Das EdTech-Startup Robo Wunderkind, das seine ganzheitlichen MINT-Lösungen an Volksschulen anbietet, hat 2025 gleich mehrere internationale Preise abgeräumt – zuletzt den renommierten CODiE Award der SIIA als „Best EdTech Startup“.
Robo Wunderkind zählt zu den in Österreich bekanntesten EdTech-Startups. Das Unternehmen entwickelt ganzheitliche MINT-Lösungen für den Einsatz in der Volksschule – darunter ein AI-Literacy-Curriculum, das Lehrkräfte dabei unterstützt, Künstliche Intelligenz und Programmieren spielerisch und praxisnah in den Unterricht zu integrieren. Zwar ging das ursprünglich in Wien gegründete Startup 2022 in Konkurs, wurde jedoch wenige Monate später in den USA neu gegründet.
Gründerin Anna Iarotska erklärte gegenüber brutkasten im Juni dieses Jahres, warum die USA für das Unternehmen der attraktivere Markt sind (brutkasten berichtete). Dort lernen inzwischen über 40.000 Grundschüler:innen mit dem modularen Robotik- und Coding-System von Robo Wunderkind.
CODiE Award und weitere Auszeichnungen
Das Startup mit Wiener Wurzeln wurde nun mit dem international renommierten CODiE Award der Software & Information Industry Association (SIIA) in der Kategorie „Best EdTech Startup“ ausgezeichnet. Diesen Preis erhielten zuvor bereits große, weltweit bekannte Unternehmen wie Salesforce, Adobe und PayPal. Für Robo Wunderkind ist es bereits die dritte Auszeichnung in diesem Jahr: Anfang 2025 gewann das Unternehmen bei den EdTech Awards in der Kategorie „Best STEM (Science, Technology, Engineering, Math) Solution“ und wurde außerdem bei den „Best of STEAM Awards“ als „Best AI Literacy Solution“ prämiert.
„Das freut uns sehr, vor allem, weil es den Bedarf unterstreicht: Schulen haben die Aufgabe, über KI zu lehren, damit Kinder verstehen, wie die Welt funktioniert, in der sie aufwachsen.“, sagt Anna Iarotska, CEO und Co-Gründerin von Robo Wunderkind, über die Auszeichnungen.
Venture Sentiment Index: Investor:innen-Stimmung wieder positiv
Der quartalsweise European Venture Sentiment Index von Venionaire zeigt für das dritte Quartal eine deutlich bessere Stimmung bei den Investor:innen, als erwartet.
Venture Sentiment Index: Investor:innen-Stimmung wieder positiv
Der quartalsweise European Venture Sentiment Index von Venionaire zeigt für das dritte Quartal eine deutlich bessere Stimmung bei den Investor:innen, als erwartet.
„Gute Zahlen, verhaltene Stimmung“ titelte brutkasten im Juli zur letzten Ausgabe des quartalsweise erscheinenden European Venture Sentiment Index (EVSI) von Venionaire Capital. Denn obwohl das Investment-Volumen in Europa im zweiten Quartal einen Rekordwert erreichte, fiel die im Indexwert aggregierte Stimmungslage zwar besser als ein Quartal zuvor erwartet, aber doch knapp negativ aus. Der nun erschienene EVSI für das dritte Quartal zeigt das umgekehrte Bild: Zwar ging das Investmentvolumen wieder zurück, die Stimmungslage übertrifft die Erwartung aus dem Vorquartal (4,4 Punkte; 5 ist neutral) aber deutlich und liegt mit 5,4 Punkten wieder knapp im positiven Bereich.
(c) Venionaire Capital
Die Stimmungsindikatoren im Detail: Getragen wurde die Verbesserung laut Venionaire vor allem von einer deutlich höheren Investor:innenaktivität, die gegenüber dem Vorquartal um 33,9 Prozent zulegte. Auch das Fundraising-Umfeld habe sich um 27,3 Prozent verbessert, die Qualität der Dealflows um 16,7 Prozent. Gleichzeitig gingen die Startup-Bewertungen um 6,4 Prozent und der Wettbewerb um Deals um 6,2 Prozent zurück.
Die aktuelle Prognose für das kommende Quartal ist mit dem neutralen Wert 5 wieder etwas verhaltener. Bei den konkreten Indikatoren erwarten die befragten Investor:innen aber weitreichende Verbesserungen, konkret ein Plus von 34,7 Prozent bei der Investor:innenaktivität, plus 10,6 Prozent bei Startup-Bewertungen, plus 8,2 Prozent beim Fundraising-Umfeld und plus 1,7 Prozent bei der Qualität des Dealflows. Lediglich beim Wettbewerb um Deals wird ein Minus von 8,8 Prozent erwartet.
Dealvolumen gesunken, aber deutlich über Vorjahresniveau
Das tatsächliche europaweite Dealvolumen sank im dritten Quartal zwar, wie erwähnt, im Vergleich zum Vorquartal, lag aber laut begleitender EVSI-Analyse dennoch deutlich über dem Vorjahresniveau. Demnach wurden europaweit 24,7 Milliarden US-Dollar investiert – ein Rückgang von 14,9 Prozent gegenüber Q2, aber ein Plus von 64,9 Prozent gegenüber Q3 2025. Die Zahl der Transaktionen sank gegenüber dem Vorquartal um 10,5 Prozent auf 864 Deals, lag damit aber weiterhin 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert.
(c) Venionaire Capital
13,9 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 56,2 Prozent des gesamten investierten Kapitals entfielen dabei im dritten Quartal auf Late-Stage-Finanzierungen. Seed- und Angel-Runden stellten mit 521 Deals zwar weiterhin mehr als 60 Prozent aller Transaktionen, machten mit 1,8 Milliarden US-Dollar jedoch lediglich 7,4 Prozent des investierten Kapitals aus. Und ein weiteres spannendes statistisches Detail: Sowohl Deutschland (6,1 Milliarden US-Dollar) als auch Frankreich (5 Milliarden) überholten beim Dealvolumen im dritten Quartal das Vereinigte Königreich (4,9 Milliarden). Herausstechend waren dabei die Investments für Mistral AI mit 3,5 Milliarden US-Dollar, Helsing mit 1,8 Milliarden US-Dollar und Quantum Systems mit 1,2 Milliarden US-Dollar.
Venionaire-Chef Berthold Baurek-Karlic kommentiert: „Der europäische Venture-Markt entwickelt sich zunehmend auf zwei unterschiedlichen Bahnen. An der Spitze zeigt Europa eine größere Bereitschaft, strategische Technologien in großem Maßstab zu finanzieren, insbesondere in den Bereichen KI, Verteidigung und DeepTech. Europa wird immer besser darin, seine stärksten Unternehmen in großem Maßstab zu finanzieren, während die Finanzierung in der Frühphase nach wie vor eine größere Herausforderung darstellt.“ Das vierte Quartal werde „turbulent“. „Wir erwarten, dass zum Jahresabschluss jede Investorin und jeder Investor noch versuchen wird, Deals zu finalisieren.“
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