04.05.2018

Ehemaliger Finanzminister steigt bei Roomle ein

Ex-Finanzminister Hans Jörg Schelling & Strasser-Geschäftsführer Johannes Artmayr steigen bei der Möbel-Plattform Roomle ein. Die Raumplanungs-App setzt auf Augmented Reality & einfache Handhabung.
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Hans-Jörg Schelling - Ex-Finanzminister - beteiligt sich an Roomle
(c) Roomle - Hans Jörg Schelling mit Roomle CEO Albert Ortig und Team

Roomle bringt Raumplanung auf das eigene Handy, in den Browser oder aufs Tablet. Die App lässt Nutzer ihre Räume in einer 3D-Umgebung per Handy gestalten. Anschließend lassen sich Produkte aus dem Online-Katalog bequem per Knopfdruck kaufen. Das Linzer Startup hat damit jetzt Ex-Finanzminister Hans-Jörg Schelling und Johannes Artmayr – den Geschäftsführer der STRASSER Steine GmbH – angelockt und ins Boot geholt. Beide sind erfahrene Veteranen der Möbelbranche und werden in Zukunft vor allem in Vertrieb und Marketing unterstützen.

In welcher Höhe sie investiert haben, wurde nach Rückfrage nicht kommentiert. Bisher haben Investoren wie das Family Office um Michael Grabner und der aws Gründerfonds in zwei Seed Runden 1,5 Millionen Euro in das Startup investiert.

Der ehemalige Finanzminister

Dr. Hans Jörg Schelling hat einen engen Bezug zur Möbelbranche. Seine berufliche Laufbahn begann er bei der Leiner/Kika-Gruppe und wurde dort Geschäftsführer. Später wurde er dann Geschäftsführer bei Möbel Lutz. Schelling stieg aus und verkaufte seine Anteile, wurde Unternehmensberater und ging in die Politik. Er war für die ÖVP ab September 2014 Finanzminister von Österreich. Im November 2017 gab er dann bekannt, auf sein Nationalrats-Mandat zu verzichten und trat wenig später als Finanzminister zurück. Seit 2018 ist er auch als Berater für den russischen Öl-Riesen Gazprom tätig. Schelling wurde stark kritisiert, da er während seiner Zeit bei XXLutz ein Steuersparmodell mit einer Tochterfirma auf Malta etabliert hatte.

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Der Naturstein-Spezialist aus dem Mühlviertel

Die Strasser Steine GmbH ist laut eigener Aussage größter Produzent von Küchenarbeitsplatten aus Naturstein in Mitteleuropa. Nachdem der gebürtige Steyrer Artmayr zuvor bei Miele oder der Villeroy & Boch Gruppe gearbeitet hat, übernahm er 2005 Strasser. Das Mitte 2004 insolvente Unternehmen wurde anschließend von ihm zum österreichweiten Marktführer aufgebaut und beschäftigt jetzt 210 Mitarbeiter bei einem Umsatz von 30,4 Millionen Euro (2017). Artmayr ist ansonsten noch bei zwei weiteren Unternehmen als Gesellschafter tätig.

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Fünf Millionen Grundrisse seit 2014

Mehr als zwei Millionen registrierte Nutzer weltweit haben mit der App bereits über fünf Millionen Grundrisse zum Leben erweckt. Mit dem eigenen Grundriss wird der virtuelle Raum mit Möbel ausgestattet und von zuhause aus oder unterwegs in einer 3D / Augmented Reality-Darstellungen abgerufen. Seit 2016 gibt es einen Online-Katalog, mit dem Nutzer echte Produkte virtualisieren, konfigurieren und anschließend in der App bestellen können. Laut eigenen Angaben wird die App weiterhin pro Monat 100.000 mal heruntergeladen und ist besonders verbreitet in Deutschland, Russland, USA, Brasilien und China. Gegründet wurde Roomle 2014 von Albert J. Ortig, der gleichzeitig weiterhin als Geschäftsführer der Linzer Digitalagentur Netural eingetragen ist. Aktuell arbeitet ein 14-köpfiges Team an Roomle.


Roomle

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Metaloop, Investment
(c) Metaloop - Die beiden Metaloop-Founder Jan Pannenbäcker (r.) und Alexander Schlick.

Es schien, eine der heimischen Scaleup-Erfolgsstorys zu werden: Vor zwei Jahren sprachen die beiden Metaloop-Founder Jan Pannenbäcker und Alexander Schlick noch von achtstelligen Umsätzen und starkem Wachstum – brutkasten berichtete. Nun gab es aber einen deutlichen Dämpfer: Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) vermeldet, dass die Metaloop Europe GmbH ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Vom zuständigen Landesgericht wurde ein Sanierungsverfahren eröffnet.

Metaloop: 163 Gläubiger

Die Passiva betragen laut AKV rund 11,08 Millionen Euro (163 Gläubiger) – aktuell sind zehn Mitarbeitende beschäftigt, Gehälter wurden bis inklusive Mai ausbezahlt.

„Nach einer verlustreichen Aufbauphase mit steigenden Umsätzen erreichte das Unternehmen Anfang 2026 den Break-even und arbeitet seither aufgrund einer Fokussierung auf margenstärkere Geschäfte sowie effizienterer Strukturen leicht profitabel. Die Liquidität blieb jedoch angespannt, da weitere Eigenkapitalzuführungen ausblieben. Dies führt zu erhöhtem Aufwand im Tagesgeschäft, eingeschränkter Geschäftsentwicklung und Vertrauensverlust bei Partnern“, liest man beim AKV.

Und weiter. „Trotz positiver operativer Entwicklung reichen die Mittel gemäß eigener Angaben jedoch nicht aus, um anstehende Kreditrückzahlungen zu bedienen. Mangels weiterer Finanzierung besteht daher keine positive Fortbestehensprognose. Laut der uns vorliegenden Unterlagen bewertet die Schuldnerin ihre Aktiva mit rund 10,2 Millionen Euro.“

Fortführung geplant

Das Unternehmen soll fortgeführt und über einen Sanierungsplan entschuldet werden. Dabei sollen die Insolvenzgläubiger eine Quote von 20 Prozent erhalten, die innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Plans ausbezahlt werden soll. Finanziert werden soll dies zunächst durch den Abbau von Lagerbeständen und das Eintreiben offener Forderungen sowie später aus den laufenden Geschäftserträgen.

Der Sanierungsplan wird vor der Abstimmung noch konkretisiert bzw. angepasst, während der Alpenländische Kreditorenverband seine Umsetzbarkeit prüft und dabei auch bewertet, ob der Zahlungsvorschlag – der nur dem gesetzlichen Minimum entspricht – noch verbessert werden kann.


Eine Anfrage an die beiden Gründer zu den Hintergründen wurde vonseiten des brutkasten gestellt.

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