06.05.2026
WISSENSCHAFT

Run auf Forschungsförderung: FWF investiert 340 Millionen Euro bei Rekordnachfrage

Der Wissenschaftsfonds FWF meldet für das vergangene Jahr einen neuen Höchststand bei geförderten Wissenschaftler:innen. Doch während 749 neue Projekte starten, mussten "exzellente" Anträge im Wert von rund 60 Millionen Euro aufgrund begrenzter Budgets abgelehnt werden.
/artikel/run-auf-forschungsfoerderung-fwf-investiert-340-millionen-euro-bei-rekordnachfrage
Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner, FWF-Präsident Christof Gattringer und FWF-Vizepräsidentin Ursula Jakubek blickten bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit den geförderten Forscherinnen Tal Scully (IMBA/ÖAW), Claudia Wilhelm (Universität Wien), Elly Tanaka (IMBA/ÖAW) und Ruth Breu (Universität Innsbruck) auf das vergangene Förderjahr zurück (v.l.n.r.) (c) Josef Krpelan

Exzellent begutachtete Ideen für die Technologien von morgen bleiben derzeit oft auf der Strecke. Nicht etwa mangels wissenschaftlicher Exzellenz, sondern schlicht, weil die Fördertöpfe ausgeschöpft sind. Dieses Paradoxon prägt die aktuelle Bilanz des FWF: Österreichs Forschungslandschaft brennt für Innovationen, doch der beispiellose Run auf Drittmittel bringt das System zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen.

Rekord bei Forschenden und Nachwuchs

Mit einem Investitionsvolumen von rund 340 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr 749 neue Projekte auf den Weg gebracht. 136,4 Millionen Euro fließen in den Ausbau des Bereichs Naturwissenschaften und Technik, 125,3 Millionen Euro in Biologie und Medizin und 77,4 Millionen Euro in die Geistes- und Sozialwissenschaften. Insgesamt finanziert der FWF aktuell über 5.300 Forschende an Österreichs Forschungsstätten, so viele wie nie zuvor.

Besonders erfreulich aus Sicht des Standorts: Rund 70 Prozent der geförderten Personen sind Nachwuchswissenschaftler:innen unter 35 Jahren. Zudem locken Programme wie ESPRIT internationale Talente nach Österreich, für die die FWF-Förderung oft das entscheidende Argument für den Standortwechsel ist.

Die „Approved but not funded“-Lücke

Trotz der positiven Zahlen bleibt der Druck im Kessel hoch. Die Bewilligungsquote sank leicht auf 24 Prozent, während das Antragsvolumen mit 1,5 Milliarden Euro einen historischen Höchststand erreichte. FWF-Präsident Christof Gattringer betont die Relevanz der Investitionen: „Was heute noch wie reine Neugier erscheint, kann morgen für uns alle relevant werden.“ Laut FWF können jedoch jährlich exzellente Projekte im Wert von 60 Millionen Euro mangels Budget nicht umgesetzt werden – ein Potenzialverlust für die Innovationskraft.

Grundlagenforschung als Wirtschaftsmotor

Dass Grundlagenforschung direkt in den Markt strahle, würden Erfolgsgeschichten wie das Cloud-Technologie-Spin-off Txture beweisen. Für Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner ist Forschungspolitik daher klare „Zukunftspolitik“. Um den Standort langfristig abzusichern, laufen derzeit die Verhandlungen für die Finanzierungsperiode 2027–2029, in der vor allem die Karriereförderung und die Exzellenzcluster weiter ausgebaut werden sollen.

Deine ungelesenen Artikel:
13.08.2026

Technology Impact Summit in Graz fokussiert auf europäische KI-Souveränität

Am 11. November trifft sich die Tech-Branche in Graz zum 3. Technology Impact Summit. Im Zentrum steht der Aufbau einer europäischer KI-Infrastruktur.
/artikel/technology-impact-summit-in-graz-fokussiert-auf-europaeische-ki-souveraenitaet
13.08.2026

Technology Impact Summit in Graz fokussiert auf europäische KI-Souveränität

Am 11. November trifft sich die Tech-Branche in Graz zum 3. Technology Impact Summit. Im Zentrum steht der Aufbau einer europäischer KI-Infrastruktur.
/artikel/technology-impact-summit-in-graz-fokussiert-auf-europaeische-ki-souveraenitaet
Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll eröffnete schon 2025 den Technology Impact Summit © TIS

Drei Monate vor der Veranstaltung präsentierten die Organisator:innen in Wien das Programm für den diesjährigen Technology Impact Summit. Die Think-Tank-Initiative, getragen von der Universität Graz, der TU Graz, Joanneum Research und der FH Joanneum, findet am 11. November 2026 in der Aula der Universität Graz statt. Den inhaltlichen Schwerpunkt bildet in diesem Jahr die europäische Positionierung im globalen KI-Wettbewerb, insbesondere vor dem Hintergrund aktueller EU-Regulierungen.

Interdisziplinärer Austausch

Die Ausgestaltung der europäischen Technologiepolitik erfordert laut den Initiator:innen eine branchenübergreifende Herangehensweise. „Der Technology Impact Summit entstand aus der Überzeugung, dass sich die großen technologischen Fragen unserer Zeit nicht innerhalb einer einzelnen Disziplin beantworten lassen, und bietet eine Plattform, auf der Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft auf Augenhöhe diskutieren“, erklärt Markus Fallenböck von der Universität Graz.

Co-Organisatorin Magdalena Hankus ergänzt: „Innovation entsteht dort, wo Menschen, Perspektiven und Disziplinen zusammenkommen. Der Technology Impact Summit hat sich als Dialogplattform bewährt, die Orientierung gibt und neue Impulse liefert.“

Programmvorschau

Eröffnet wird der Summit von Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll, gefolgt von einer Keynote durch Corporate Vice President Microsoft Deutschland & Österreich Agnes Heftberger. Im Anschluss stehen verschiedene Diskussionsformate auf der Agenda. Der Frage, wie Europa das Rennen machen kann, gehen in einer Keynote Debate unter anderem Philipp Amann (Europäische Zentralbank), Stefan Mangard (Technische Universität Graz) und Daniel Keinrath (fonio.ai) nach.

Bei einer Oxford-Style Debate diskutieren Philipp Töbich (SAP) und Christian Winkelhofer (Accenture) über die Perspektiven einer europäischen KI-Infrastruktur. Den Blick auf die Welt von morgen und den gesellschaftlichen Impact technologischer Entwicklungen wirft Zukunftsforscher Tristan Horx.

Ausgelassenes Networking am TIC 2025 © Technology Impact Summit

Praxisnahe Use Cases

Abgerundet wird das Programm durch sogenannte „Lightning Talks“, die konkrete Anwendungsbeispiele und den Technologietransfer in die Wirtschaft in den Fokus rücken. Ein zentrales Projekt ist hierbei die Plattform DaphoOS.ai, die bei der Programmpräsentation in Wien bereits von Martin Holler (Universität Graz) vorgestellt wurde. Dabei handelt es sich um ein KI-gestütztes System für Entscheidungsfindung, Operations und Ressourcenmanagement im Gesundheitsbereich.

Weitere praxisnahe Use Cases steuern unter anderem Unternehmen wie Cancom, Experts Inside, EY, Joanneum Research, Manz und Taceo bei. Moderiert wird die Veranstaltung von der Tech-Insiderin Katrin-Cécile Ziegler.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Run auf Forschungsförderung: FWF investiert 340 Millionen Euro bei Rekordnachfrage

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Run auf Forschungsförderung: FWF investiert 340 Millionen Euro bei Rekordnachfrage

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Run auf Forschungsförderung: FWF investiert 340 Millionen Euro bei Rekordnachfrage

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Run auf Forschungsförderung: FWF investiert 340 Millionen Euro bei Rekordnachfrage

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Run auf Forschungsförderung: FWF investiert 340 Millionen Euro bei Rekordnachfrage

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Run auf Forschungsförderung: FWF investiert 340 Millionen Euro bei Rekordnachfrage

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Run auf Forschungsförderung: FWF investiert 340 Millionen Euro bei Rekordnachfrage

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Run auf Forschungsförderung: FWF investiert 340 Millionen Euro bei Rekordnachfrage

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Run auf Forschungsförderung: FWF investiert 340 Millionen Euro bei Rekordnachfrage