Krypto-Bezahlsystem von Salamantex startet in Handel und Gastronomie
Ausgeben oder hodln? Für viele sind Kryptowährungen ein Asset. Schon bald kann man aber durch das IT-Startup Salamantex aus Niederösterreich z.B. im Einzelhandel und in Restaurants zahlen - zunächst mit Bitcoin, Anfang 2019 aber auch Ethereum, Litecoin, Dash und Co.
Das IT-Startup Salamantex aus dem niederösterreichischen Moosbierbaum bietet einen All-in-one Krypto-Payment-Service für Händler an. Dieses soll KundInnen das Bezahlen mit Kryptowährungen ermöglichen. Ca. ein Jahr hat die Entwicklung gedauert, nun erhalten die ersten HändlerInnen die Bezahlterminals. Neben den Optionen Kryptowährungen kaufen, traden, hodln und in Online-Shops damit zahlen, kann dank Salamantex dann sehr bald auch „im echten Leben“ damit zahlen. Die eigens entwickelte Software rechnet dabei die Preise der teilnehmenden Shops in Echtzeit zum aktuellen Bitcoin-Kurs um.
Salamantex entwickelte Crypto Payment Terminal SX1801
Gemeinsam mit einem sechsköpfigen Team begann Salamantex-CEO René Pomassl mit der Softwareentwicklung des Krypto-Bezahlsystems. „Aus eigenem Bedürfnis heraus entstand bereits 2016 unter uns die Idee hier eine Lösung für den Markt zu schaffen.“, so der Geschäftsführer, der sich selbst seit 2012 mit Kryptowährungen und der nötigen Technologie dahinter beschäftigt. Inzwischen zählt das Salamentex-Team über 20 Personen, die Produktpalette ist gewachsen, und mit dem Crypto-Payment-Terminal SX1801 hat das Licht der Welt erblickt. Salamantex selbst verdient hauptsächlich über den Verkauf bzw. die Vermietung der Hardware sowie an Gebühren für die Transaktionen.
Bereits ca. 500 Terminals verkauft
Noch innerhalb diesen Jahres gehen ca. 500 Terminals an die ersten Kunden, 100 davon an österreichische Unternehmen. Mit als erstes dabei ist das mexikanische Restaurant Pancho im zweiten Wiener Gemeindebezirk. Gäste des Restaurants können dort in Zukunft also mit Bitcoin bezahlen. Litecoin, Dash, Ethereum und andere Kryptowährungen werden erst ab Anfang 2019 unterstützt.
Die meisten der teilnehmenden Shops haben ihren Sitz in Oberösterreich, Niederösterreich und Wien. Diese sind vor allem in den Bereichen des Einzel-, KFZ-, und Elektrofachhandels angesiedelt. Für die HändlerInnen fallen Kosten in Form einmaligen Einrichtungsgebühren (ca. 200-500 Euro), Hardwarekosten (575 Euro bei Kauf, oder bei Miete ca. 30 Euro monatlich) und Servicegebühren bei Transaktionen an (0,25 Cent + 1,0 Prozent bis 0,45 Cent + 1,95 Prozent). Eine Liste mit weiteren teilnehmenden Partnern soll im Januar veröffentlicht werden.
Das Voting zum „Innovator of the Year“ 2026 – Kategorie Corporate Innovation
Mit dem Innovator of the Year kürt brutkasten jedes Jahr gemeinsam mit seiner Community die innovativsten Köpfe Österreichs. In der Kategorie „Corporate Innovation“ kannst du jetzt bis 1. November 2026 für deine:n Favorit:in abstimmen. Der Award wird am 5. November im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum vergeben.
Das Voting zum „Innovator of the Year“ 2026 – Kategorie Corporate Innovation
Mit dem Innovator of the Year kürt brutkasten jedes Jahr gemeinsam mit seiner Community die innovativsten Köpfe Österreichs. In der Kategorie „Corporate Innovation“ kannst du jetzt bis 1. November 2026 für deine:n Favorit:in abstimmen. Der Award wird am 5. November im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum vergeben.
Die Herausforderung ist bekannt: Corporates müssen KI-Anwendungen operativ ins Unternehmen bringen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben, die Umsetzung ist aber vor allem aufgrund hoher Sicherheitsanforderungen alles andere als trivial. Nicht überall gelang bislang daher der Sprung aus der Pilotphase. Doch einige heimische Corporates stechen mit ihren erfolgreich umgesetzten KI-Projekten hervor.
Ihnen widmen wir heuer die Kategorie „Corporate Innovation“ des brutkasten Innovator of the Year. Wir haben fünf Corporate-Manager:innen nominiert, die dieses Jahr mit besonders erfolgreichen oder ambitionierten KI-Projekten unter ihrer Verantwortung aufgefallen sind.
Der Preis wird heuer zum 6. Mal vergeben. Am 5. November findet die feierliche Award Ceremony im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum im Wiener Palais Berg statt. Neben der Kategorie Corporate Innovation wird der Award dieses Jahr in den Kategorien Startups und Scaleups vergeben. Als Preis in allen drei Kategorien winkt jeweils ein brutkasten-Medienpaket im Wert von 4.100 Euro.
Die „Innovator of the Year“-Kategorie Scaleups wird durch BCG unterstützt.
Publikumsvoting zum Innovator of the Year | Kategorie „Corporate Innovation“
Nun ist, wie jedes Jahr, deine Stimme gefragt. Bis zum 1. November (23:59 Uhr) kannst du für deine:n Favorit:in abstimmen! Jede:r User:in hat pro Tag und Kategorie genau eine Stimme – es lohnt sich also, die eigene Community zu aktivieren.
(Hinweis: Bei mehrfacher Stimmabgabe pro Tag erfolgt zwar keine gesonderte Fehlermeldung im Voting-Tool, Mehrfachvotes werden vom System jedoch automatisiert erkannt und ausgefiltert).
Michael Waupotitsch, VP Textile Recycling | Andritz
Michael Waupotitsch | (c) Andritz
Angesichts von weltweit 92 Millionen Tonnen Textilmüll jährlich hat der Grazer Technologiekonzern Andritz eine neue KI-Lösung für die Kreislaufwirtschaft präsentiert. Mit dem System „teXscan“ soll die Bewertung von Alttextilien laut Angaben des Unternehmens künftig zerstörungsfrei automatisiert werden. In nur einer Sekunde soll das System die Textilqualität auf Stoff-, Garn- und Faserebene bewerten. Darauf basierend empfiehlt die KI den jeweils optimalen Weiterverarbeitungsweg, vom Ring-Spinnen bis zum chemischen Recycling. Laut Michael Waupotitsch, Vice President Textile Recycling bei Andritz, soll diese prädiktive Analyse-Software eine Lücke in der großindustriellen Sortierung schließen und als Hebel für eine wettbewerbsfähige textile Kreislaufwirtschaft dienen.
Gerhard Dimmler, CTO | Engel
Gerhard Dimmler | (c) Engel
Unter dem Projektnamen “Inject AI” bringt der oberösterreichische Spritzgussmaschinen-Weltmarktführer einen KI-Assistenten direkt in die Spritzgießproduktion seiner Kunden. Der Engel Virtual Assistant (EVA) versteht und beantwortet nicht nur Fragen in natürlicher Sprache, sondern führt nach Freigabe auch Änderungen an der Maschinensteuerung kontrolliert selbst aus. Das System ist nicht nur für Neumaschinen verfügbar, sondern kann bei bestimmten Maschinentypen auch nachgerüstet werden. “Unser Ziel ist es, Anwenderinnen und Anwendern ein Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem sie im Produktionsalltag effizienter arbeiten können”, sagt CTO Gerhard Dimmler.
Margit Kendler, CFO Greiner Packaging | Greiner
Margit Kendler | (c) brutkasten/Dervisevic
Greiner Packaging arbeitet mit drei KI-Fokusfeldern: Kundeninteraktion, Produktion und Verwaltung. In der Produktion ist KI am Ende der Linie im Einsatz, im Verpackungsbereich und in Richtung Lager. Intern gibt es wöchentliche Online-Runden für Best-Practice-Sharing, einzelne Kolleg:innen arbeiten bereits viel mit Agenten. Kendler treibt das Thema aus der CFO-Rolle und steht für einen Industriebetrieb mit 902 Millionen Euro Umsatz und fast 4.900 Mitarbeiter:innen.
Sulejman Ganibegović, CEO Keba Digital | Keba
Sulejman Ganibegović | (c) brutkasten/Dervisevic
Das Linzer Technologieunternehmen Keba zählt zu den globalen Spitzenreitern in mehreren Teilbereichen der Automatisierung. Seit diesem Jahr hat die Gruppe mit Keba Digital eine Software-Einheit mit KI-Fokus, die auch auf der Technologie des 2025 nach dessen Insolvenz übernommenen KI-Startups 7LYTIX aufbaut. Ziel von Keba Digital ist die Entwicklung industrietauglicher KI-Lösungen, die auch ohne Kopplung an Keba-Hardware vertrieben werden können. CEO Sulejman Ganibegović bringt Unternehmer- und Exit-Erfahrung mit und war bereits zuvor als Vice President Digital Business der Gruppe tätig.
Andreas Kranabitl, Geschäftsführer Spar ICS | Spar
Andreas Kranabitl | (c) Spar
Spar zeigt, wie KI im Handel konkrete Wirkung entfaltet. Die Absatzprognose der Spar ICS erkennt Muster darin, welche Artikel an welchem Tag in welchem Markt gekauft werden, bezieht das Wetter ein und steuert auf dieser Basis die Bestellmenge pro Filiale. Damit konnte Spar den Verderb von Obst und Gemüse im Jahresvergleich um 20 Prozent reduzieren. Andreas Kranabitl führt die IT-Gesellschaft der Spar Österreich-Gruppe seit 2009 und verantwortet die technologische Basis dieser Lösung. Er macht vor, wie ein Traditionsunternehmen KI im Kerngeschäft skaliert und dabei wirtschaftliche Effizienz mit einem messbaren Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung verbindet.
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