22.07.2019

Wiener riddle&code baut Blockchain-Hardware-Lösung für Daimler

Das auf Blockchain-IoT-Lösungen spezialisierte Wiener Unternehmen riddle&code liefert eine "hardware car wallet" für den deutschen Autoriesen Daimler. Das System, das die sichere Übertragung von Verkehrsinformationen ermöglicht, könnte ua. im Bereich autonomes Fahren zum Einsatz kommen.
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riddle&code: So sieht die hardware car wallet für Daimler aus
(c) riddle&code: So sieht die hardware car wallet für Daimler aus

Fahrzeuge, die Blockchain-basiert untereinander und mit Smart City-Umgebungen Verkehrsinformationen austauschen – diese Vision wurde in den vergangenen Jahren von zahlreichen Blockchain-Unternehmen formuliert. Tatsächlich zur Umsetzung bringt sie jetzt (unter anderem) das Wiener Unternehmen riddle&code gemeinsam mit dem deutschen Autokonzern Daimler. Die nun präsentierte hardware car wallet soll in Bereichen wie Car-Sharing und autonomes Fahren zum Einsatz kommen.

+++ Fokus-Channel: Blockchain +++

riddle&code als Teil einer Daimler-Blockchain-Plattform

„Der Echtzeit-Austausch sicherer Verkehrsdaten zwischen Fahrzeugen und Smart City-Umgebungen reduziert Staus und senkt die Versicherungsprämien. Auch bei Unfällen können Blockchain-zertifizierte Daten als Beweismittel verwendet werden“, heißt es von riddle&code in einer Aussendung. Im Zuge der Kooperation mit einer von Daimler angeführten Blockchain-Plattform, der auch andere Unternehmen angehören, versorgt riddle&code Fahrzeuge mit seiner hardware car wallet mit einer einmaligen „secure identity“ und sorgt für einen sicheren und vertrauenswürdigen Datenaustausch.

Autos als „Marktplätze der Zukunft“

Gründer und CTO Tom Fürstner geht genauer auf den Usecase autonomes Fahren ein: „Autonome Fahrzeuge müssen sich einheitlich verhalten, um vertrauenswürdig zu sein. Autos sind schon jetzt Computer. Eine secure identity stellt sicher, dass die zuständigen Behörden den in Fahrzeugen genutzten Code und die Vertrauenswürdigkeit der ausgetauschten Daten anerkennen. riddle&code stellt das mit seiner kryptographischen Hardware sicher und macht Autos zu den Marktplätzen der Zukunft“.

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Sasha Lipman und Petra Capin | (c) tech2impact

2020 startete tech2impact in Wien als Mentoring-Programm für Impact-Startups (brutkasten berichtete damals). Das erklärte Ziel der Gründerinnen Sasha Lipman und Jelena Popovic zum Start: „Gründer:innen gezielt dort zu unterstützen, wo sie es am meisten brauchen bzw. spezifische Bedürfnisse haben.“ Dafür gab es ein Netzwerk an Mentor:innen.

Mit der Zeit wurde das Programm weiterentwickelt. Co-Gründerin Popovic ging – für sie kam später Petra Capin. 2022 startete man ein Accelerator-Programm (brutkasten berichtete), 2024 wurde eine umfassende Neuaufstellung kommuniziert. Man gehe „von einem unternehmenszentrierten zu einem personenorientierten Modell über“, hieß es damals. Es folgten weitere Initiativen, darunter die mehrmalige Organisation des Events Insideout Summit im Rahmen der ViennaUp.

„Haben nicht die finanzielle Stabilität und das langfristige Wachstum erreicht“

Doch wie das Führungsduo Lipman und Capin via LinkedIn bekanntgab, wird tech2impact bald geschlossen. Im Herbst setze man noch einen letzten Durchgang des Programms „Edge“ um, im Frühling 2027 werde man dann das Geschäft beenden. „Wir haben mehr Geschäftsmodelle ausprobiert, als wir zählen können, alle mit demselben Ziel: tech2impact zu einem nachhaltigen Business zu machen, das nicht nur von Projekt zu Projekt läuft“, schreiben Lipman und Capin.

Trotz Erfolgen und finanziellen Wachstums, die erreicht worden seien, sei man stark von äußeren Faktoren wie Förderzyklen und Budgets von Partnern abhängig geblieben. „Wir haben nicht die finanzielle Stabilität und das langfristige Wachstum erreicht, die es gebraucht hätte“, so die beiden weiter. Getreu den eigenen Prinzipien stehe letztlich die mentale Gesundheit an erster Stelle. Man werde die Vision aber in anderen Formaten vorantreiben.

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