11.03.2019

„Rocket Science“: So baut man die Startup-Rakete

Die Wiener Wirtschaftskammer (WKW) geht mit ihrer Startup-Akademie "Rocket Science" in die neunte Staffel. Bis 31. März kann man sich bewerben. Wir sprachen dazu mit der Programm-Verantwortlichen Regina Plas und mit Petar Iliev, CEO des Alumni-Startups Getsby.
/artikel/rocket-science-wkw
Innovation in Corporates Rocket Science - So baut man die Startup-Rakete
(c) fotolia.com - dragonstock
sponsored

„Du bist am Anfang mitten im Tornado. Alles kommt auf dich zu. Da ist jemand, der dir einen roten Faden gibt, enorm hilfreich“, sagt Petar Iliev. Der Co-Founder und CEO des Wiener Startups Getsby, das mit seiner Gastro-App unter anderem zu „Austria’s Next Top Startup 2018“ gekürt wurde, spielt auf das Programm „Rocket Science“ der Wiener Wirtschaftskammer (WKW) an. Die neunteilige Workshopreihe für Gründungswillige und Early Stage Startups geht nun bereits in die neunte Runde.

+++ WKW Spartenobmann Information & Consulting Martin Heimhilcher im Video-Talk +++

„Rocket Science“: Handwerkszeug „von der Pike auf“

„Wir wollen damit in einem kurzen, knackigen Zeitraum das nötige Handwerkszeug für Gründerinnen und Gründer in einem geordneten Prozess vermitteln“, erklärt Regina Plas von der WKW. „Es gibt zwar viele sehr gute Initiativen hier am Standort. Dass alle Facetten so von der Pike auf behandelt werden, gibt es aber nur bei uns“. So werden in der Workshopreihe alle frühen Startup-Phasen von der Idee bis zum Markteintritt Schritt für Schritt behandelt. Dazu kommen Workshops zu den Themen PR, Marketing und Recht.

Startup-Insider als Workshop-Leiter

„Besonders wichtig ist uns, dass alle Workshops von Experten direkt aus der Startup-Szene geleitet werden“, sagt Plas. Konkret teilen Daniel Cronin, Bernhard Holzer, Daniel Horak, Christoph Jeschke, Philipp Kinsky und Sasa Radic Wissen und Erfahrung mit den Teilnehmern. „Es waren wirklich super Vortragende, die die Workshops sehr interaktiv gestaltet haben“, erzählt Petar Iliev. Besonders viel hätte ihm auch die Vernetzung gebracht – sowohl mit dem WKW-Netzwerk, als auch mit den anderen Teilnehmern.

INiTS-Wildcard für nicht-akademisches Startup

Diese Teilnehmer kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen. „Es sind häufig Teams, die inhaltlich schon sehr weit sind, denen aber das Startup-Handwerkszeug fehlt, etwa Forscher-Teams aus den Unis“, sagt Regina Plas. Daher arbeitet man auch intensiv mit dem universitären Inkubator INiTS zusammen. Doch auch für Teams, die sich aufgrund fehlenden akademischen Hintergrunds nicht für das INiTS Startup Camp qualifizieren, habe man ein „Zuckerl“, wie es Plas nennt. Denn im Rahmen des „Rocket Science“-Programms wird auch eine Wild Card für das INiTS-Programm an ein nicht-akademisches Startup vergeben. Die hat sich vergangenes Jahr übrigens Getsby geholt.

Bis 31. März kann man sich noch für die „Rocket Science“ Startup-Akademie bewerben. ⇒ Bewerbung und weitere Infos

Redaktionstipps
Deine ungelesenen Artikel:
02.06.2026

V_Labs wird Trinsik: Das Labor hat ausgedient

Zehn Jahre nach dem Start wird aus dem Vorarlberger Venture Builder V_Labs das "Business Creation Studio" Trinsik. Wir sprachen mit Partner Lukas Meusburger darüber, wie das Rebranding die Entwicklungen der vergangenen Jahre widerspiegelt.
/artikel/v_labs-wird-trinsik-das-labor-hat-ausgedient
02.06.2026

V_Labs wird Trinsik: Das Labor hat ausgedient

Zehn Jahre nach dem Start wird aus dem Vorarlberger Venture Builder V_Labs das "Business Creation Studio" Trinsik. Wir sprachen mit Partner Lukas Meusburger darüber, wie das Rebranding die Entwicklungen der vergangenen Jahre widerspiegelt.
/artikel/v_labs-wird-trinsik-das-labor-hat-ausgedient
Die Trinsik-Partner (vl.): Marcel Grosskopff, Georg Frick, Manuel Hörl und Lukas Meusburger | (c) Trinsik
Die Trinsik-Partner (vl.): Marcel Grosskopff, Georg Frick, Manuel Hörl und Lukas Meusburger | (c) Trinsik

40 Mitarbeiter:innen an fünf Standorten bzw. Tochtergesellschaften in Wien, Budapest, Dornbirn, München und Zürich; dazu Referenzkunden wie ABB, Andritz, EnBW, Lufthansa, Verbund, Hitachi Energy, ÖBB, Erste Stiftung und die Europäische Investitionsbank. Der in Vorarlberg gegründete Venture Builder V_Labs hat in den zehn Jahren seines Bestehens sein Konzept bewiesen. Er stand etwa auch bei der Ausgründung von MyFlexbox aus der Salzburg AG und dem folgenden Investment von 75 Millionen Euro im Hintergrund.

Strategie statt Experimente

Die Weiterentwicklung in der vergangenen Dekade war aber nicht nur quantitativer Natur, erzählt Managing Partner Lukas Meusburger gegenüber brutkasten: „Die ganze Szene hat sich seitdem massiv gewandelt. Es geht heute viel weniger ums Experimentieren. Die Initiativen kommen mittlerweile direkt aus der Unternehmensstrategie und sollen richtigen Impact erzielen.“

Was der Gründer sagt, spiegelt sich auch in einer kürzlich veröffentlichten Studie des Wiener Mitbewerbers whataventure wieder – brutkasten berichtete. Schon im Vorjahr hatte man dort an gleicher Stelle konstatiert, Venture Building sei „über die Experiment-Phase hinaus“. Durch aktuelle Budgetkürzungen fällt der Befund dieses Jahr noch schärfer aus: Die klare Kopplung von Corporate-Venturing-Aktivitäten an die Unternehmensstrategie sei mittlerweile Überlebenskriterium.

Extrinsischer Beitrag zu intrinsischen Zielen

V_Labs habe sich im Lichte dieser Entwicklungen bereits in den vergangenen mindestens fünf Jahren gewandelt, erzählt Meusburger. Und eines sei dabei klar geworden: Die Selbstdefinition als Labor, die sich im Namen V_Labs widerspiegelt, passt 2026 nicht mehr. Auch „Venture Builder“ reiche heute nicht mehr aus, sagt der Gründer. Nun wurde die neue Brand präsentiert: Trinsik tritt als „Business Creation Studio“ auf. „Wir zeigen damit, dass wir noch näher am Kerngeschäft sind“, so Meusburger.

Und warum Trinsik? Man wolle Partnern das notwendige extrinsische Element liefern, um ihre intrinsisch motivierten Innovationsbestrebungen zu erfüllen. „We help you build the bold ideas you can’t afford to leave on paper“, lautet der neue Slogan dazu. „Die Corporates, die es ernst meinen, scheuen nicht davor zurück, große Wetten einzugehen. Aber die Execution bleibt dabei die große Herausforderung“, sagt Meusburger. Das habe sich auch durch KI nicht geändert. „Man kann zwar schneller einen Prototypen bauen, aber die internationale Ausrollung und Skalierung braucht nach wie vor Erfahrung und Wissen.“

Auch dieser Befund deckt sich – nicht ganz überraschend – mit jenem von Mitbewerber whataventure. Dabei machen beide eine weitere Entwicklung im Corporate-Venturing-Bereich aus, die negativ gedeutet werden kann, ihnen aber dennoch in die Hände spielt: Zahlreiche interne Innovationsprogramme – auch bei großen Corporates – wurden in den vergangenen Jahren wieder gestrichen. Die Innovationsagenden wanderten dabei direkt in die Business-Units zurück. Das ändere aber nichts an einer Tatsache, ist Meusburger überzeugt: „Der Bedarf bei Corporates, sich strategisch weiterzuentwickeln, hat sich kein bisschen verändert.“ Und der Bedarf für externe Hilfe sei dabei größer denn je.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

„Rocket Science“: So baut man die Startup-Rakete

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

„Rocket Science“: So baut man die Startup-Rakete

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

„Rocket Science“: So baut man die Startup-Rakete

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

„Rocket Science“: So baut man die Startup-Rakete

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

„Rocket Science“: So baut man die Startup-Rakete

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

„Rocket Science“: So baut man die Startup-Rakete

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

„Rocket Science“: So baut man die Startup-Rakete

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

„Rocket Science“: So baut man die Startup-Rakete

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

„Rocket Science“: So baut man die Startup-Rakete