05.05.2022

Risk Assessment 2.0: Ein Leitfaden für Investoren zur Risikobewertung

Wenn die Hälfte aller Unternehmen nach fünf Jahren scheitert, warum reden wir dann nicht öfter über das Scheitern?
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(c) Butchershop - Butchershop-Founder Trevor Hubbard.

Risk Assessment: Scheitern ist eine Realität in der Welt des Risikokapitals – in der Anfangsphase sogar noch mehr als bei Investitionen in börsennotierte Unternehmen. Die Risiken sind höher, aber auch die Möglichkeit einer zehnfachen Rendite. Die Erträge können knapp sein: Nur drei Prozent der Startups erreichen eine Bewertung von 100 Millionen Euro. Nach Angaben von „Verve Ventures 2022“ Challenges of Startup Investing ist es nicht ungewöhnlich, dass sechs Prozent des Portfolios eines VC 60 Prozent der Renditen erwirtschaften.

Risk Assessment: Wären Sie bereit, eine Methode anzuwenden, die die Investitionsrendite erhöht?

Die meisten Gespräche über die Risikobewertung konzentrieren sich auf Wachstum und Marktpotenzial. Wir alle kennen die versprochenen „Best-Case-Szenarien“, die sich Gründer für ihr Unternehmen ausmalen. Jeder Investor weiß jedoch, dass die Gewinn- und Verlustrechnung nicht die ganze Wahrheit aussagt.

Der eigentliche Prozess der Risikobewertung beginnt, wenn die Investoren über die Vision hinausblicken. Die Fragen, mit denen versucht wird, tiefer zu gehen und Herausforderungen zu identifizieren, betreffen die Marktgröße, potenzielle Hürden, die Markteinführungsstrategie, die Fähigkeiten des Gründerteams, Kundenreferenzen und den Austausch mit anderen VCs. Jeder Ansatz variiert jedoch je nach VC.

Es gibt eine Methode, die einige in der globalen VC-Welt effizient und erfolgreich umsetzen konnten, um die richtigen Investitionsentscheidungen zu treffen: die Beat Failure-Methode, die auf dem Konzept des Pre-Mortem basiert.

Mehr als SWOT-Analyse

Sequoia, Upside Partnership, ImaginedBy und Dutzende anderer Unternehmen in den USA nutzen diese und ähnliche Methoden bereits, um Herausforderungen und Hauptrisiken anzugehen, die über die übliche SWOT-Analyse der gegensätzlichen Stärken und Schwächen hinausgehen.

Die Beat Failure-Methode identifiziert potenzielle Risiken, bewertet sie, um einen Rahmen für Prioritäten zu schaffen, und weist Teammitgliedern oder Kapitalgebern klare Verantwortlichkeiten zu, um letztlich eine gemeinsame Strategie und einen Aktionsplan für ein stabiles Unternehmenswachstum zu entwickeln.

Gleichzeitig können Investoren aufzeigen, wie ihre Expertise die Wachstumsambitionen potenzieller Portfolio-Startups unterstützen kann. Diese kompakte und digitalisierte Lösung spart den zeitintensiven Prozess der Risikobewertung durch ihren automatisierten Ansatz. Sie hilft auch zu erkennen, wo ein Gründer Hilfe benötigt oder eine Lücke in seinen Fähigkeiten verzeichnet.

Das Scheitern in der Discovery-Phase verhindern

Nach dem initialen Pitch werden offensichtliche Ausschlusskriterien versucht, schnellstmöglich abzusehen. Dies geschieht meist über eine Vielzahl an Meetings, Telefonaten und Gesprächen über Ambitionen und Visionen. Es werden harte Fakten über den Technologiesektor, die Gründungsphase, den geografischen Schwerpunkt, das Marktpotenzial und die Interessen anderer Investoren geprüft. Dann folgt die gründliche Due Diligence, bei der die Details anhand einer Vielzahl von Modellen und Methoden analysiert werden.

Dieser Prozess ist ohnehin schon intensiv. Die Beat Failure-Methode vereinfacht ihn und ermöglicht es Gründern und Investoren, sich mit dem Kernanliegen der Risikoprüfung zu befassen, um solidere Entscheidungen für Investitionen zu treffen.

Die zwei Fragen beim Risk Assessment

Die Methode beginnt mit einer einzigen Frage: Was würde dazu führen, dass dieses Unternehmen scheitert? Diese Frage kann um einen Zeitrahmen erweitert werden, z. B. Was würde dazu führen, dass das Unternehmen in den nächsten ein bis drei Jahren scheitert?

Sobald eine klare Liste von Hindernissen identifiziert wurde, kann man jede einzelne Hürde weiter untersuchen, indem man fragt: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit und die Auswirkung dieser identifizierten Scheiter-Elemente?

Wenn man diese Fragen stellt, erhält man als Investor ein klares Bild davon, wie gut die Gründer auf die Zukunft vorbereitet sind. Es ist eine Sache, ein Ziel zu identifizieren und darauf eine Markteinführungsstrategie aufzubauen, aber die Beurteilung eines Gründers hinsichtlich seiner Fähigkeit, Misserfolge zu antizipieren, ist das, was eine kugelsichere Strategie ausmacht.

Wahrscheinlichkeit und Auswirkung

Mit der Frage nach der Wahrscheinlichkeit und den Auswirkungen erhält man einen zusätzlichen Einblick in die Prioritäten, die das Gründungsteam setzt. Je höher die Wahrscheinlichkeit und die Auswirkung, desto dringlicher und wichtiger ist dieses Hindernis. Schätzt das Team ihn richtig ein? Würde es bestimmte Risiken als weniger wichtig oder wichtiger einschätzen? Besteht ein Bedarf an Klarheit bei der Bewertung von Risiken? Ist die Strategie klar und nachhaltig erfolgreich?

Es könnte sich lohnen, ein Gespräch mit diesen Leitfragen zu führen, um Risiken mit größtmöglicher Klarheit zu bewerten, und zwar auf der Grundlage des Scheiterns und nicht des Erfolgs.

Zeigen Sie ihren Wert: Wie trägt man zum Erfolg des Startups bei?

Je später man investiert, desto mehr muss man als Investor oder VC den Wert des eigenen Beitrags zum Wachstum des Unternehmens nachweisen. Im globalen Pool der zugänglichen Investoren stehen jene immer häufiger vor diesem Wettbewerbsdruck. Wie können man Vertrauen aufbauen und sein Fachwissen auf der Grundlage der Bedürfnisse des einzelnen Startups auf greifbare und (im besten Fall) automatisierte Weise mit jedem Startup teilen, in das man zu investieren erwägt?

Der Austausch von Risiken und Bedenken trägt wesentlich zur Vertrauensbildung bei. Viele Gespräche zwischen Gründern und Investoren bleiben jedoch mündlich, und nur selten wird klar und schriftlich dargelegt, wie der VC ein wachsendes Unternehmen und seine potenziellen Risiken des Scheiterns konkret unterstützen kann. Wie kann man sich von anderen abheben?

Zwei Punkte für Vertrauen

Oft ist es die erste Vorstandssitzung, in der eine gemeinsame Strategie entwickelt wird. Aber ist es nicht ein großes Verkaufsargument als Investor, sich die Hindernisse eines potenziellen Gründers anzuhören und zu zeigen, wie man bei diesen potenziellen Schwachpunkten helfen kann? Auf diese Weise wird ein gemeinsamer und belastbarer Aktionsplan aufgestellt, bevor ein Term-Sheet unterzeichnet wird.

  1. Sammeln und diskutieren sie gemeinsam, welche potenziellen Fehler das Unternehmen zum Scheitern bringen könnten. Bringen sie ihr Fachwissen ein und erinnern sie die Gründer:innen an ihre Rolle bei der Bekämpfung dieser potenziellen Misserfolgspunkte.
  2. Brainstorming von Lösungen: Bringen sie Ihr Fachwissen als Investor in den Lösungsfindungsprozess ein und machen Sie unmissverständlich klar, wo ihre Kompetenzen liegen und wie sie mögliche Schwachstellen direkt angehen können.

Dies ist der Moment, an dem Vertrauen und Klarheit geschaffen werden. Indem man mögliche Misserfolge anspricht und gemeinsam potenzielle Lösungen entwickelt und dabei sein Know-how hervorhebt, werden die eigenen Investitionsentscheidungen fundierter. Und basieren auf einer nachvollziehbaren Methodik, was das Vertrauen auf beiden Seiten stärkt.

Koordinierung des „Cap Tables

Ob Lead-Investor oder nicht, die Verbindungen zwischen den Investoren sind ein wichtiges Element im Entscheidungsprozess und geben oft den letzten Anstoß für den Abschluss eines Term-Sheets.

Normalerweise sind die Dinge rosiger, bis die Runde abgeschlossen ist und die erste Vorstandssitzung bevorsteht. Unerwartete Risiken und Herausforderungen werden in der Regel zu diesem Zeitpunkt besprochen. Je besser die Koordination und Kommunikation zwischen Gründern und potenziellen Investoren ist, desto weniger Überraschungen gibt es nach der Unterzeichnung des Term-Sheets. Wie können wir also sicherstellen, dass wir so früh wie möglich für maximale Klarheit sorgen und uns effizient zwischen den Beteiligten abstimmen?

In der Strategiesitzung sollte man eigene Pläne und seinen Beitrag zum Wachstum des Unternehmens vorstellen. Man sollte damit beginnen, eine Strategie für den Erfolg mit einem klaren Fahrplan, Erwartungen und Verantwortlichkeiten zu entwickeln. Dies ist „der Moment“, in dem man den gesamten Beat Failure-Ansatz anwendet, damit dieser letzte Schritt reibungslos abläuft.

Sechs wichtige Punkte: Wissen, haben, tun

1) Gehen sie gemeinsam der Frage nach: Was würde dazu führen, dass dieses Unternehmen in den nächsten ein bis drei Jahren scheitert?

2) Gruppieren sie die zu erwartenden Scheiter-Elemente, um Gewissheit über die wichtigsten Problembereiche zu erhalten.

3) Bewerten sie jedes Risiko auf der Grundlage der Wahrscheinlichkeit und der Auswirkungen.

4) Setzen sie Prioritäten auf der Grundlage des Scorings, um strategisch zu handeln.

5) Machen sie ein Brainstorming über Lösungen, mit denen diese Fehler vermieden werden können. Ermitteln sie, was sie wissen müssen, was sie haben müssen und was sie tun müssen, um eine Strategie für jedes Risiko und die entsprechenden Maßnahmen zu entwickeln.

6) Legen sie klare Verantwortlichkeiten fest, z. B. wer für welches Scheiter-Element verantwortlich ist, und definieren sie Ziele für das nächste Meeting.

Fazit: Ein glaubwürdiges Instrument zur Maximierung des Erfolgs von Anlegern

Der Beat Failure-Ansatz entwickelt sich hier bereits zu einer wichtigen Methode und einem glaubwürdigen Instrument, um den Risikobewertungsprozess zu automatisieren, sinnvolle Gespräche über Risiken zu führen, das Vertrauen zu stärken und die eigene Rolle als Investor bei der Beseitigung potenzieller Scheiter-Elemente zu untersuchen.

Das übergeordnete Ziel eines Investors ist es, bessere Investitionen zu tätigen, Zeit im Prozess zu sparen, Gründern Klarheit zu verschaffen, die Erfolgsquote des Portfolios zu erhöhen und höhere Gewinne zu erzielen.

Die Einschätzung der Fähigkeit des Gründerteams, Scheitern zu antizipieren und darauf aufbauend eine Erfolgsstrategie zu entwickeln, ist ein großer Vorteil, wenn es darum geht, eigene Investitionsrisiken zu bewerten. Die gleichzeitige Entwicklung von Vertrauen und Klarheit über den Beitrag zum Wachstum des Unternehmens ist ein wesentliches Element dieses Prozesses. Und schließlich spart ein klarer Plan Zeit und Energie und schafft eine nachhaltige, resiliente Strategie, die sowohl für Investoren als auch für Gründer eine erfolgreiche Investitionsentscheidung verspricht.


Am 2. Juni findet im Talent Garden zum Thema „Beat Failure before you Fail Often – Powered by Butchershop“ eine Veranstaltung statt, bei der Butchershop-CEO Trevor Hubbard über Resilienz, Decision-Making, Klarheit im Unternehmen und die Pre-Mortem-Methode erläutern wird.

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Mario Derntl, Ausbildungsexperte und CEO Talents&Company © Athenas

Es war ein seltener Moment der Unverblümtheit, als mich Lukas Zitz, der stellvertretende österreichische Wirtschaftsdelegierte in New York, vor einigen Monaten kontaktierte: „Mario, we have to talk.“ Seine Botschaft aus dem Epizentrum der globalen Wirtschaft: In den USA geht gerade richtig die Post ab, und zwar bei einem Thema, das man dort bis vor kurzem kaum buchstabieren konnte: Apprenticeships. Der klassischen, praxisnahen Berufsausbildung nach europäischem Vorbild.

Während wir in Österreich und Europa seit Jahrzehnten ein Narrativ pflegen, das möglichst jeden Jugendlichen in die Hörsäle der Universitäten treibt, vollzieht die größte Wirtschaftsmacht der Welt eine radikale Kehrtwende. Im April 2025 unterzeichnete US-Präsident Trump eine weitreichende Executive Order mit dem vielsagenden Titel „Preparing Americans for High-Paying Skilled Trade Jobs of the Future“. Das Ziel ist brutal ambitioniert: Die Zahl der registrierten Lehrlinge soll auf eine Million hochgeschraubt werden. Angetrieben von einer Reindustrialisierungsstrategie, die Fabriken aus Asien zurückholt, und getragen von den größten Playern der Tech- und Finanzwelt. Weniger „College for All“, heißt das neue Motto in Washington.

Der Irrtum der akademischen Elite

Wir haben uns in Europa schlichtweg kaputt studiert. Wir haben Generationen eingeredet, dass Wohlstand und gesellschaftlicher Status nur über einen akademischen Titel führen. Das Ergebnis? Ein dramatischer Überschuss an Absolventen in Fächern, die der Markt in dieser Dichte schlicht nicht braucht, während uns an allen Ecken und Enden die Praktiker fehlen.

Die Quittung liefert der heimische Arbeitsmarkt unmissverständlich. Auswertungen der Agenda Austria auf Basis von AMS-Daten zeigen: Die Arbeitslosigkeit unter Akademikern steigt zuletzt deutlich an, während Menschen mit einer klassischen Lehrausbildung zu den krisenfestesten Gruppen auf dem Arbeitsmarkt zählen. Mehr noch: Das alte Vorurteil, dass sich nur ein Studium finanziell lohnt, gerät zunehmend ins Wanken. In Deutschland etwa verdienen Beschäftigte mit Meister-, Techniker- oder Fachschulabschluss laut Statistischem Bundesamt (Verdiensterhebung, April 2025) im Schnitt 5.405 Euro brutto im Monat und damit mehr als Bachelor-Absolventen mit 5.289 Euro.

Gleichzeitig offenbart eine großangelegte Unternehmensbefragung des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) aus dem Jahr 2023 das ganze Dilemma unserer Wirtschaft: Satte 60,9 Prozent aller Betriebe klagen über massive Schwierigkeiten, Stellen mit Lehrabschluss zu besetzen. Universitätsabsolventen werden dagegen nur noch von mageren 8,1 Prozent der Unternehmen dringend gesucht. Wir bilden am Bedarf vorbei. Dabei ist die Lehre die beste Medizin gegen soziale Krisen: Daten des ibw („Lehrlingsausbildung im Überblick“, 2023) belegen, dass jene Bundesländer mit einer hohen Lehranfängerquote wie Oberösterreich, Salzburg oder Tirol die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit aufweisen, während das akademisierte Wien mit fast 12 Prozent Jugendarbeitslosigkeit das Schlusslicht bildet.

Die USA bauen die „neue Elite“ mit unserem Modell

Ein Blick nach Übersee zeigt, wie blind Europa für die eigenen Stärken geworden ist. Bei einer Delegationsreise von Advantage Austria durch Chicago und Atlanta konnte ich mit österreichischen Vorzeigebetrieben wie Palfinger, KNAPP, Inteco oder STIWA sprechen, die vor Ort produzieren. Sie alle stehen vor derselben Herkulesaufgabe: Workforce Development.

Doch die Dynamik in den USA hat sich komplett verändert. Für den aktuellen KI-Boom, für den Bau und Betrieb gigantischer Rechenzentren und hochautomatisierter Logistikzentren braucht es keine Menschen, die auf niedrigstem Niveau stupide Handgriffe wiederholen. Und es braucht dafür überraschenderweise auch keine Master-Absolventen, die komplexe Systeme nur aus dem Lehrbuch kennen. Für moderne Wartung (Maintenance), Automation und Mechatronik braucht es Fachkräfte, die in der Lage sind, hochkomplexe, reale Probleme direkt an der Maschine zu lösen. Köpfe, die mit den Händen denken.

Bisher hinken die USA beim Fachpersonal im internationalen Vergleich zwar hinterher: rund 700.000 Apprentices auf 340 Millionen Einwohner, verglichen mit 1,2 Millionen Azubis im deutlich kleineren Deutschland. Genau dieser Unterschied erklärt, warum amerikanische Unternehmen derzeit so intensiv nach Vorbildern aus Österreich, Deutschland oder der Schweiz suchen. Das Problem für uns: Die Amerikaner holen im Eiltempo auf. Seit Beginn der aktuellen US-Administration wurden laut US-Arbeitsministerium bereits über 386.000 neue Apprentices registriert. Das entspricht einem gewaltigen Zwischenspurt.

Ein Weckruf für Europa: Es ist eins vor zwölf

Österreich hat rund 100.000 Lehrlinge, ein historisches Pfund, um das uns die Amerikaner beneiden. Doch während die USA die bürokratischen Hürden für Betriebe radikal abbauen, Qualifikationen wie Micro-Credentials anerkennen und das System mit Milliarden professionalisieren, verwalten wir in Europa den Mangel und klammern uns an den kollektiven Titel-Wahn.

Wir müssen aufhören, die Lehrlingsausbildung als gesellschaftliche „Notlösung“ abzutun. Es ist für Europa nicht mehr fünf vor zwölf, es ist eins vor zwölf. Während wir uns in endlosen Debatten über Vier-Tage-Wochen und akademische Befindlichkeiten verlieren, zieht die größte Wirtschaftsmacht der Welt mit unserem eigenen Modell im Sprint an uns vorbei.

Wo bleibt unser großer Aufbruch? Wo bleibt das laute, stolze Begehren für das Handwerk? Wir müssen uns in Europa endlich zusammenreißen, den akademischen Hochmut ablegen und die Macher wieder zu den echten Helden unserer Wirtschaft machen. Wenn wir das System jetzt nicht radikal modernisieren und aufwerten, stehen wir bald mit einer Million theoretischer Master-Arbeiten da, aber ohne eine einzige Hand, die die Welt von morgen überhaupt noch bauen oder warten kann.

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