25.11.2025
ENERGIE

REPS: Tiroler Startup präsentiert Straßenkraftwerk am Hamburger Hafen

Eine zwölf Meter lange Anlage erzeugt Strom aus der Bewegungsenergie vorbeifahrender Fahrzeuge – ohne zusätzlichen Raumverbrauch.
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Alfons Huber (Gründer und CEO REPS) | (c) Patrick Lux

Im Hamburger Hafen hat das Tiroler Startup REPS am Montag sein Road Energy Production System (REPS) erstmals unter realen Verkehrsbedingungen vorgestellt. Auf dem Gelände des Hamburger Container Service (HCS) in Wilhelmsburg demonstrierte das Unternehmen eine zwölf Meter lange Anlage, die die Bewegungsenergie vorbeifahrender Fahrzeuge in Strom umwandelt – ohne den Verkehrsfluss zu beeinflussen, ohne zusätzliche Flächenversiegelung und ohne Emissionen.

Die Präsentation am Hamburger Hafen

Die Präsentation zog rund 150 Gäste aus Politik, Hafenwirtschaft, Energiewirtschaft und Industrie an. Unter den Teilnehmer:innen waren Vertreter:innen der Hamburg Port Authority, von HCS sowie internationale Kooperationspartner aus den Bereichen Logistik und Infrastruktur. Zudem ist auch die österreichische Staatssekretärin Elisabeth Zehetner angereist.

Justin Karnbach, Geschäftsführer HCS, Jens Meier, CEO der Hamburg Port Authority (HPA), Elisabeth Zehetner (österreichische Staatssekretärin für Energie Start-ups und Tourismus) und Alfons Huber (Gründer und CEO REPS) | (c) Patrick Lux

Bereits versiegelte Flächen werden als Energiequelle genutzt

Die Veranstaltung umfasste eine Live-Demonstration der laufenden Anlage, Leistungsdaten in Echtzeit und technische Erläuterungen durch REPS-Gründer Alfons Huber. „Der Hamburger Hafen ist ein Symbol für Bewegung und Fortschritt. Genau deshalb ist er der ideale Ort, um zu zeigen, dass es möglich ist, Straßen in nachhaltige Energiequellen zu verwandeln“, so Huber.

(c) Patrick Lux

Laut REPS zeigen interne Untersuchungen, dass eine großflächige Installation des Systems im Hamburger Hafen bis zu zehn Prozent des dortigen Energiebedarfs decken und eine vergleichbare Menge an verkehrsbedingten CO₂-Emissionen reduzieren könnte. Das Prinzip: bereits versiegelte Verkehrsflächen werden als Energiequelle genutzt – ohne zusätzlichen Raumverbrauch, dafür mit dem Potenzial für eine lokal produzierte, emissionsfreie Stromversorgung.

(c) Patrick Lux

Finanzierungsrunde von 1,3 Mio. Euro

Erst im September diesen Jahres gab das Unternehmen den Abschluss einer Finanzierungsrunde bekannt: REPS sicherte sich ein Seed-Investment in Höhe von 1,3 Millionen Euro, um die Serienproduktion vorzubereiten und die Internationalisierung zu starten (brutkasten berichtete). Bereits im April desselben Jahres präsentierte das Unternehmen die Beteiligung von Elisabeth Köstinger als Investorin (brutkasten berichtete).

Mit der Demonstration in Hamburg beginnt für REPS nun die nächste Phase. Das Unternehmen plant Produktionskapazitäten für die Serienfertigung ab 2026, bereitet weitere Installationen an stark frequentierten Standorten vor und arbeitet an seiner Internationalisierungsstrategie. Parallel dazu wird eine neue Finanzierungsrunde vorbereitet, um die Markteinführung und Skalierung zu unterstützen. Auch Gespräche mit bestehenden und neuen Partnern laufen bereits, um das System zeitnah in weitere Infrastrukturprojekte zu integrieren.

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vl. Pedram Parsaian, Marie-Therese Repper und Ilja Jay Lawal | (c) Monika Fellner

Auffallen ist das Geschäft der Wiener Social-Media-Agentur Follow rund um Serial-Founder Ilja Jay Lawal und Pedram Parsaian. Und das gelingt dem Unternehmen nicht nur in der Arbeit für Referenzkunden wie BMW, Universal, Obi, die Stadt Wien oder A1. Auch selbst fallen Founder und Agentur gerne auf – etwa durch ein Investment von Star RAF Camora zu Beginn des Jahres (brutkasten berichtete).

2,8 Millionen Follower

Nun zog Follow einen weiteren Großauftrag an Land. Die Agentur wird offizieller Social-Media-Vermarktungspartner der ProSiebenSat.1 PULS 4 Gruppe und damit Kooperationspartner von deren Vermarktungs-Unit Seven.One Austria. Die Social-Media-Community der Sendergruppe umfasst laut einer Aussendung aktuell rund 2,8 Millionen Follower und kam dieses Jahr bislang auf rund 821 Millionen Impressions.

Follow soll nun seine Expertise und sein Influencer-Netzwerk einbringen, um Werbekunden der Sendergruppe neue Bewegtbildangebote auf sozialen Medien zu bieten. „Durch die Synergien unserer Reichweitenstärke und Digital-Kompetenz bilden sich erweiterte Vermarktungsmöglichkeiten für uns und unsere Kunden“, kommentiert Marie-Therese Repper, Director AdFactory bei Seven.One Austria.

„Wir wissen, was auf Social wirklich funktioniert“

Follow-Co-Founder und Co-CEO Lawal wirft in seinem Statement ein Schlaglicht auf die Unternehmensgeschichte: „Wir prägen Social Media und Influencer Marketing seit einer Zeit mit, in der beides noch als Spielerei belächelt wurde. Heute arbeiten wir für Konzerne quer durch alle Branchen. Dass jetzt die größte Privatsendergruppe Österreichs auf uns zugeht, ist die schönste Bestätigung für diesen Weg.“ ProSiebenSat.1 PULS 4 bringe Reichweite und Marktzugang, Follow bringe „Social-First-Denke und ein über Jahre gewachsenes Creator-Netzwerk“. Für Kunden heiße das: „Strategie, Content und Reichweite greifen ineinander, statt nebeneinander zu laufen“, so der Agentur-Chef.

Und Co-Founder und Co-CEO Parsaian meint: „Der Unterschied entsteht nicht im Mediaplan, sondern im Content selbst. Wir bringen die Erfahrung aus hunderten Kampagnen mit und wissen, was auf Social wirklich funktioniert und wie Content die richtigen Zielgruppen erreicht.“ Mit der ProSiebenSat.1 PULS 4 Gruppe und Seven.One Austria habe man jetzt einen Partner, „der diese Qualität mit einer Reichweite verbindet, die in Österreich einzigartig ist“. Zum Start gibt es im Rahmen der Partnerschaft bereits Kampagnen mit Biogena One und Finanzfuchsgruppe.

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