31.01.2019

Grazer Reeloq siegt mit Gadget-Sicherungs-Gadget bei Gründungsgarage

Im Finale der elften Auflage der Gründungsgarage von Uni Graz und TU Graz pitchten sieben Studierendenteams um ein umfassendes Startup-Support-Paket. Den Sieg holte sich das Grazer Projekt Reeloq mit einem Outdoor-Gadget zur Sicherung von Equipment wie Smartphones und Kameras.
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Gründungsgarage: Reloq setzt sich durch
©christofhütterphotography v.l.n.r. Martin Mader (Löwenherz Fitness), Matthias Ruhri (Up to Eleven), Sieger Lukas Watzinger (Reeloq), Jörg Kahlbacher (Aula X space)
kooperation

Timeular, Studo, Venuzle, Tellers oder Teamazing – das sind einige der vielen (meist steirischen) Startups, die in ihrer Frühphase bei der Gründungsgarage aufschlugen. Das Format vom Institut für Unternehmensführung und Entrepreneurship der Universität Graz und dem Institut für Unternehmungsführung und Organisation der TU Graz ging diesen Mittwoch mit seiner elften Auflage ins große Finale. Aus sieben Studierendenteams setzte sich im Pitch Reeloq aus Graz durch.

Video-Talk vom Finale der Gründungsgarage

Live mit Bernhard Weber und Matthias Ruhri über die Gründungsgarage 2019, sowie dem Sieger Lukas Watzinger von reeloq.at

Gepostet von DerBrutkasten am Mittwoch, 30. Januar 2019

Reeloq holt sich mit Gadget-Sicherungs-Gadget Pitch-Sieg

Das Startup hat ein Gadget entwickelt, mit dem Gegenstände wie Kameras oder Smartphones gesichert werden können. Die Funktionsweise – der Patentantrag ist gerade in Bearbeitung – erinnert dabei an einen Ski-Pass-Halter. Adressieren will man damit Outdoor-SportlerInnen und das Militär. Für den Pitch bei der Gründungsgarage gab es bei der anschließenden Prämierung Sachpreise im Wert von mehr als 6000 Euro. Darunter waren ein Legal Advisory-Paket der Kanzlei Likar Rechtsanwälte, ein Trainings-Paket von Löwenherz Fitness Company, Beratungsleistungen von Deloitte, Wildcard-Tickets für die Entrepreneurship Avenue und sechs Monate Co-Working im AULA x space.

Gründungsgarage: Academic Startup Accelerator

Die Gründungsgarage versteht sich als Academic Startup Accelerator. Sie begleitet Studierende mit realen Gründungsideen ein Semester lang und entwickelt die jeweiligen Geschäftsmodelle weiter. Teilnehmen können Studierende aller Studienrichtungen und Hochschulen. Dabei werden sie von erfahrenen MentorInnen aus der Praxis begleitet und unterstützt. Sie können die unterschiedlichen Kernkompetenzen und Erfahrungen der jeweiligen MentorInnen für sich nutzen und in individuellen Beratungsgesprächen davon profitieren.

50.000 Euro Leistungen pro Semester

Innerhalb eines Semesters werden so Beratungsleistungen im Wert von ca. 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Seit dem Start 2013 wurden mehr als 70 Teams in der Gründungsgarage begleitet, wobei über 30 Unternehmen gegründet wurden oder sich aktuell in Gründung befinden. Die daraus resultierende Gründungsquote von rund 25 Prozent kann sich im nationalen und internationalen Vergleich sehen lassen.

Bis 12. März können Studierendenteams sich noch für die zwölfte Auflage der Gründungsgarage bewerben. ⇒ Mehr Informationen

⇒ Zur Page des Sieger-Startups

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TTech zählt zu den wenigen europäischen Anbietern, die sicherheitskritische Steuerungs- und Vernetzungslösungen für hochsensible Einsatzbereiche entwickeln: von Raumfahrtelektronik über den autonomen Betrieb von Fahrzeugen und Maschinen bis zu industriellen Echtzeitsystemen und kritischer Infrastruktur. Mit dem Einstieg der Invest AG, hinter der als Leadinvestor die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich steht, bekommt das Unternehmen nun einen österreichischen Kapitalgeber an Bord. Zum Kaufpreis und zur Bewertung machen die Beteiligten in der Aussendung keine Angaben.

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Souveränität als gemeinsames Ziel

Auch TTTech-CEO und Mitgründer Georg Kopetz stellt die Beteiligung in den Kontext der technologischen Souveränität Europas: „Innovative Technologie aus Österreich, die in marktfähigen Produkten weltweit zum Einsatz kommt, leistet einen wichtigen Beitrag zu Europas technologischer Souveränität sowie zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit, gerade in einer Zeit, in der diese Frage politisch wie wirtschaftlich immer wichtiger wird.“ Mit der Invest AG habe man einen Partner, der dieses Ziel teile, das Geschäftsmodell verstehe und den weiteren Ausbau der globalen Marktposition unterstütze.

Gerald Aichhorn, Aufsichtsrat der Invest AG und Beteiligungsvorstand der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, nennt TTTech „ein Paradebeispiel dafür, welche technologische Substanz in Österreich vorhanden ist“. Gerade bei sicherheitskritischen Technologien zähle Kontinuität mehr als kurzfristiger Erfolg.

Von der Mondmission bis zum Energiemarkt

Zuletzt sorgte TTTech mit der NASA-Mondmission Artemis II für Schlagzeilen: Im April 2026 flog erstmals seit 53 Jahren wieder eine Crew um den Mond, mit Technologie von TTTech an Bord der Orion-Kapsel. Seit über 20 Jahren bringt das Unternehmen österreichische Technologie ins All. Mit der gemeinsam mit der NASA und internationalen Unternehmen erprobten Netzwerktechnologie TTEthernet hat TTTech einen internationalen Standard für hochzuverlässige Datennetzwerke geprägt, der heute unter anderem in der europäischen Trägerrakete Ariane 6 und im Artemis-Programm zum Einsatz kommt.

Zu den zentralen Wachstumsfeldern zählt neben Luft- und Raumfahrt auch der Energiesektor: Mit TTTech Zyne, dem 2025 gemeinsam mit Verbund gegründeten Joint Venture, adressiert das Unternehmen den dezentralen Energiemarkt und dessen Herausforderungen durch volatile Preise und erneuerbare Energien. Im KI-Bereich konzentriert sich TTTech auf die sichere Einbindung in kritische autonome Systeme.

Für Aufsehen sorgte Anfang 2025 zudem der Verkauf der Tochter TTTech Auto an den niederländischen Chiphersteller NXP um 625 Millionen US-Dollar. brutkasten berichtete damals auch über die Hintergründe des Deals.

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