04.09.2025
STATISTIK

Rekordhoch bei Gründungen und Förderanträgen in Wien im ersten Halbjahr

In der ersten Jahreshälfte wurden in der Bundeshauptstadt mehr als 5.500 Unternehmen gegründet. Die Wirtschaftsagentur Wien vermeldet auch einen Rekord bei den Förderanträgen.
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Die Wiener Skyline rund um den DC-Tower | (c) Michael Niessl via Unsplash
Die Wiener Skyline rund um den DC-Tower | © Michael Niessl via Unsplash

Während Österreich aktuell so viele Insolvenzen wie noch nie in der zweiten Republik verzeichnet (brutkasten berichtete), gibt es – zumindest in Wien – auch bei den Neugründungen ein Rekordhoch. Mehr als 5.500 Unternehmen wurden laut Wirtschaftskammer Wien im ersten Halbjahr in der Bundeshauptstadt gegründet. Die Wirtschaftsagentur Wien vermeldet zudem einen Rekord bei den Förderanträgen.

Steigerung bei Förderanträgen um fünf Prozent

Von Jänner bis Juli 2025 reichten demnach 1.481 Unternehmen 1.728 Projekte bei der Wirtschaftsagentur zur Förderung ein – fast fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mehr als 30 Prozent der Einreichungen stammen laut Fördereinrichtung von Gründer:innen und Startups. Zudem wurden rund 40 Prozent der Förderanträge von Unternehmen gestellt, die von einer Frau geführt werden.

Besonderes Interesse an Digitalisierungsförderungen, steigender Anteil von KI

Besonders großes Interesse habe sich im ersten Halbjahr an Förderungen mit Fokus auf Digitalisierung (13 Prozent) und Kreativwirtschaft (10 Prozent) gezeigt, heißt es von der Wirtschaftsagentur Wien. Seit 2020 sei zudem ein kontinuierlicher Anstieg bei Förderanträgen mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz zu beobachten. Im ersten Halbjahr 2025 lag ihr Anteil bei sieben Prozent.

„KI sinnvoll und ethisch für Geschäftsmodelle nutzen“

„KI ist dabei nicht nur Treiberin der Digitalisierung, sondern erlaubt es Unternehmen, zunehmend komplexe Probleme zu adressieren. Die Wirtschaftsagentur Wien begleitet Wiener Betriebe mit zielgerichteten Beratungen und Workshops, damit sie zukunftsträchtige Technologien wie KI sinnvoll und ethisch für ihre Geschäftsmodelle nutzen können“, betont dazu die Wiener Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak in einer Aussendung.

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Das Wiener HealthTech-Unternehmen myBioma — das mit Next-Generation-Sequencing und Machine-Learning-gestützter Datenanalyse arbeitet — setzt seinen internationalen Wachstumskurs fort. Das Scaleup und allmo by Helsana, die Gesundheitsplattform der Helsana Services AG, starten eine Vertriebspartnerschaft für personalisierte Darmgesundheit. Die Schweizer erweitern somit ihr digitales Gesundheits- und Präventionsangebot um den Mikrobiom-Test von myBioma und ermöglichen unter der Marke allmo by Helsana allen ab sofort den Zugang zur Mikrobiom-Technologie.

myBioma: Einblicke für User:innen

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen die Nutzerinnen und Nutzer der Analyse. Diese sollen fundierte Einblicke in das eigene Darm-Mikrobiom sowie individuelle Tipps und Tricks rund um den Aufbau des Darm-Mikrobioms erhalten. Der myBioma Mikrobiom-Test analysiert im ersten Schritt die Zusammensetzung und bereitet dann die Ergebnisse in einem Ergebnisbericht auf. Im nächsten Schritt erhält dann jede Person personalisierte und alltagstaugliche Empfehlungen, um das eigene Darm-Mikrobiom zu stärken.

„Viele Menschen interessieren sich für ihre Darmgesundheit, können die Vielzahl an Informationen aber nur schwer einordnen. Gemeinsam mit myBioma ermöglichen wir einen einfachen Zugang zu einer fundierten Analyse und verständlichen Ergebnissen. So unterstützen wir Menschen dabei, sich informiert und selbstbestimmt mit ihrer Ernährung und ihrem Lebensstil auseinanderzusetzen“, sagt Andreas Gehrig, Geschäftsführer von Helsana Services AG.

Die drei „P“ der Zukunftsmedizin

Barbara Sladek, Gründerin und Geschäftsführerin von myBioma, ergänzt: „Die Zukunft der Medizin ist prädiktiv, präventiv und personalisiert. Das Darm-Mikrobiom ist der Schlüssel zu einem tieferen Verständnis unserer ganzheitlichen Gesundheit – von der Immunabwehr bis zur mentalen Resilienz. Die Kooperation mit allmo by Helsana ist für uns ein gutes Beispiel, wie man mittels Gesundheitsplattformen personalisierte Gesundheitsangebote für Nutzerinnen und Nutzer leicht zugänglich macht.“

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