13.08.2020

Remote Work: Drei Tipps, um auch außerhalb des Büros effizient zu sein

Auch nach dem Corona-Lockdown ist Remote Work ein heißes Thema - Stichwort: Sommer im Park. Damit dies aber gelingt, sollten drei goldene Grundregeln beachtet werden.
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Remote Work im Sommer
(c) Adobe Stock / Prostock-studio

Während des ersten Corona-Lockdown waren die Themen Home Office und Remote Work in aller Munde – und auch in der Post-Corona-Zeit haben viele Unternehmen erkannt, dass sie als „Remote First“-Company deutlich effizienter sind. Wonderwerk und der brutkasten haben schon früh das Potenzial von Remote Work erkannt und ein Whitepaper mit Tipps und Best-Practices zu diesem Thema erstellt.

Denn die Arbeit zuhause oder an der frischen Luft mag auf den ersten Blick trivial erscheinen – tatsächlich gibt es aber auch hier eine Regeln zu beachten, um nicht den Fokus zu verlieren. Dies sind die drei goldenen Grundregeln für die effiziente Arbeit im Remote Work-Mudus.

1. Klare Beginn- und Endzeiten setzen

Beim Arbeiten außerhalb des Büros besteht oft die Gefahr, dass die Grenze zwischen Beruf und Freizeit immer mehr verschwimmt. Daher sollte man klare Beginn- und Endzeiten für den Arbeitstag setzen. Eventuell müssen im neuen Umfeld auch neue Rituale geschaffen werden, mit denen man in den Tag startet und diesen beendet.

2. Kommunikations- und Konzentrationszeit trennen

Die Effizienz ist vor allem dadurch gefordert, dass rund um die Uhr Anrufe und Videocalls stattfinden sowie SMS und Emails eintrudeln. Es sollte daher klar getrennt werden zwischen „Kommunikationszeit“ für Meetings und Abstimmungen sowie „Konzentrationszeit“ für das Arbeiten alleine – während dieser Zeit sollte man alle Benachrichtigungen deaktivieren, um nicht gestört zu werden. Diese Zeiten sollten jeweils für die Kollegen ersichtlich im Kalender vermerkt werden.

3. Tasks priorisieren

Und schließlich müssen die Tasks priorisiert und strukturiert werden. Hier empfiehlt sich die sogenannte ALPEN-Methode, die aus folgenden Teilen besteht:

  • A / Aufgaben aufschreiben
  • L / Länge einschätzen
  • P / Pufferzeit einplanen
  • E / Entscheidungen treffen
  • N / Nachkontrollieren

Details zur ALPEN-Methode sowie weitere Anleitungen rund um zum Beispiel Remote Meetings, Remote Leadership und Tools für das ortsunabhängige Arbeiten gibt es im gemeinsamen Whitepaper von Wonderwerk und der brutkasten – kostenlos als Download unter diesem Link.

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Das Forschungskonsortium von Focus:lfm. | (c) Jacomo Schlumberger

Ein Elektroauto muss nicht unmittelbar nach dem Anstecken mit voller Leistung laden. Auch Wärmepumpen und Batteriespeicher können ihren Stromverbrauch zeitlich anpassen. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien wird diese Flexibilität zunehmend wichtiger. Photovoltaikanlagen erzeugen beispielsweise vor allem tagsüber Strom, während viele Elektroautos erst am Abend geladen werden. Werden viele solcher Geräte intelligent gesteuert und zu sogenannten Flexibilitätspools gebündelt, könnten sie Stromnetze entlasten und erneuerbare Energie besser nutzbar machen.

Wie groß das Potenzial ist, verdeutlichen Zahlen, auf die das Forschungskonsortium verweist: Einer EU-Analyse zufolge könnte die nachfrageseitige Flexibilität bis 2030 rund 120 Gigawatt erreichen. Momentan sind in der EU rund 44 Gigawatt Pumpspeicherleistung installiert. Zwar können flexible Stromverbraucher große Pumpspeicher nicht vollständig ersetzen, die Zahlen zeigen jedoch, welches Potenzial in Haushalten, Unternehmen und Energiegemeinschaften bislang ungenutzt bleibt.

Genau hier setzt das Forschungsprojekt Focus:lfm (From Open Coexistence to Unified Systems for Local Flexibility Management) an. Unter der Koordination von e7 energy innovation & engineering entwickeln 18 österreichische Partnerorganisationen eine offene digitale Infrastruktur. Beteiligt sind unter anderem die Technologieunternehmen Keba und AVL, der Netzbetreiber Energienetze Steiermark sowie Salzburg Research und Reisenbauer Solutions.

Offene Software soll Geräte miteinander verbinden

Die intelligente Steuerung von Stromverbrauchern ist grundsätzlich nicht neu. Eine zentrale Herausforderung liegt jedoch darin, dass Geräte unterschiedlicher Hersteller häufig eigene Kommunikationssysteme nutzen. Viele bestehende Lösungen sind zudem geschlossen, wodurch die gemeinsame Steuerung aufwendig und kostspielig sein kann.

Focus:lfm entwickelt deshalb ein sogenanntes Open-Source-Framework. Die Software soll unterschiedliche Geräte, Energiemanagementsysteme, Stromhändler und Netzbetreiber über gemeinsame Schnittstellen miteinander verbinden. Bestehende Systeme sollen dabei nicht ersetzt, sondern vernetzt werden.

Auch der Zeitpunkt des Forschungsprojekts ist laut Projektkoordinator Guntram Preßmair günstig. Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) schafft die Grundlage für einen Markt, auf dem Netzbetreiber flexible Stromverbraucher gezielt zur Entlastung ihrer Netze einsetzen können. Anders als auf bisherigen Strommärkten spielt dabei eine entscheidende Rolle, wo sich die Anlagen befinden. So könnten beispielsweise Elektroautos oder Batteriespeicher in einem bestimmten Netzgebiet helfen, lokale Engpässe zu beheben.

Startups sollen eigene Geschäftsmodelle entwickeln können

Besonders für kleinere Technologieunternehmen soll die offene Software neue Möglichkeiten schaffen. Denn die gesamte technische Verbindung vom einzelnen Gerät bis zur Vermarktung der Flexibilität selbst aufzubauen, ist laut Preßmair für kleine Unternehmen kaum machbar. „Deswegen wollen wir denen ein Open-Source-Werkzeug in die Hand geben“, erklärt er.

Mit Focus:lfm sollen Startups eine kostenlos verfügbare technische Grundlage erhalten, auf der sie eigene Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entwickeln können. Ein Unternehmen, das beispielsweise Prognosen zum Energieverbrauch erstellt, könnte seine Lösung mit der Infrastruktur verknüpfen, ohne selbst sämtliche technischen Schnittstellen entwickeln zu müssen.

Ein begleitendes Accelerator-Programm soll Unternehmen bei der Integration unterstützen. Sobald erste Prototypen verfügbar sind, sollen interessierte Betriebe die Software erproben und Rückmeldungen zur Weiterentwicklung geben. Dadurch will das Projekt bereits während seiner Laufzeit eine möglichst breite Nutzerbasis aufbauen.

Praxistests bis 2030 geplant

Die entwickelte Infrastruktur soll zunächst in Simulationen und Laborumgebungen getestet werden. Anschließend sind Feldtests mit Elektroauto-Ladeinfrastruktur, Elektroboilern und Energiemanagementsystemen geplant. Auch Energiegemeinschaften und das Reallabor Waldviertel sollen eingebunden werden.

Das Projekt ist im Juni 2026 gestartet und läuft über 48 Monate. Gefördert wird es aus Mitteln des Klima- und Energiefonds sowie des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur.

Langfristig soll ein Konsortium aus Industriepartnern die Weiterentwicklung der Software tragen. Für Preßmair wäre das optimale Ergebnis, wenn bis zum Projektende 2030 rund zehn Unternehmen die Infrastruktur aktiv nutzen und damit eigene Geschäftsmodelle betreiben.

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