05.09.2025
SME ENTERPRIZE

Royos: Grazer Startup gewinnt Nachhaltigkeitspreis von Generali Österreich

Auch heuer vergab Generali Österreich wieder seinen SME EnterPRIZE Award. Damit zeichnet man Unternehmen für ihre Leistung im Nachhaltigkeitsbereich aus.
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Die Preisträger:innen des diesjährigen Generali SME EnterPRIZE. | © Martina Draper

„Gerade kleine und mittlere Unternehmen sind entscheidende Treiber der nachhaltigen Transformation. Sie entwickeln innovative Lösungen, setzen mutige Schritte und gestalten aktiv den Wandel”, sagt Gregor Pilgram, CEO der Generali Österreich. Um dieses Engagement sichtbar zu machen, vergibt Generali auch heuer wieder seinen Nachhaltigkeitspreis SME EnterPRIZE.

Ausgezeichnet werden Unternehmen in den Kategorien Nachhaltige Geschäftsmodelle, Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen sowie Nachhaltige Startups. Zusätzlich gibt es einen Sonderpreis für Gründerinnen, die mit nachhaltigen Ideen vorangehen.

Preis geht in die Steiermark

Während im Vorjahr Startups aus Wien im Rampenlicht standen – so wie das Matratzenunternehmen Matr und das FoodTech Revo Foods (brutkasten berichtete) – geht die Auszeichnung für nachhaltige Startups diesmal in die Steiermark. Royos, 2021 von Cornelia und Mario Leitner gegründet, entwickelte eine patentierte Verbindungstechnologie für Metalle, Kunststoffe und Holz. Laut Jury sei diese Lösung ein „ressourcenschonender Gamechanger für die Industrie“: Sie spare CO2, reduziere Materialeinsatz und sei vollständig recyclingfähig.

Zu Jahresbeginn holte sich das Unternehmen mit dem Kunststofftribologen Andreas Hausberger und dem Business Manager Bernhard Starzer zwei Investoren an Bord. Mit deren Unterstützung sollen Forschung und Automatisierung der Produktionsprozesse forciert werden (brutkasten berichtete).

Das Führungsteam von Royos (l.n.r.): Andreas Hausberger (CRO), Mario Leitner (CEO) und Cornelia Leitner (CTO). © royos joining solutions GmbH

Zukunftsfähige Wirtschaft

Der SME EnterPRIZE geht an Unternehmen, die innovative, ökologische oder soziale Leistungen erbringen. „Unser Ziel ist es, diese Unternehmen sichtbar zu machen, sie miteinander zu vernetzen und ihre Innovationskraft gezielt zu stärken – denn ihre Ideen sind der Schlüssel für eine zukunftsfähige Wirtschaft”, so Pilgram.

Über die Preisträger:innen entschied eine Fachjury, bestehend aus Hildegard Aichberger (Umweltbundesamt), Markus Bürger (Österreichischer Rat für Nachhaltige Entwicklung), Rainhard Fuchs (Glacier) und Justus Reichl (WKÖ). Bewertet wurden ökologische und soziale Wirkung, Innovationsgrad, bestehende Auszeichnungen, die Einbindung von Stakeholdern sowie die strategische Ausrichtung auf Nachhaltigkeit.

Weitere Auszeichnungen in anderen Kategorien

  • Nachhaltiges Geschäftsmodell: Braucommune in Freistadt und die Wiener Social-Plattform myAbility
  • Nachhaltige Produkte & Dienstleistungen: Easy-Fundament aus dem Burgenland
  • Sonderpreis für Gründerinnen: Sustainable Events Academy aus der Steiermark

Internationales Event in Brüssel

Die Gewinner:innen der Hauptkategorien erhielten ein Preisgeld von jeweils 10.000 Euro sowie eine einjährige Mitgliedschaft beim Wiener Climate-Education-Startup Glacier mit Zugang zur „Climate Academy“. Außerdem sind sie automatisch für den internationalen SME EnterPRIZE-Event in Brüssel qualifiziert.

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Wiener Fintech fiskaly expandiert nach Tschechien

Das Wiener Fintech fiskaly erschließt mit Tschechien seinen neunten europäischen Markt. Anlass ist die Wiedereinführung der elektronischen Registrierkassenpflicht ab 2027. Eine entsprechende Softwarelösung kann bereits getestet werden.
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Gründer von Fiskaly: Patrick Gaubatz, Johannes Ferner, Simon Tragatschnig (v. l.) | (c) Fiskaly

Das Wiener Fintech fiskaly expandiert nach Tschechien. Mit seiner neuen Softwarelösung Sign CZ will das Unternehmen Händler und Kassensystemanbieter bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Vorgaben unterstützen. Ab 1. Jänner 2027 führt Tschechien die verpflichtende elektronische Umsatzerfassung, kurz EET 2.0, wieder ein. Diese betrifft insbesondere Unternehmen im Handel, in der Gastronomie und im Dienstleistungssektor.

Software kann bereits getestet werden

Mit Sign CZ bietet fiskaly eine cloudbasierte Schnittstelle, über die Kassensysteme Umsätze elektronisch an die tschechische Finanzverwaltung übermitteln können. Die Lösung kommt ohne zusätzliche Hardware aus und soll Unternehmen die Einhaltung der neuen gesetzlichen Vorgaben erleichtern. Die Softwarelösung kann bereits vor der Einführung der neuen Registrierkassenpflicht integriert und getestet werden. Diese tritt am 1. Jänner 2027 in Kraft.

Für kleinere Unternehmen bietet die tschechische Finanzverwaltung ab Dezember zudem eine kostenlose Webanwendung namens Moje eet an. Diese ist allerdings auf Betriebe mit maximal zwei Erfassungseinheiten beschränkt. Fiskaly richtet sich mit seiner Lösung hingegen insbesondere an Kassensystemanbieter und Unternehmen, die die elektronische Umsatzerfassung in bestehende Systeme integrieren wollen.

Tschechien führt Registrierkassenpflicht erneut ein

Mit EET 2.0 führt Tschechien die elektronische Registrierkassenpflicht wieder ein. Die ursprüngliche Regelung wurde zunächst während der Corona-Pandemie ausgesetzt und Anfang 2023 schließlich abgeschafft. Die neue Version soll einfacher und weniger bürokratisch sein. So entfällt etwa die Pflicht, gedruckte Kassenbelege auszustellen.

Erfasst werden künftig grundsätzlich Zahlungen vor Ort, unabhängig davon, ob Kunden bar, mit Karte oder per QR-Code bezahlen. Reine Online-Zahlungen sind von der Regelung ausgenommen.

Mit der Wiedereinführung will die tschechische Regierung Steuerhinterziehung und Schattenwirtschaft eindämmen sowie für fairere Wettbewerbsbedingungen sorgen. Das Finanzministerium rechnet durch die Maßnahme mit zusätzlichen Staatseinnahmen von rund 560 Millionen Euro jährlich.

Fiskaly mittlerweile in neun europäischen Märkten aktiv

Mit dem Markteintritt in Tschechien setzt fiskaly seine europäische Expansion fort. Zu den bisherigen Expansionsschritten zählen unter anderem der Markteintritt in Spanien 2023 sowie die Übernahme des schwedischen Anbieters InfraSec im Dezember 2025. „Wir begrüßen Tschechiens Schritt hin zu einer modernen, digitalen Umsatzerfassung und einem faireren steuerlichen Umfeld“, sagt Johannes Ferner, Co-Founder und Co-CEO von fiskaly.

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