des Festivals. Unternehmen und Startups präsentieren dort ihre Lösungen, Produkte und Technologien in einer Struktur, die Begegnung, Diskussion und Vernetzung gezielt fördern soll.

Ein zentrales Element ist SALT’N’VENTURE, die Startup- und Investmentplattform des Festivals. Im Fokus stehen skalierbare Geschäftsmodelle, technologische Anwendungen und Investitionsperspektiven – von Digitalisierung und Industrie-Lösungen über Green Tech bis hin zu resilienten, menschenzentrierten Technologien. Panels, Impulse und gezielte Networking-Formate ergänzen das Programm.


SALT’N’VENTURE 2026 Tipp für Startups: Ihr könnt euch bis 8.2. um 23:59 Uhr für einen Pitching-Slot in einem der vier thematischen Tracks bewerben. Auf der Mainstage präsentiert ihr euch sowohl einer hochkarätigen Jury als auch einem Publikum aus Investor:innen, Innovator:innen und weiteren zentralen Playern des Ökosystems. Hier geht es zur Bewerbung.


Für zusätzliche Dynamik sorgt zudem die Live-Pitch-Plattform „2 Minuten 2 Millionen“, bekannt aus dem gleichnamigen TV-Format, bei der Gründer:innen ihre Ideen kompakt vor Publikum und Jury präsentieren.

Zweiter Tag: SALZ City in der Salzburger Altstadt

Am zweiten Festivaltag öffnet sich das Festival bewusst über das Messezentrum hinaus. Unter dem Titel SALZ City verlagert sich das Programm in die Salzburger Altstadt sowie in das City Beats in der Griesgasse. Der persönliche Austausch steht dabei im Mittelpunkt – dialogorientiert, entschleunigt und nah an den Themen der Teilnehmer:innen.

Formate wie Walk & Talks, Mini-Expertentische und thematische Gesprächsrunden sollen Raum für vertiefende Gespräche, ehrliche Einschätzungen und strategische Diskussionen schaffen. SALZ City richtet sich an Teilnehmer:innen, die über erste Kontakte hinausgehen und nachhaltige Beziehungen aufbauen wollen.

„Kompakter Arbeitsraum für Innovation & Technologie“

Die SALZ 2026 versteht sich weder als klassischer Kongress noch als reines Networking-Event, sondern als kompakter, hochwertiger Arbeitsraum für Innovation & Technologie – sowohl auf der Messe als auch in der Stadt. Teilnehmer:innen suchen hier nicht Reichweite oder Selbstdarstellung, sondern Inhalte, Austausch und Kooperationen mit Substanz.

„Mit dem SALZ Festival schaffen wir einen Ort, an dem Innovation und Technologie nicht isoliert betrachtet werden, sondern im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext“, sagt Alexander Kribus, Geschäftsführer des Messezentrums Salzburg. Ziel sei es, Menschen zusammenzubringen, die Verantwortung übernehmen und technologische Entwicklungen aktiv gestalten wollen.

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Deepentix
© tecnet equity - (v.l.) Investor Kambis Kohansal Vajargah, Endri Deliu, Morteza Amini und Altan Nar (alle Deepentix) sowie Peter Buchinger (tecnet equity).

Das NÖ-Startup Deepentix hat eine Enterprise-KI-Plattform entwickelt, die Unternehmen dabei unterstützen soll, aus Dokumenten wie Studien, Patenten oder internen Berichten einen sogenannten Wissensgraphen aufzubauen – ein Netzwerk aus Fakten und ihren Beziehungen. Dadurch lassen sich Antworten einer Künstlichen Intelligenz bis zum exakten Satz im Ursprungsdokument zurückverfolgen. Gerade in stark regulierten Branchen sei dies entscheidend, weil Aussagen jederzeit belegt und geprüft werden müssen.

Deepentix: Unternehmensdaten in Graphen überführen

Zielgruppe sind etwa Unternehmen in Branchen wie Pharma, Medizintechnik, Versicherungen oder Banken, die täglich mit großen Mengen an Studien, Patenten, Normen und internen Berichten arbeiten. Klassische generative KI liefere dazu zwar schnelle Antworten, könne deren Herkunft jedoch oft nicht lückenlos belegen. Genau hier möchte Deepentix ansetzen und unstrukturierte Unternehmensdaten in einen Wissensgraphen überführen – im Sinn einer nachvollziehbaren Wissensbasis für KI-Anwendungen.

„Wenn Mitarbeitende einer KI blind vertrauen müssen, weil sie deren Antworten nicht überprüfen können, ist das gerade in sensiblen Bereichen ein echtes Risiko. Genau dieses Vertrauensproblem lösen wir, indem wir jede Antwort bis zu ihrem Ursprung im Dokument sichtbar machen“, erklärt Morteza Amini, Mitgründer und CEO von Deepentix.

Mehrere Sprachmodelle

Der Aufbau von Wissensgraphen erfolge Deepentix nach häufig im Rahmen aufwendiger Beratungsprojekte oder über standardisierte Lösungen, die sich nur begrenzt auf einzelne Fachbereiche zuschneiden lassen. Bei Unternehmen, die ihre sensiblen Daten selbst kontrollieren und gleichzeitig präzise Ergebnisse benötigen, stoße dieser Ansatz oft an seine Grenzen. Aus diesem Grund entwickelte das Startup kein Beratungsprojekt für einzelne Kunden, sondern ein Werkzeug, mit dem Unternehmen Wissensgraphen selbst erstellen, betreiben und an ihre Anforderungen anpassen können.

Dabei setzt die Plattform nicht auf ein einziges großes KI-Modell aus der Cloud, sondern auf mehrere kleine, spezialisierte Sprachmodelle, die gezielt auf einzelne Fachbereiche wie Pharma oder Banken trainiert werden. Dadurch sollen die Ergebnisse präziser werden, während die Modelle bei Bedarf direkt auf den eigenen Servern der Unternehmen betrieben werden können.

Dafür gab es nun eine Pre-Seed-Finanzierung in sechsstelliger Höhe, an der sich tecnet equity, der internationale Frühphaseninvestor Rockstart sowie der Business Angel Kambis Kohansal Vajargah beteiligt haben. Das frische Kapital soll vor allem in Forschung und Entwicklung sowie in den Ausbau erster Pilotprojekte in regulierten Branchen fließen.

Deepentix baut Wissensnetz

„Wir verstehen uns nicht als Berater, die für einzelne Kunden ein Wissensnetz bauen, sondern als Technologieanbieter, der Unternehmen die volle Kontrolle über ihre eigenen Daten und Modelle gibt“, so Amini weiter. „Mit tecnet equity, Rockstart und Business Angel Kambis Kohansal Vajargah haben wir Partner an Bord, die den Weg von Deep-Tech-Startups aus erster Hand kennen. Das gibt uns nicht nur Kapital, sondern auch Zugang zu Netzwerk und Erfahrung, um in dieser Phase die richtigen Schritte zu setzen.“

Peter Buchinger, Investment Associate bei tecnet equity, ergänzt: „Uns hat neben der Technologie vor allem das stark aufgestellte Gründerteam von Deepentix überzeugt. Die Kombination aus wissenschaftlichem Hintergrund und Erfahrung in internationalen Unternehmen war ausschlaggebend, in dieser frühen Phase zu investieren.“

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