Das Startup aus Oberösterreich stellt mobile Anlagen zur Wasseraufbereitung her. Aufgrund der großen internationalen Nachfrage soll nun neues Investitionskapital durch eine Crowdinvesting-Kampagne generiert werden.
Fünf Jahre hatten Gerhard Mayerhofer und sein Team an ihrem Projekt gearbeitet. 2015 war es dann so weit: Ihr System zur mobilen Wasseraufbereitung war fertig. Das in einem mobilen 20 Fuß-Container integrierte System ist in der Lage, Prozessabwässer von bis zu 200 l/min zu filtern und als Klarwasser zur sofortigen Wiederverwendung zurückzuführen.
Bisherige Kunden
Mit namhaften Referenzen aus dem Heimmarkt wie der Strabag AG, den verschiedensten Industrie-Dienstleistern wie Sodian und Röhsler, den Österreichischen Bundesbahnen und dem Flughafen Wien ist Reprotex nun auf internationalem Wachstumskurs. Mit dem Reprotex System können unter anderem die Reinigung und Sanierung von Parkgaragen, Fassaden, Landebahnen, Werften, Brücken und Tunnels sowie zahlreiche andere, mit Hochdruck arbeitende, Bereiche bedient werden.
Um die aktuelle Nachfrage aus dem Ausland zu bedienen, sollen fünf weitere Mietanlagen gebaut werden, die bei Zufriedenheit direkt verkauft werden können. Ein Teil des benötigten Kapitals soll durch eine Crowdinvesting Kampagne aufgestellt werden. Als Partner für diese Kampagne hat Reprotex die Wiener Crowdinvesting Plattform „dasErtragReich“ ausgewählt. „Der Fokus auf Österreichische KMUs und die offene und transparente Art des Teams, haben uns überzeugt“, begründet Gerhard Mayerhofer seine Entscheidung.
Rahmenbedingungen
Investoren können auf der Plattform www.dasertragreich.at nun bis zu 5.000 Euro direkt investieren und bekommen für eine Laufzeit von 60 Monaten 4,25 Prozent Zinsen p.a. und einen Bonuszins von 2,5 Prozent p.a. wenn die Geschäfte besser laufen als konservativ geplant. Für Investitionen über 5.000 Euro bedarf es eines Vermögensberaters. Die Konditionen belaufen sich dann auf 5,5 Prozent Zinsen p.a. plus Bonuszins von 5 Prozent p.a.
ESA-Phi-Lab Austria: Förderungen mit 9,6 Millionen Euro bis 2031 gesichert
Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) stellen weitere Förderungen bis 2031 sicher. Raumfahrtechnologie soll künftig schneller in die industrielle Produktion kommen. Für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner stehen dabei die Unabhängigkeit von den USA und Asien und die Wertschöpfung des Standorts im Fokus.
ESA-Phi-Lab Austria: Förderungen mit 9,6 Millionen Euro bis 2031 gesichert
Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) stellen weitere Förderungen bis 2031 sicher. Raumfahrtechnologie soll künftig schneller in die industrielle Produktion kommen. Für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner stehen dabei die Unabhängigkeit von den USA und Asien und die Wertschöpfung des Standorts im Fokus.
Die Zukunft des ESA-Phi-Lab Austria ist bis 2031 sicher. Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) finanzieren den Space Hub in Schwechat mit 4,4 bzw. 5,2 Millionen Euro, wie bei den Austrian Space Days bekanntgegeben wurde. Somit können weitere Unternehmen gefördert werden. Ziel für die Förderperiode ab 2028 ist, neuartige Raumfahrttechnologien schneller vom Prototyp in die industrielle Produktion zu bringen.
Unabhängigkeit und Wertschöpfung
Aufgrund der geopolitischen Lage sei es zentral, mit der „Konkurrenz aus den USA und Asien mithalten zu können“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie präzisiert: „Wenn wir die Schlüsseltechnologien nicht in der Hand haben, dann steigt unsere Abhängigkeit sowohl politisch, aber vor allem auch wirtschaftlich. Was das heißt, haben wir in den letzten Jahren hautnah zu spüren bekommen.“
Außerdem sieht sie eine Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Wir erwarten uns neue Jobs, neue Unternehmen und dadurch auch neue Wertschöpfung, aber vor allem auch Wohlstand in der Zukunft.“ Während andere Branchen laut Mikl-Leitner wegen der wirtschaftlichen Lage verloren gingen, habe die Raumfahrt Potential. „Es gibt in der Raumfahrt ein Wachstum von zehn Prozent pro Jahr. Raumfahrttechnologie und auch Bahntechnologie sind die am schnellsten wachsenden Bereiche weltweit und da wollen wir natürlich auch mit dabei sein.“
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont: „Die Verlängerung des ESA-Phi-Lab ist wichtig, um zu zeigen, dass wir auch in angespannten Budgetzeiten in Zukunftstechnologien investieren.“
Vier Ausschreibungen, mehr als 150 Einreichungen
Seit seiner Einführung im Jahr 2024 gab es vier Ausschreibungsrunden, in denen insgesamt über 150 Projekte eingereicht wurden. Einreichungen seien weiterhin laufend möglich. Die Förderung betrage zwischen 200.000 und 500.000 Euro die Projekte würden 12 bis 24 Monate begleitet werden. Der Schwerpunkt liege auf Upstream-Technologien, also der Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge und ihren Betrieb. Das Programm verbindet die Finanzierung mit Unterstützung u. a. bei Geschäftsmodellen, Marktanalyse und Skalierung.
Im ESA Phi-Lab Austria werden aktuell 13 Projekte umgesetzt. Dabei sind Firmen wie Peak Technology, R-Space oder auch Gate Space beteiligt. Letztere designte einen Satelliten, der im Februar nächsten Jahres von SpaceX in den Orbit geschossen werden soll. Der Beaconsat ist Österreichs erster Militärsatellit und soll Angriffe auf Navigationssignale sichtbar machen.
Im Sommer dieses Jahres wurde die Space Factory, eine Infrastruktur für Prototyping und Tests, gegründet (brutkasten berichtete). Nun folgt der Ausbau des Space Hubs, um Platz für mehr Firmen zu schaffen. Aktuell sind dort zehn Unternehmen tätig. „Als österreichischer Generaldirektor bin ich wirklich sehr beeindruckt, wie dynamisch die Szene hier ist, wie schnell sich das aufbaut und wie vorwärtsschauend die Region Niederösterreich, aber Österreich insgesamt ist. Die Industrie ist aufgewacht und sehr aktiv. Das rennt jetzt“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.
Space Region Lower Austria
In Niederösterreich möchte man „Raumfahrt weiterdenken“ und arbeitet daher an der Initiative „Space Region Lower Austria“. Von Seibersdorf über Wiener Neustadt bis zum Flughafen Wien-Schwechat sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen besser vernetzt werden und unter einer Dachmarke auftreten. „Wir stehen für Raumfahrttechnologie, wir wollen im internationalen Wettbewerb auch mitspielen können. Wir wollen uns von den USA und letztendlich auch von Asien abheben können“, sagt Mikl-Leitner.
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