12.11.2015

Runtastic Results: „Unsere größte App-Einführung“

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Runtastic, Web-Version, User, Playstore
(c) Runtastic - Die Verlautbarung von Runtastic, dass man die Web-Version einstelle, sorgte für viel Kritik unter den Nutzern.

„Runtastic Results“ ist der neue Wurf der Sport-App-Schmiede Runtastic. Mit 120 Fitness-Videos sollen selbst hartnäckig Vielbeschäftigte ein Workout in ihrem Alltag unterbringen. 

Das österreichische Vorzeige-Startup Runtastic startet am heutigen Donnerstag eine neue App. Es sei die bisher größte App-Einführung für das Unternehmen, heißt es in einer Aussendung. Damit ist gemeint, dass sie inhaltlich am umfangreichsten ist und erstmals gleich zum Launch in 12 Sprachen zur Verfügung steht. Mit dem neuen Mutter-Schiff Adidas stehe die App aber nicht in Zusammenhang, verrät Marketing-Managerin Stefanie Endfellner auf Nachfrage vom Brutkasten. „Runtastic Results“ dreht sich – wie könnte es anders sein – wieder um Sport.

Eigenes Körpergewicht statt Hanteln

(c) Runtastic, Die neue Results-App
(c) Runtastic, Die neue Results-App

Die App soll helfen, Sport besser in den Alltag integrieren zu können: Ein 12-wöchiger Trainigsplan dient als Anleitung und die passenden Übungen werden mitgeliefert. Für die Übungen sind keine weiteren Hilfsmittel notwendig – wes wird alleine mit dem eigenen Körpergewicht trainiert. Zum Start stehen insgesamt 120 Übungen in Form von Videos zur Verfügung.

Trainingsplan kostet

Die App ist grundsätzlich kostenlos, so Endfellner, für die Nutzung des Trainigsplanes ist allerdings eine Premium-Mitgliedschaft (ab rund 50 Euro im Jahr) notwendig. Der Trainigsplan wird durch einen Fitness-Test personalisiert und passt sich auch im Verlauf der 12 Wochen weiter an den Nutzer an. Der Plan wird zusätzlich durch einen Ernährungs-Guide ergänzt.

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Enact, Roboter die fühlen, Roboter, Robotik
© Enact

Roboter können viel. Sie sehen fast alles, sie schweißen, heben, sortieren. Eines fehlt ihnen jedoch: Fingerspitzengefühl. Deshalb bleiben die letzten Handgriffe der Montage Handarbeit: ein Kabel, das einrasten muss, eine Dichtung, die sitzen muss, eine Schraube, die klemmt. Diesem Mangel an Feinfühligkeit stellt sich das Schweizer Startup Enact entgegen und baut Roboter, die Kraft spüren. Sie messen Druck und Widerstand über ihre eigenen Antriebe, wie der Mensch über Muskeln und Sehnen, und ein Modell lernt daraus, heißt es. Der Roboter merkt ohne Zusatzsensoren und ohne künstliche Haut, ob das Teil sitzt.

Enact von Caltech-Forscher gegründet

Dass das mehr als eine Nische ist, zeigen die Zahlen. China etwa hat 2025 354.000 Industrieroboter installiert, fast drei von fünf weltweit (IFR). Europa gewinne dagegen nicht über Masse sondern über Varianz, und genau dort rechnen sich Roboter bisher selten, weil jemand jede Aufgabe einzeln programmieren müsse. Roboter, die durch Vormachen lernen und spüren, ob ein Teil sitzt, sollen diese Einzelprogrammierung ersparen und auch kleine Serien automatisierbar machen. Genau hier setzt Enact an: bei den letzten Handgriffen der Montage.

Gegründet wurde das Zürcher Startup im März 2026 von Manuel Yves Galliker. Der Maschinenbauer der ETH Zürich war Gastforscher am Caltech, leitete bei 1X das Team, das dem Humanoiden NEO das Gehen beibrachte, und arbeitete danach bei Physical Intelligence.

Dort sah er, dass Kamera und Teleoperation für die Fabrik nicht ausreichen, und ging zurück nach Zürich. „Das Silicon Valley hat historisch betrachtet enorme Stärken in Software und KI, aber es fehlt an Spezialisten für Robotik und Hardware-Engineering“, sagt Galliker.

Investment von Mensch

Nun sammelte er mit Enact 30 Millionen US-Dollar in einer Pre-Seed-Runde ein, und das noch bevor es ein Produkt gibt. Das hat einen Grund, wie man in der Aussendung liest: „Das Startup baut alles selbst. Antriebe, Regelung und Modell entstehen unter einem Dach, was am Anfang mehr kostet als ein Modell auf einen fremden Arm zu setzen.“ Die ersten Antriebe laufen, der Ansatz sei laut Enact validiert.

Angeführt wird die Millionen-Runde von redalpine, Notion Capital und firstminute capital. Als Business Angels investieren Yann LeCun (von 2013 bis Ende 2025 Chief AI-Scientist bei Meta), Arthur Mensch (Co-Founder Mistral AI), Andrew Lonsberry (Path Robotics) und David Wallerstein (früher Tencent). Aktuell arbeiten zehn Personen in Zürich, bis Ende 2027 sollen es viermal so viele werden.

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