29.10.2025
AUSZEICHNUNG

Robo Wunderkind gewinnt renommierten US-Award

Das EdTech-Startup Robo Wunderkind, das seine ganzheitlichen MINT-Lösungen an Volksschulen anbietet, hat 2025 gleich mehrere internationale Preise abgeräumt – zuletzt den renommierten CODiE Award der SIIA als „Best EdTech Startup“.
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© Robo Wunderkind - Jon Morley, Anna Iarotska und Mathias Kutschera von Robo Wunderkind.
© Robo Wunderkind - Jon Morley, Anna Iarotska und Mathias Kutschera von Robo Wunderkind.

Robo Wunderkind zählt zu den in Österreich bekanntesten EdTech-Startups. Das Unternehmen entwickelt ganzheitliche MINT-Lösungen für den Einsatz in der Volksschule – darunter ein AI-Literacy-Curriculum, das Lehrkräfte dabei unterstützt, Künstliche Intelligenz und Programmieren spielerisch und praxisnah in den Unterricht zu integrieren. Zwar ging das ursprünglich in Wien gegründete Startup 2022 in Konkurs, wurde jedoch wenige Monate später in den USA neu gegründet.

Gründerin Anna Iarotska erklärte gegenüber brutkasten im Juni dieses Jahres, warum die USA für das Unternehmen der attraktivere Markt sind (brutkasten berichtete). Dort lernen inzwischen über 40.000 Grundschüler:innen mit dem modularen Robotik- und Coding-System von Robo Wunderkind.

CODiE Award und weitere Auszeichnungen

Das Startup mit Wiener Wurzeln wurde nun mit dem international renommierten CODiE Award der Software & Information Industry Association (SIIA) in der Kategorie „Best EdTech Startup“ ausgezeichnet. Diesen Preis erhielten zuvor bereits große, weltweit bekannte Unternehmen wie Salesforce, Adobe und PayPal. Für Robo Wunderkind ist es bereits die dritte Auszeichnung in diesem Jahr: Anfang 2025 gewann das Unternehmen bei den EdTech Awards in der Kategorie „Best STEM (Science, Technology, Engineering, Math) Solution“ und wurde außerdem bei den „Best of STEAM Awards“ als „Best AI Literacy Solution“ prämiert.

„Das freut uns sehr, vor allem, weil es den Bedarf unterstreicht: Schulen haben die Aufgabe, über KI zu lehren, damit Kinder verstehen, wie die Welt funktioniert, in der sie aufwachsen.“, sagt Anna Iarotska, CEO und Co-Gründerin von Robo Wunderkind, über die Auszeichnungen.

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Das Linzer Startup CycloTech zählte bei der VivaTech in Paris zu den auffälligeren Deep-Tech-Playern. Im Zentrum steht eine Antriebstechnologie, die Fluggeräte radikal wendiger machen soll. Sogar auf den Champs-Élysées durfte das Team seine CycloRotor-Technologie zeigen.
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Antrieb auf Frankreichs berühmtester Prachtstraße: CycloTech zeigte die CycloRotor-Technologie beim VivaTech-Showcase auf den Champs-Élysées. | (c) CycloTech

Die Champs-Élysées sind die wohl bekannteste Straße Frankreichs. Über die Pariser Prachtstraße ziehen sonst große Militärparaden, traditionell endet hier die Tour de France, und an kaum einem anderen Ort inszeniert sich das Land so selbstbewusst. Heuer aber gehörte die Avenue der Zukunft: Sie wurde zu einem der Schauplätze der VivaTech, Europas größter Messe für Startups und Innovation. Das 2016 gegründete Event bringt jährlich in Paris Gründer:innen, Investor:innen und Tech-Konzerne zusammen. Zu ihrem zehnjährigen Jubiläum verlegte die Messe ihre Feierlichkeiten erstmals nach draußen: Am 14. Juni verwandelte sie die Prachtstraße in eine frei zugängliche Open-Air-Techbühne, nach eigenen Angaben die größte ihrer Art in Europa.

Große Bühne für CycloTech

Mittendrin: ein österreichisches Startup. CycloTech aus Linz präsentierte seine CycloRotor-Technologie in der Innovation Gallery der Messe und durfte sie zusätzlich beim Champs-Élysées-Showcase zeigen. Bemerkenswert dabei: Wie das Unternehmen erklärt, gingen die VivaTech-Organisator:innen aktiv auf das Linzer Startup zu und holten dessen Antriebstechnologie damit gezielt auf die Pariser Jubiläumsbühne. Auch die Nachrichtenagentur AFP nahm den Auftritt in ihre Auswahl der bemerkenswertesten VivaTech-Innovationen auf.

CycloTech präsentierte seine CycloRotor-Technologie beim Jubiläums-Showcase der VivaTech auf den Champs-Élysées in Paris. | Foto: CycloTech

Ein Schiffsantrieb für die Luft

Herzstück von CycloTech ist der sogenannte CycloRotor, ein Antrieb in Form eines offenen Zylinders, dessen Mantel aus mehreren flügelförmigen, verstellbaren Blättern besteht. Das Prinzip geht auf den Voith-Schneider-Antrieb zurück, der ursprünglich Schiffe steuerte. Die verstellbaren Blätter erlauben eine direkte Variation der Schubkraft in Größe und Richtung auf einer vollen Kreisbahn, also eine 360-Grad-Schubvektorsteuerung. Damit unterscheidet sich das System grundlegend von herkömmlichen Luftfahrtantrieben wie Düsen, Propellern oder Rotoren, die Schub nur in eine Richtung erzeugen. Das Ergebnis: Fluggeräte, die senkrecht starten und landen, in der Luft stehen bleiben, abbremsen oder rückwärts fliegen können.

Hingucker am Messestand: CycloTech präsentierte seinen Flugantrieb in der Innovation Gallery der VivaTech in Paris. | Foto CycloTech

Vom Investment zum Erstflug

So jung die Vision wirkt, so lang ist die Vorgeschichte. Von 2016 bis 2023 entwickelte CycloTech sechs Generationen des CycloRotors, die aktuelle Version befindet sich seit 2021 im Testflugbetrieb. Anfang 2024 sicherte sich das Startup ein Investment von 20 Millionen Euro von den Investoren Breeze Invest und Konos Holding. Damit sollte der CycloRotor zum ersten Prototypen in Marktgröße weiterentwickelt und für die EASA-Zertifizierung vorbereitet werden, mit dem langfristigen Ziel eines marktfähigen Produkts bis 2030. Schon damals verwies der damalige CEO Hans-Georg Kinsky auf vielfältige Anwendungsfelder, von der Logistik über die Bauindustrie (Stichwort fliegender Kran) bis hin zu Hochpräzisionsdrohnen für die Verteidigungsindustrie.

Im November 2024 stellte CycloTech mit dem BlackBird ein Fluggerät mit sechs CycloRotoren vor. Kurz darauf übernahm der ehemalige Rolls-Royce-Direktor Marcus Bauer mit 1. Dezember 2024 die CEO-Position von Kinsky, der dem Unternehmen als Beiratsmitglied erhalten blieb. Anfang 2025 expandierte CycloTech nach Bayern, während der Hauptsitz in Linz als Entwicklungs- und Flugtestzentrum bestehen bleibt. Im April 2025 schließlich gelang der erste Testflug mit dem BlackBird. „BlackBird ist eine fliegende Testplattform für unsere Antriebstechnologie“, sagte CTO Tahsin Kart.

In Paris ging es nun um den nächsten Schritt: CycloTech nutzte die VivaTech, um sich mit potenziellen Partnern zu vernetzen, die den Antrieb künftig in eigene Fluggeräte integrieren könnten.

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