14.01.2019

Rudi Lindenhofer wird neuer CEO bei Moonshiner

Ab sofort übernimmt Rudi Lindenhofer die Geschäftsführung der Moonshiner GmbH. Der bisherige Geschäftsführer Florian Bauer wird sich als neuer CIO auf Innovationen und Artificial Intelligence konzentrieren. Die Moonshiner GmbH ist eine Schwestergesellschaft des Wiener AI-Startups MoonVision.
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Moonshiner
(c) lindenhofer: Rudi Lindenhofer (38) ist neuer Geschäftsführer der Moonshiner GmbH.

Die Moonshiner GmbH und das Wiener AI-Startup MoonVision sind in der heimischen Startup-Szene ein Begriff. Moonshiner arbeitet als digitales Dienstleistungsunternehmen etwa für Großkunden wie A1, Audi und XXXLutz. Wie nun bekannt wurde, wird Rudi Lindenhofer die Geschäftsführung der Moonshiner GmbH übernehmen. Der 38-Jährige studierte Medientechnik und etablierte in den letzten Jahren die Themen Online Sales und Marketing als Head of eCommerce bei A1. Zudem begleitete er als Berater zahlreiche Unternehmen in der digitalen Transformation. Der bisherige Geschäftsführer Florian Bauer werde sich laut einer Aussendung als neuer CIO auf Innovationen und Artificial Intelligence konzentrieren.

+++ MoonVision: Wiener AI-Startup bringt intelligente Oberflächenerkennung +++ 

Erste Statements von Lindenhofer und Bauer

Lindenhofer kommentiert seine neue Aufgabe in einer Aussendung wie folgt: „Wir wollen den österreichischen Unternehmen zeigen, was Digitalisierung bedeutet und welche fundamentalen Änderungen dadurch möglich sind. Unsere Kunden erleben, dass digitale Projekte nicht nur langatmig und mühsam sind. Wir fokussieren auf das Ergebnis und zeichnen uns durch einen effizienten und effektiven Ansatz aus. Langfristig wollen wir so den gesamten DACH-Raum erobern.“

Der scheidende Geschäftsführer und neue CIO Florian Bauer betont, dass Moonshiner mit der Neubesetzung den bisherigen Wachstumskurs weiterführen wolle: „Moonshiner hat es in den letzten Jahren geschafft, einer der wichtigsten heimischen Player im Bereich Digitalisierung und Innovation zu werden. Nun wollen wir weiter wachsen. Rudi ist die perfekte Ergänzung.“


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Rendering der geplanten AI Heat Factory in Helsinki | (c) OnZero
Rendering der geplanten AI Heat Factory in Helsinki | (c) OnZero

Mit seinem Konzept, die Abwärme von Servern zum Heizen zu nutzen, ist das Wiener Unternehmen OnZero auch innerhalb Österreichs nicht alleine – brutkasten berichtete etwa über die beiden Tiroler Startups Serwas, das ebenfalls KI-Abwärme nutzt, und 21energy, das Bitcoin-Mining-Heizschwammerl für den Privatgebrauch anbietet. Das Projekt, mit dem OnZero nun an die Öffentlichkeit ging, hat aber eine andere Größenordnung.

AI Heat Factory in Finnland geplant

Die Rede ist von einer „AI Heat Factory“ in der finnischen Hauptstadt Helsinki mit einer jährlichen Wärmeproduktion von rund 525.000 Megawattstunden. Damit sollen nicht weniger als 70.000 Haushalte per Fernwärme beheizt werden. Gleichzeitig soll damit der große Bedarf an Rechenleistung für KI besser gedeckt werden. „Wir haben OnZero mit dem klaren Ziel gegründet, die Kosten für KI zu senken, indem wir eine leistungsstarke KI-Infrastruktur mit der effizienten Rückgewinnung und produktiven Nutzung von Serverwärme kombinieren“, erklärt Ali Siddiqui, CEO von OnZero.

Finnischer Partner Helen nutzt Server-Abwärme schon seit 2010

Das Wiener Unternehmen kooperiert für das Projekt, dessen Start für kommendes Jahr geplant ist, mit dem finnischen Energieunternehmen Helen. Dieses bringt Erfahrungswerte mit: Bereits seit 2010 nutzt man die Abwärme von Serverzentren für die Fernwärme. Im neuen Projekt will man gemeinsam bis zu 99 Prozent der Server-Abwärme durch ein wasserbasiertes System einfangen und nutzen, heißt es in einer Aussendung. „Unser Ziel ist es, die Energieerzeugung durch Verbrennung bis 2040 auslaufen zu lassen, und die Nutzung von Abwärme spielt eine wichtige Rolle dabei“, kommentiert Tuukka Toivonen, COO für Strategie und M&A bei Helen.

Investor und ehemaliger pakistanischer Botschafter in den USA als CEO

OnZero geht auf das von Alexander Dietrich und Vlado Stanic gegründete Wiener Startup Blockbase zurück, das auf Krypto-Mining aufbaute. Die beiden sind nach wie vor als Geschäftsführer des Unternehmens eingetragen. Dieses befindet sich aber mittlerweile über eine Holding überwiegend im Besitz ausländischer Investoren, die das C-Level stellen. CEO Ali Siddiqui hält über seine Gesellschaft den größten Anteil. Der Investor war unter anderem pakistanischer Botschafter in den USA. CFO ist der frühere Steyr-Motors-CFO Christoph Cerar, COO ist der internationale Manager Stephen Smith.

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