17.12.2019

Robinhood: Broker-App lässt Kleinanleger 1 Cent in Aktien investieren

Das Freemium-Broker-Tool Robinhood ermöglicht es, ab einem Cent Aktien zu kaufen. So soll der Aktienhandel per App auch in Österreich geöffnet werden.
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(c) Robinhood/

Wie das Portal Techcrunch berichtet, bietet die US-Investment App Robinhood nun die Möglichkeit, „fractional share trading“ zu betreiben und 0,000001 Aktien zu kaufen, die auf den nächsten Cent gerundet sind. Auch der Erwerb einer Aktie für einen Dollar ohne Gebühr ist möglich.

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„Einer unserer Grundwerte ist, Partizipation ist Macht“, sagt Vlad Tenev, Co-CEO von Robinhood: „Alles, was wir tun, ist darin verwurzelt. Wir glauben, dass ‚fractional share trading‘ das Potenzial hat, Investitionen für noch mehr Menschen zu eröffnen“.

„Not-yet-rich“: Aktienhandel per App

Diese Möglichkeit stelle sicher, dass niemand beim Aktienhandel ausgeschlossen werde, weil er nicht reich sei. Mit dieser Aktion erhofft sich Robinhood den Ausbau seiner bisher zehn Millionen  User starken Nutzerbasis.

Die App verfügt über weitere Funktionen für jene, die der eigenen Bezeichnung nach „not-yet-rich“ sind. Eine Cash-Management-Funktion bietet Usern 1,8 Prozent APY-Zins auf Bargeld in ihrem Robinhood-Guthaben, sowie eine Mastercard-Debitkarte, mit der sie Geld ausgeben oder von Geldautomaten beheben können.

Investitionen mit Robinhood per App vorausplanen

Darüber hinaus bringt Robinhood Anfang nächsten Jahres eine weitere Funktionen auf den Markt: Der Dividenden-Reinvestitionsplan (DRIP) reinvestiert automatisch Bardividenden in Aktien oder Fonds. Mit wiederkehrenden Investitionen können Benutzer tägliche, wöchentliche, zweiwöchentliche oder monatliche Investitionen planen.

„Wir glauben, wenn Sie investieren möchten, sollte es keine Rolle spielen, wie viel Geld Sie haben. Mit ‚fractional share trading‘ eröffnen wir ein ganzes Universum von Aktien und Fonds, einschließlich Amazon, Apple, Disney, Berkshire Hathaway und Tausenden anderer“, so Robinhood-Produktmanager Abhishek Fatehpuria auf Techcrunch.

Die Funktionsweise des fractional trading bei Aktien

Benutzer können in Echtzeit solch „fraktionierte Aktienbestellungen“ während der Marktzeiten aufgeben. Aktien im Wert von über einem US-Dollar pro Aktie mit einer Marktkapitalisierung von über 25 Millionen US-Dollar sind zulässig. 4000 verschiedene Aktien und Fonds stehen bisher für den provisionsfreien, fraktionierten Echtzeithandel zur Verfügung.

„Seit dem ersten Tag haben wir uns darauf konzentriert, Hindernisse wie Handelsprovisionen und Mindestkonten abzubauen, um den Menschen zu helfen, am Finanzsystem teilzunehmen“, so Fatehpuria weiter. „Wir haben eine einzigartige Nutzerbasis – die Hälfte unserer Kunden gibt an, dass sie zum ersten Mal Anleger sind. Und das Durchschnittsalter eines Robinhood-Kunden liegt bei 30. Dies bedeutet, dass wir die einzigartige Gelegenheit haben, den Zugang zu den Märkten für diese neue Generation zu erweitern.“


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Mitarbeiterbeteiligung - Werner Wutscher | (c) Luiza Puiu
Werner Wutscher | (c) Luiza Puiu

Transkribus ist eine KI-Plattform, die historische Handschriften automatisch erkennt. Entstanden ist sie an der Universität Innsbruck, heute ist sie als Europäische Genossenschaft organisiert und wird weltweit von Archiven und Forschenden genutzt. Ein Paradebeispiel für ein akademisches Spinoff, nur eben keines aus der Technik, sondern aus den Geisteswissenschaften. Genau solche Gründungen will ein neuer Ausgründungsrahmen künftig systematisch ermöglichen.

„SHAPE Austria“ wurde im Rahmen der ECN-Konferenz von Werner Wutscher (New Venture Scouting) und Sektionschef Elmar Pichl vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) vorgestellt. SHAPE steht für Social Sciences, Humanities and the Arts for People and the Economy. Der Bericht ergänzt den Ausgründungsrahmen von 2024, der den Hochschulen erstmals einheitliche Standards für Spinoffs vorgab. „Da war der klare Fokus auf skalierbare, technologieorientierte Startups. Die Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften und Künste sind zu kurz gekommen“, sagt Wutscher. Das Ministerium habe den Rahmen komplettieren wollen.

27 Institutionen in der Arbeitsgruppe

Erarbeitet wurde der Bericht von November 2025 bis Juni 2026 mit einer Arbeitsgruppe aus 27 Institutionen, darunter 16 Hochschulen von der Universität Wien über das Mozarteum bis zur Kunstuniversität Linz. Dazu kamen Interviews mit 16 Einrichtungen, die bereits weiter sind, etwa dem britischen ARC Accelerator, der Erasmus University Rotterdam oder der Universität Köln.

Das Ergebnis sind elf Empfehlungen, sechs an die Leitungsebene der Hochschulen, fünf an Transferstellen und Career Center. „Um auch strategische Themen zu diskutieren, braucht man unbedingt auch die Leitungsebene, also die Rektorate für diese Diskussionen“, so Wutscher.

Andere Sprache, andere Strukturen

Der zentrale Befund: Gründungen aus diesen Disziplinen folgen einer anderen Logik. Sie entstehen selten aus einer Marktchance, sondern aus einem gesellschaftlichen Problem. Im Bericht ist von „Reluctant Founders“ die Rede, Menschen, die nicht primär ein Unternehmen aufbauen, sondern etwas verändern wollen. „Du musst sehr stark über die Wirkung reden, über den Impact reden, um die dann gut abzuholen“, sagt Wutscher. Empfohlen wird ein „Prinzip der Zweisprachigkeit“: nach innen Wirkungssprache, nach außen klassische Startup-Begriffe, damit Finanzierung und Netzwerke nicht verschlossen bleiben. Statt von Kund:innen spricht man dann von Audiences.

Strukturell sind SHAPE-Gründungen meist günstiger und schneller als Tech-Spinoffs: kein Labor, kein Patentierungsprozess, kürzere Validierungszyklen. Dafür braucht es niederschwellige, mehrstufige Begleitung und offene Rechtsformen. Statt der GmbH kann auch ein Verein, eine Genossenschaft oder ein Hybridmodell passen. „Wenn du einen Verein gründest, um Gesundheitspolitik zu promoten, brauchst du kein Labor“, so Wutscher.

Soft IP statt Patente

Ein eigener Schwerpunkt gilt dem geistigen Eigentum. Wo keine Patente entstehen, sondern Urheberrecht, Software, Daten oder Know-how, greifen die üblichen IP-Richtlinien nicht. Der Bericht empfiehlt getrennte Regeln für Hard und Soft IP mit deutlich günstigeren Konditionen und nennt als Benchmark die University of Bristol: 20 Prozent Beteiligung bei patentbasierten Spinoffs, fünf Prozent bei „IP light“, null Prozent ohne verwertbares IP. Leitprinzip: so offen wie möglich, so geschlossen wie nötig, inklusive Creative-Commons- und Open-Source-Lizenzen.

Weil die Wirkung im Vordergrund steht, sollen Hochschulen auch nicht auf Lizenzeinnahmen hoffen, sondern Impact messen. Anlage 1 des Berichts liefert dafür beispielhafte Indikatoren, von erreichten Nutzer:innen bis zu Impact Case Studies.

Netzwerk und gemeinsames Programm

Weil die Pipelines einzelner Hochschulen klein sind, empfiehlt der Bericht ein österreichweites SHAPE-Netzwerk nach dem Vorbild des britischen Aspect Network und ein gemeinsames Frühphasenprogramm, angedockt an bestehende Strukturen wie AplusB, ECN oder die Ludwig Boltzmann Gesellschaft. New Venture Scouting koordiniert dafür ein Jahr lang Quartalstreffen der Arbeitsgruppe. Dazu kommt die Forderung, Transfer und Gründung in Berufungen und Evaluierungen anzuerkennen, im Sinne der CoARA-Initiative, die von rein publikationsbasierten Metriken abrücken will.

Die Beispiele in Anlage 2 reichen von ArtWave, einem Startup zweier Opernsängerinnen für Stressreduktion und Burnout-Prävention, über die Praxissoftware freudio für Psychotherapeut:innen bis zur Kärntner Freiwilligenplattform inmojo. „Wir haben noch sehr wenige. Deswegen haben wir den Ausgründungsrahmen um Success Stories ergänzt, damit sich die Leute das vorstellen können“, sagt Wutscher.

„Da wären wir mit vorne dabei“

Für Wutscher ist der Zeitpunkt entscheidend: Die großen Fragen rund um KI, Ethik oder Medizin bräuchten interdisziplinäre Teams. Und beim SHAPE-Thema stehe ganz Europa noch am Anfang. „Deswegen wäre das jetzt so spannend, wenn wir das jetzt starten könnten. Da wären wir mit vorne dabei.“

Bleibt der Haken: das neue Universitätsbudget. Wutscher, der auch Vorsitzender des Universitätsrats der Universität Klagenfurt ist, nennt die Kürzungen einen „massiven Dämpfer“. Die große Herausforderung sei, „dass diese Einsparungen nicht dazu führen, dass Innovation und das Neue gedrosselt werden“. Gerade bei Entrepreneurship-Aktivitäten sei die Entwicklung zuletzt nach oben gegangen: Österreichweit gebe es mittlerweile 31 Forschungs-Spinoffs, 2024 waren es noch 25.

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Robinhood: Broker-App lässt Kleinanleger 1 Cent in Aktien investieren

Wie das Portal Techcrunch berichtet, bietet die US-Investment App Robinhood nun die Möglichkeit „fractional share trading“ zu betreiben. Die App besitzt über weitere Funktionen für jene, die der eigenen Bezeichnung nach „not-yet-rich“ sind. Benutzer können in Echtzeit solch „fraktionierte Aktienbestellungen“ während der Marktzeiten aufgeben. 4000 verschiedene Aktien und Fonds stehen bisher für den provisionsfreien, fraktionierten Echtzeithandel zur Verfügung.

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