01.12.2021

Round2 Capital investiert vier Millionen Euro in finnisches SaaS-Startup

Der Investmentfonds mit Sitz in Wien, Berlin und Stockholm arbeitet bereits seit 2019 mit dem finnischen Unternehmen Vainu zusammen und hat in der aktuellen Runde sowohl "Revenue-Based Finance" als auch Eigenkapital bereitgestellt.
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Round2 Capital, Vainu
(c) Marcella Ruiz Cruz - Das Round2 Capital-Team (v.l.n.r.): Markus Aumer, Nicole Ratzer, Stefan Nagel, Maximilian Held, Isabella Hermann-Schön, Jan Hillered_ und Christian Czernich.

Vainu ist ein Software-as-a-Service (SaaS)-Anbieter, der seinen Kunden eine Unternehmensinformations-Plattform anbietet, mit der jene eine Personalisierung von Vertrieb und Marketing durch Echtzeit-Unternehmensdaten erreichen sollen. Der europäische Investmentfonds, der das Wachstum des SaaS-Unternehmens durch „Revenue-Based Financing“ und selektiv mit Eigenkapital-Lösungen unterstützt, hat insgesamt vier Millionen Euro in Vainu investiert.

„Revenue-Based Financing“ soll steigen

Zur Erklärung: „Revenue-Based Financing“ (RBF) ist eine Art von Finanzkapital, das kleinen oder wachsenden Unternehmen zur Verfügung gestellt wird, wobei die Investoren Kapital in ein Unternehmen einbringen und im Gegenzug einen festen Prozentsatz der laufenden Bruttoeinnahmen erhalten. Wobei sich die Zahlungen auf der Grundlage der Geschäftseinnahmen erhöhen und verringern. Im Allgemeinen erwarten RBF-Investoren, dass das Darlehen innerhalb von drei bis fünf Jahren nach der ursprünglichen Investition zurückgezahlt wird.

Laut einer Studie des Umfrage-Instituts „Allied Market Research“ soll die umsatzbasierte Finanzierung in den nächsten fünf Jahren um das 40-fache (auf über 40 Milliarden US-Dollar) wachsen. Ein wichtiger Faktor dafür sei, dass sich in Europa ein neuer Markt für Finanzierungsformen entwickele, welche eine Alternative zum herkömmlichen Eigenkapital darstellen soll.

Unternehmensdaten für B2B

„In den letzten drei Jahren haben wir viel Zeit und Mühe in den Aufbau von Lösungen investiert, die von mittelständischen und großen Kunden sowie von Großunternehmen benötigt werden“, erklärt Mikko Honkanen, Co-Founder von Vainu. „Letzten Endes kommt es auf die Reichweite und Qualität der Daten an und auf unsere Fähigkeit, proprietäre Informationen auf moderne Art und Weise bereitzustellen. Manchmal sind es unsere nativen CRM-Anbindungen, manchmal unsere Online-Plattform und manchmal sind es die benötigten APIs. Ein gutes Beispiel für unsere Fähigkeiten im Unternehmensbereich ist unser neues Vainu-Entwicklerportal, das wir heute vorstellen“,

Vainu baut, um konkreter zu werden, eine Plattform für Unternehmensdaten auf, die B2B-Unternehmen bei der Personalisierung von Vertrieb und Marketing unterstützten möchte. Das Unternehmen sammelt und analysiert eine riesige Menge an strukturierten und unstrukturierten Online-Informationen und macht diese Echtzeit-Unternehmenseinblicke direkt in den bestehenden Systemen seiner Kunden umsetzbar.

Round2 Capital-Gründer Hillered: „Kundendaten aktuell halten entscheidend“

„Vainu spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, dass Vertriebs- und Marketing-Teams in ganz Nordeuropa ihre Kundendaten aktuell und einsatzbereit halten können. Es schafft einen enormen Mehrwert, indem es die Vertriebsproduktivität und damit den ‚Return-on-Investment‘ verbessert“, sagt Jan Hillered, Gründer und Managing Partner von Round2 Capital.

Und ergänzt: „Seit dem ersten Treffen mit dem Vainu-Team war ich beeindruckt von der Art und Weise, wie sie ihr Geschäft führen. Wir von Round2 sind begeistert, Teil ihrer Reise zu sein und ihnen das Kapital zur Verfügung zu stellen, welches sie für die Expansion ihres Unternehmens benötigen. Ich bin überzeugt, dass die von uns angebotene Finanzierungsstruktur sehr gut zu den Bedürfnissen des Unternehmens passt und eine solide Basis für die nächste Entwicklungsphase schafft.“

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v.l. Thomas Gegenhuber, Linzer Wirtschafts- und Finanzstadtrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz mit dem Tabakfabrik-Geschäftsführungs-Duo Denise Halak und Markus Eidenberger | (c) TabakfabrikLinz / MecGreenie
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Das Open Innovation Center/LIT, der Impact Hub Vienna, WeXelerate, Unicorn Graz und Startup Salzburg aus Österreich; die Founders Foundation, die Kreativbehörde Regensburg, das Gründerhaus Nürtingen und das WERK1 in München aus Deutschland; dazu der 1535° Creative Hub aus Luxemburg und das Economic Centre Krakau aus Polen – diese Innovations-Hubs sind Teil einer neuen, von der Tabakfabrik Linz initiierten Allianz.

Ziel der „Interessensgemeinschaft“ sei, Partner:innen aus den jeweiligen Netzwerken, Jungunternehmer:innen, Startups und Unternehmen, leichteren Zugang zu den anderen Standorten, Märkten und Industrien zu ermöglichen, heißt es von der Tabakfabrik. „Die Partner:innen vernetzen sich international, um voneinander zu lernen und Innovationen zu beschleunigen.“

Bis zu fünf Tage in Partner:innen-Hubs arbeiten

„Gemeinsam fördern wir den internationalen Austausch. So können ausgewählte Unternehmen für bis zu fünf Tage in einem unserer Partner:innen-Hubs arbeiten, sie erhalten dort gezielten Zugang zu lokalen Netzwerken und Märkten“, erläutert Denise Halak, Geschäftsführerin der Tabakfabrik Linz. „Unsere Partner:innen öffnen ihre wichtigsten jährlichen Veranstaltungen für das internationale Netzwerk und fördern so den Austausch und die Sichtbarkeit.“

Alle zwölf Institutionen würden als direkte Verbindung in ihr städtisches Umfeld fungieren, so Halak. „Mit vielen davon verbindet uns eine langjährige Zusammenarbeit, die wir nun vertiefen.“ Markus Eidenberger, ebenfalls Geschäftsführer der Tabakfabrik Linz, ergänzt: „Besonders freut uns die Kooperation mit dem WERK1, dem digitalen Gründungszentrum im Münchner Werksviertel. Uns verbindet eine jahrelange Partnerschaft mit dem 39 Hektar großen Areal – unsere Tabakfabrik und das Werksviertel waren immer wieder gegenseitige Vorbilder für die Transformation ehemaliger Industriegelände.“

„Bridge Office“ in der factory300

In der Tabakfabrik wurde dazu ein „Bridge Office“ in der factory300 eingerichtet, in dem unter anderem Besucher:innen aus den anderen Hubs arbeiten können. „Dieser Raum steht der Wirtschafts- und Innovationsabteilung der Stadt Linz sowie der Tabakfabrik Linz zur Verfügung, ebenso allen Partner:innen des neuen Bündnisses, wenn sie in Linz neue Kontakte knüpfen möchten“, erklärt Ana Zuljevic, Abteilungsleiterin für Wirtschaft und Innovation am Magistrat Linz.

Das Bridge Office in der Tabakfabrik Linz | (c) Tabakfabrik Linz
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