24.04.2025
INVESTMENT

Repark: Wiener Parkplatz-Startup sichert sich sechsstelliges Investment

Das Wiener Startup Repark vermeldet eine neue Kapitalrunde und möchte damit seine Expansion weiter vorantreiben.
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Repark
(c) Repark - Das Repark-Team.

Das Wiener Prop-Tech Startup Repark bietet eine digitale Plattform, um private und gewerbliche Parkflächen temporär und dauerhaft zu vermieten. Als Lead Investor stieg bereits 2022 Business Angel Markus Ertler in die Pre-Seed-Runde ein. Nun folgt erneut ein sechsstelliges Investment.

Repark mit neuem Investor

An dieser Finanzierungsrunde beteiligen sich Bestandsinvestoren; zudem kommt mit Georg Polak ein neuer Investor an Bord, der Repark mit zusätzlichem Kapital und strategischem Know-how unterstützt. Das frische Investment soll gezielt für die weitere Expansion in Wien und in ganz Österreich genutzt werden.

Mit den zusätzlichen Mitteln plant Repark die Entwicklung seiner digitalen Online-Plattform für effizientes Parkraummanagement weiter voranzutreiben. Das Unternehmen ermöglicht konkret Immobilieneigentümerinnen und Hausverwaltungen, Parkflächen automatisiert und flexibel zu vermieten, um so deren Aufwand in der Abwicklung zu senken, während die Auslastung gesteigert werde. Hausbewohnerinnen sowie Parkplatzsuchende können folglich über die Plattform eigenständig verfügbare Stellplätze buchen.

Parkplatzkontingent in Wien weiter ausbauen

„Das Vertrauen unserer Investoren zeigt, dass Repark mit seinem Modell die zukunftsweisende Lösung für die Abwicklung von Parkraummanagement bietet – in jeder Dimension“, sagt Lukas Lauda, 24, Gründer und Geschäftsführer von Repark zum Investment und zu den Expansionsplänen. „Auf Basis des neuen Kapitals wird unser System nachhaltig ausgebaut. Parallel werden laufend wichtige strategische Partnerschaften abgeschlossen, zu denen wir bald mehr teilen können. Mit der neuen Finanzierung können wir zudem unser Parkplatzkontingent in Wien weiter ausbauen und gleichzeitig unsere Präsenz in anderen österreichischen Städten aufbauen.“

Aktuell stehen Parkplatzsuchenden über 1.000 Parkflächen zur Verfügung und Repark plant, sein Modell neben Wien in weitere österreichische Ballungsräume zu bringen. In den kommenden Monaten sollen österreichweit strategische Partnerschaften mit Immobilieneigentümern und Hausverwaltungen geschlossen werden. Bisher konnte Repark Partner wie Walter Immobilien, Arealis, IMV, Austria Real Estate (ARE) oder GalCap Europe gewinnen.

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Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Innovationsminister Peter Hanke (Archivbild) | (c) BKA/Paul Gruber
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Innovationsminister Peter Hanke (Archivbild) | (c) BKA/Paul Gruber

Mit dem „Agenturen Leitbild 2030“ möchten Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Innovationsminister Peter Hanke die Förderagenturen nun stärker an der Industriestrategie 2035 ausrichten. Betroffen sind zum einen die Agenturen des Bundes, aws und FFG, und zum anderen die Austrian Business Agency sowie die Christian Doppler Forschungsgesellschaft, beide im Zuständigkeitsbereich des Wirtschaftsministeriums. Das neue Leitbild soll in neun Schritten umgesetzt werden.

„Mit dem Agenturen Leitbild 2030 werden unsere Förderprogramme treffsicherer, wir steigern den Service und beseitigen Förderbürokratie. Damit fördern wir Zukunft, Arbeitsplätze und Wohlstand – einfacher, schneller und wirksamer“, sagt Hattmannsdorfer. Hanke ergänzt: „Eine moderne Förderlandschaft muss sich an den Bedürfnissen von Unternehmen und Forschung orientieren – mit einfachen Zugängen, klaren Zuständigkeiten und abgestimmten Angeboten.“

Vereinfachte Förderbeantragung

Ein zentraler Umsetzungsschritt des „Agenturen Leitbild 2030“ ist die Vereinfachung der Förderbeantragung. So wird es in Zukunft einen gemeinsamen Zugang geben, wodurch der Erstkontakt für Unternehmen erleichtert werden soll. Zudem setzt das Wirtschaftsministerium auf einen „Once Only“-Ansatz, wodurch gewisse Daten nur einmal angegeben werden müssen. Dadurch sollen die Förderbürokratie abgebaut und der Antragsprozess vereinfacht werden.

Fokus auf Schlüsseltechnologien und „Made in Europe“

Weiters sollen sich Förderungen auf die in der Industriestrategie vorgestellten Schlüsseltechnologien konzentrieren. Das sind u.a. Künstliche Intelligenz und Dateninnovation oder Chips, elektronische Komponenten und Systeme. Hattmannsdorfer betonte zudem einen klaren Fokus auf „Made in Europe“. „Das heißt, Unternehmen, die bei uns andocken im Bereich der Forschungsförderungen, im Bereich auch der angewandten Förderungen, müssen verpflichtet werden zu einem ‚Made in Europe‘-Ansatz'“, erklärt der Wirtschaftsminister.

Durch das „Agenturen Leitbild 2030“ werde auch die Marktüberleitung zwischen den vier Agenturen besser. „Es sollen nicht die Firmen durch den Förderdschungel durchnavigieren müssen nach dem Motto: ‚Welches Programm ist jetzt für mich passend?'“, sagt Hattmannsdorfer.

Große Unternehmen als Anker für Startups

Laut Hanke werden auch Startups im Zuge der neuen Strategie berücksichtigt. „Für mich ist auch wichtig, dass diese großen Unternehmen wie eine Asfinag, wie eine ÖBB, als Anker dienen für all die Startups, die im Innovationsbereich im Kleinen großartig sind“ erklärt der Innovationsminister. Scaleups sollen in Österreich bleiben und hierzulande größere Aufträge abarbeiten können.

„Input-Output-Relation“ verbessern

Das Ziel der Neuausrichtung der Förderagenturen ist es laut dem Wirtschaftsminister, die „Input-Output-Relation“ in Österreichs Forschung und Entwicklung zu verbessern. Man zähle laut Hattmannsdorfer zu Europas Top-Nationen in puncto Forschungsausgaben, sei aber im Rückstand, die Forschungsergebnisse in die Wirtschaft zu bekommen. Österreich solle sich zu einem Hochtechnologie-Standort entwickeln, Ideen dürften dabei „nicht im Labor bleiben oder nicht in Drittstaaten abwandern, sondern sollen möglichst rasch in die wirtschaftliche Umsetzung kommen“.

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