03.03.2023

Rieder Startup bietet IT-Support gratis an

Das Startup IT Soforthilfe möchte mit dem Angebot Erfahrungen sammeln und "Menschen mit IT näher zusammenbringen". Ermöglicht werden soll das mittels Künstlicher Intelligenz.
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(c) ITS - Christian Reich, Founder von IT Soforthilfe.

Probleme mit dem PC, Laptops und Konsorten können die Geißel der Arbeitszeit sein. Plötzlich funktioniert etwas nicht, wie es das schon viele Male getan hat – man kann nichts mehr tun und ist ratlos. Aus diesem Grund bietet das oberösterreichische Startup „IT Soforthilfe“ seit kurzem die Möglichkeit, sich für ein Problem rund um Computer, Smartphone und Co. online einen Lösungsvorschlag abzuholen. Das kostenlos und ohne der Notwendigkeit einer Registrierung.

IT Soforthilfe mit Investment 2022

Das Startup mit Sitz in Ried im Innkreis (Oberösterreich) hat kurz nach der Gründung im Juni 2020 ein Angel Investment erhalten. Ihre ursprüngliche Idee, der Onlinebuchung von IT-Expert:innen aus verschiedenen Fachbereichen, wurde 2022 um ein kostenloses Kompetenzforum ergänzt, in dem IT-Probleme beschrieben und von IT-Expert:innen beantwortet werden können.

Die A&S Beteiligungs mbH sicherte sich im Vorjahr mit einem Investment in sechsstelliger Höhe vier Prozent Anteile am Unternehmen, was die Bewertung der IT Soforthilfe GmbH in den Millionenbereich hob. Nun möchte man helfen und Experience sammeln.

KI soll aushelfen

So geht’s: Das Problem auf der Website beschreiben und man erhält kurz darauf Lösungsvorschläge. Ermöglicht wird dies durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), was auch gleich der Grund für dieses Gratis-Service ist: Testing.

Christian Reich, Founder und CEO der IT Soforthilfe GmbH erklärt: „Die Skepsis ist berechtigt, denn was ist heute schon wirklich noch kostenlos? Uns bewegen dazu zwei Dinge: Zum einen wollen wir, ähnlich wie OpenAI mit ChatGPT, Erfahrungswerte sammeln, wie unser Dienst genutzt wird, um ihn verbessern zu können und zum anderen entsprechen wir damit unsere Vision, Menschen und IT zusammenzubringen, um mehr zu erreichen. Und wie könnten wir dem besser nachkommen als mit einer potentiellen Lösung in Sekundenschnelle?“

Im Zweifel in die Tasche greifen…

Falls die KI dennoch bei der Problemlösung versagen sollte, so können Suchende auf menschliche IT-Experten der Plattform zurückgreifen, die sich dem Problem – je nach Variante – weiterhin kostenlos oder aber kostenpflichtig annehmen.

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Celum
© Christian Huber Fotografie - (l.) Michael Kräftner, Celum-Gründer, Chairman und Chief Vision Officer, Mark Kaslatter ist neuer Chief Executive Officer bei Celum.

Im Februar des Vorjahres übernahm Christian Jüngling die Position des Chief Financial Officer (CFO) bei Celum, um neue Impulse für die Weiterentwicklung des Unternehmens zu setzen – brutkasten berichtete. Zudem bestellte das Management mit Bojan Bozic die neu geschaffene Position des Chief Services Officer (CSO). Nun gibt es auf höchster Ebene eine weitere Änderung.

Celum: Fokus auf Stärkung des Vertriebs

Mark Kaslatter übernimmt die Position des CEO und damit die Führung des Unternehmens. Sein Fokus soll auf der Stärkung des Vertriebs, des Partnerchannels und der weiteren nationalen und internationalen Expansion liegen. Celum-Gründer Michael J. Kräftner bleibt dem Unternehmen als „Chief Vision Officer“ erhalten und konzentriert sich künftig verstärkt auf die langfristige strategische Produktentwicklung.

Der gebürtige Tiroler Kaslatter verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung als Unternehmer und Führungskraft in der Technologiebranche. 2004 gründete er etwa das auf CRM-Lösungen spezialisierte Unternehmen k.section, baute es ohne externe Investoren auf und verkaufte es später an die an der Euronext notierten Emakina Group.

Von 2019 bis 2022 war Kaslatter Managing Director von Emakina Central & Eastern Europe und wechselte danach ins Advisory Board der Belgier. Anschließend war er gemeinsam mit Benjamin Ruschin Mitgründer und Managing Partner von Big Cheese Ventures, einem Beratungs- und M&A-Unternehmen für Tech-Startups. Er studierte Software-Engineering am Campus Hagenberg der Fachhochschule Oberösterreich und absolvierte einen MBA in General Management an der Universität für Weiterbildung Krems.

„Celum verfügt über eine starke technologische Basis, langjährige Kundenbeziehungen und großes Potenzial im internationalen Markt. Jetzt geht es darum, diese Stärken noch konsequenter in nachhaltiges und skalierbares Wachstum zu übersetzen“, sagt Kaslatter. „Der Wechsel zu Celum ist für mich mehr als eine neue Aufgabe – er ist zugleich die Rückkehr ans Steuer eines Softwareunternehmens. Die Beratung von Startups war eine spannende und bereichernde Zeit. Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie sehr mir das unmittelbare Gestalten, das operative Doing und die umfassende unternehmerische Verantwortung gefehlt haben.“

Und weiter: „Besonders vermisst habe ich das hohe Innovationstempo und den intensiven Austausch mit Entwickler:innen. Sie schaffen mit ihren Ideen nicht nur neue Produkte, Unternehmen und Geschäftsmodelle, sondern gestalten zunehmend auch unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Genau dieses Umfeld, diese Denkweise und die Möglichkeit, gemeinsam etwas zu bewegen, begeistern mich an meiner neuen Aufgabe bei Celum.“

„Everybody is in Sales“

Kaslatters Leitgedanke lautet: „Everybody is in Sales.“ Damit sei jedoch nicht gemeint, dass jede und jeder im klassischen Sinne im Vertrieb tätig sein muss. Vielmehr trage jede Funktion im Unternehmen dazu bei, Mehrwert für die Kundinnen und Kunden zu schaffen. Diese gemeinsame Verantwortung für den Kundenerfolg und eine konsequente Marktorientierung möchte er bei Celum weiter stärken. Deshalb sollen die Bereiche Vertrieb, Marketing, Customer Success, Produktentwicklung und Organisation künftig noch enger auf die gemeinsamen Wachstumsziele ausgerichtet werden.

„Mark Kaslatter verbindet tiefes Technologieverständnis mit ausgeprägter Vertriebskompetenz und echter unternehmerischer Erfahrung“, kommentiert Michael J. Kräftner, Gründer von Celum, die neue Personalie. „Mit Mark gewinnt Celum einen CEO, der die Verantwortung mit einem klaren Fokus auf Kunden und Markt übernimmt. Die neue Rollenverteilung ermöglicht es mir gleichzeitig, noch stärker in den Bereichen Produktstrategie und technologische Innovation aktiv zu werden. Es war für mich immer klar, dass Celum ab einer bestimmten Größe jemanden als CEO haben wird, der viel mehr auf Wachstum und Organisation wirken kann als ich. So holen wir also zusätzliche unternehmerische und vertriebliche Expertise in die Führung und verbinden Kontinuität mit frischem unternehmerischem Drive.“

Knapp 20 Mio.-Euro Umsatz

Als Chief Vision Officer soll Kräftner die langfristige Produktvision weiter vorantreiben. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Weiterentwicklung des Produktportfolios vor dem Hintergrund tiefgreifender Veränderungen durch Künstliche Intelligenz, neue Formen der Content-Nutzung und zunehmend automatisierte Content-Prozesse.

Das seit seiner Gründung eigenfinanzierte und unabhängige Softwareunternehmen steigerte seinen Umsatz von 12,5 Millionen Euro im Jahr 2021 auf 19,8 Millionen Euro im Jahr 2025. Heute beschäftigt Celum rund 130 Mitarbeitende aus 23 Nationen an den Standorten Linz, Wien und München.

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