18.01.2024

Revitalyze: Tiroler Kreislauf-Startup erhält Preseed-Förderung vom aws

Das Startup aus Innsbruck revitalyze erhielt für seine Plattform eine fünfstellige aws-Förderung und möchte damit seine Mission zur Kreislaufwirtschaft vorantreiben.
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Revitalyze, Kreislaufwirtschaft
(c) Lebensraum Holding Tirol - (v.l.n.r.) Michael Streif, David Plaseller und Patrick Gössl.

Das Innsbrucker Startup revitalyze rund um David Plaseller aus Südtirol und Patrick Gössl aus Tirol entwickelt einen One-Stop-Shop für die Wiederverwendung von kreislauffähigen Bauteilen. Nun erhielt man eine Preseed-Förderung vom aws in Höhe von 80.000 Euro.

Gemeinsam entwickelten die beiden Gründer eine Plattform für kreislauffähiges Bauen, die auf zwei Säulen basiert. Auf der einen Seite digitalisiert das Unternehmen den Gebäudebestand und erfasst kreislauffähige Bauteile im hauseigenem System, auf der anderen Seite vermittelt es Bauteile über einen Marktplatz.

Revitalyze mit Auszeichnungen

Der Zuschuss markiere, eigenen Worten nach, einen entscheidenden Meilenstein in der jungen Geschichte des Startups. Revitalyze zielt konkret darauf ab, die Art und Weise, wie zirkuläre Baumaterialien beschafft und wiederverwendet werden, neu zu definieren. Und wurde mit seiner Idee bereits mehrfach ausgezeichnet.

2021 wurden Plaseller und Gössl mit dem Tiroler Innovationspreis prämiert. Zudem schafften es die beiden Gründer aus insgesamt 67 Einreichungen unter die Top-3 Finalisten des Josef Umdasch Research Prize.

Die jetzige Förderung diene nun als Katalysator für die weitere Entwicklung und Erweiterung der digitalen Plattform.

Pilotprojekte geplant

„Im Zuge der Förderung planen wir die Umsetzung der ersten Pilotprojekte und möchten damit zeigen, dass Kreislaufwirtschaft ökonomisch und ökologisch sinnvoll sein kann“, sagt CEO Plaseller.

Die Lösung der Tiroler zielt nämlich darauf ab, den Beschaffungsprozess zu rationalisieren und eine zentrale Plattform für Bauunternehmen, Projektentwickler und Kommunen zu schaffen, die nach nachhaltigen Alternativen suchen und Entsorgungskosten reduzieren möchten.

„Gleichzeitig“, so Plaseller, „unterstützen wir die Bauindustrie bei der Dekarbonisierung, indem wir den Anteil von Primärrohstoffen durch hochwertiges Recycling und Wiederverwendung verringern.“

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Das Gründerteam von Theradocx. (v.l.) Petronel Liciu, Selin Matun, Jan Hoppel | © Theradocx

Theradocx möchte den Arbeitsalltag von Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen erleichtern. Eine eigens entwickelte KI-Anwendung erstellt Protokolle und Zusammenfassungen, indem sie Sitzungen aufnimmt und analysiert, wie brutkasten berichtete. Kürzlich erhielt Theradocx ein FFG-Förderprojekt mit einem Projektvolumen von 580.000 Euro.

Verbesserung der KI

Im Zuge dieses Projekts will das 2025 gegründete Unternehmen seine KI weiterentwickeln. Das heißt: Die Transkription soll präziser werden, unterschiedliche Sprecher besser erkannt und die Erstellung von Protokollen sowie thematischen und emotionalen Analysen verbessert werden. „Ein großer Teil der Projektmittel fließt in den Ausbau unseres Entwicklungs- und Forschungsteams und damit direkt in die technologische Weiterentwicklung von Theradocx“, erklärt Co-Founderin Selin Matun.

Zudem wird laut Matun die Plattform auch rechtlich und regulatorisch weiterentwickelt. Stichwort: Datenschutz und EU AI Act.

Kooperation mit Sigmund Freud Privatuniversität

Im Zuge des geförderten Projekts ging Theradocx eine Kooperation mit der Sigmund Freud Privatuniversität ein, durch die seine KI-Systeme validiert werden sollen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Spracherkennung. Unterschiedliche Dialekte, Sprecher:innen und akustische Bedingungen sollen getestet werden, wodurch Schwachstellen identifiziert werden können. Zudem sollen die psychotherapeutischen Dokumentationen und Analysen durch Fachpersonal der Sigmund Freud Privatuniversität verbessert werden.

„Für uns ist diese Kooperation besonders wichtig, weil wir nicht nur technisch leistungsfähige KI entwickeln möchten. Wir wollen auch wissenschaftlich überprüfen, ob die Ergebnisse psychotherapeutischen Qualitätsstandards entsprechen und in der Praxis tatsächlich einen Mehrwert schaffen“, sagt Matun und ergänzt: „Gemeinsam möchten wir einen wissenschaftlich fundierten Evaluationsprozess etablieren, durch den die Qualität unserer KI-Ergebnisse nicht nur technisch, sondern auch anhand psychotherapeutischer Kriterien beurteilt und kontinuierlich verbessert werden kann.“

Etablierung im DACH-Raum

Neben der qualitativen Verbesserung der KI möchte Theradocx in Zukunft weiter skalieren und sich noch stärker im DACH-Raum festigen. Das Ziel sei laut Matun, zu einer „zentralen digitalen Arbeitsplattform für Psychotherapeut:innen“ zu werden. Anschließend möchte das Startup weitere europäische Märkte erschließen.

Brigitte-Hamann-Preis 2026

Kürzlich wurde das Projekt mit dem  Brigitte-Hamann-Preis 2026 in der Kategorie „Startup“ ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt herausragende Leistungen von Studierenden und Absolvent:innen österreichischer Privatuniversitäten in den Bereichen Forschung, Startups und Kunst. Eine Fachjury zeichnet pro Kategorie eine Person aus.

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