01.07.2020

Regierung verhängt „höchste Reisewarnung“ für Westbalkan

Die österreichische Bundesregierung verhängt aufgrund der steigenden Infektionszahlen für sechs Länder am Westbalkan die höchste Reisewarnung, das hat Außenminister Alexander Schallenberg am Mittwoch in einer Pressekonferenz bekannt gegeben.
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Reisewarnung
(c) BKA / Andy Wenzel: Außenminister Alexander Schallenberg

Bereits gestern Dienstag gab es erste Berichte zu einer möglichen Reisewarnung der höchsten Stufe für den Westbalkan. In einer Pressekonferenz am Mittwochvormittag bestätigte Außenminister Alexander Schallenberg nun diese Berichte und verkündete eine Reisewarnung der „Stufe 6“ für insgesamt sechs Staaten. Zu diesen zählen Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Albanien, Nordmazedonien und der Kosovo.

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Das Außenministerium warnt vor Reisen in diese Länder. Zudem werden Österreicher, die sich derzeit in einem dieser Länder aufhalten, dringend ersucht, sich unverzüglich mit der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde bzw. der nächstgelegenen Vertretung eines EU-Mitgliedstaates in Verbindung zu setzen. Weiters wird Österreichern dringend empfohlen, das Land zu verlassen.

Reisewarnung: Westbalkan

Außenminister Schallenberg begründete den Schritt der Bundesregierung mit den steigenden Infektionszahlen am Westbalkan.

„Wir haben gehofft Öffnungsschritte setzen zu können, aber dies ist am Westbalkan leider noch nicht der Fall. In einigen Ländern hat sich die Situation sogar verschärft“, so Schallenberg.

Zudem sind laut dem Außenminister in Slowenien und Kroatien verstärkt Clusterbildungen durch Reisende des Westbalkans zu verzeichnen. Eine Reisewarnung für Kroatien und Slowenien sei aber derzeit nicht geplant. Österreich setzt demnach die entsprechenden Schritte, die auch im Einklang mit anderen EU-Staaten stehen, so Schallenberg.

Im Rahmen der Pressekonferenz betonte Schallenberg die enge kulturelle und wirtschaftliche Verbundenheit mit den Westbalkanstaaten. Die österreichische Bundesregierung plant zudem eine spezielle Informationskampagne für Menschen, die in Österreich leben und Wurzeln aus dem Westbalkan, aber auch der Türkei haben.

EU-Empfehlung für Drittstaatsangehörige

Zudem ging Schallenberg auf die gestern von der EU vorgeschlagene Öffnung der Grenzen für Drittstaatsangehörige ein. Diese umfasst insgesamt 15 Länder. Die Empfehlung wird Österreich vorerst nicht umsetzen. Demnach bleiben die österreichischen Grenzen für Drittstaatsangehörige weiterhin zu. „Was die Reisefreiheit betrifft, sind wir noch meilenweit von der Normalität entfernt“, so Schallenberg. Weiterhin rät das Außenministerium vor Reisen ins Ausland ab.


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Rivero
© Rivero - (v.l.) Stephan Wächter, Fatemeh Nikayin und Thomas Müller.

Rivero, die europäische Plattform für Zahlungsoperationen, hat heute bekanntgegeben, dass Elevator Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Fonds der Raiffeisen Bank International (RBI), als Investor beim Schweizer Fintech eingestiegen ist. Die Partnerschaft soll Riveros weitere Expansion in Europa unterstützen, mit besonderem Fokus auf die Märkte in Zentral- und Osteuropa. Über die genaue Summe ist nichts bekannt.

Rivero: Kajo und Amiko

Rivero wurde von Thomas Müller, Fatemeh Nikayin und Stephan Wächter gegründet, um Intelligenz und Automatisierung in einige der besonders komplexen operativen Herausforderungen der Zahlungsbranche zu bringen. Die Technologie soll es Finanzinstituten ermöglichen, stark regulierte und ressourcenintensive Zahlungsprozesse zu modernisieren und manuelle Arbeitsabläufe durch intelligente Automatisierung zu ersetzen.

Die Compliance-Plattform von Rivero heißt Kajo und soll die Compliance in Zahlungsnetzwerken vereinfachen, indem sie Updates automatisch verteilt, eine Übersicht auf einen Blick liefert und fragmentierte Dokumente und Anforderungen der Zahlungsnetzwerke in ein KI-gestütztes Wissensverzeichnis verwandelt.

Die KI-gestützte Anwendung Amiko indes bringt agentische KI in das Streitfallmanagement (Dispute Management) und die Betrugsrückgewinnung. Die Lösung sortiere Fälle intelligent vor, koordiniere die nächsten sinnvollen Schritte und automatisiere Dispute-Workflows vom Eingang bis zur Lösung, während sie Agent:innen bei komplexen Fällen anleitet, die menschliche Spezialist:innen erfordern. Das soll Instituten helfen, Gelder schneller zurückzuholen, den operativen Aufwand zu reduzieren und ein besseres Erlebnis für Karteninhaber:innen zu bieten.

„Elevator Ventures von strategischer Relevanz“

Während Rivero in Europa expandiert, konzentriert sich das Unternehmen zunehmend nicht nur auf den Ausbau seiner Technologie, sondern auch auf die Stärkung seiner Position im breiteren europäischen Bankenökosystem. Für die nächste Entwicklungsphase von Rivero sei Elevator Ventures von besonderer strategischer Relevanz: Durch die Verbindung zur RBI Group und das Netzwerk in Zentral- und Osteuropa verfüge Elevator Ventures über umfangreiche Erfahrung darin, Technologieunternehmen, die Finanzinstitute bedienen, zu unterstützen und ihnen bei der Orientierung und Expansion in europäischen Bankenmärkten zu helfen, heißt es.

„Europas Finanzinstitute suchen nach besseren Wegen, zunehmend komplexe Zahlungsoperationen zu managen, und wir sehen eine große Chance, Riveros Technologie zu vielen weiteren Instituten auf dem Kontinent zu bringen“, sagt Thomas Müller, CEO von Rivero. „Da wir nun in die nächste Wachstumsphase eintreten, wollen wir Investor:innen am Tisch haben, die sowohl die Komplexität des Bankgeschäfts als auch die Märkte verstehen, in denen wir tätig sind. Die Expertise von Elevator Ventures im Finanzdienstleistungsbereich und ihr besonders starkes Netzwerk in Zentral- und Osteuropa machen sie zu einem hoch relevanten strategischen Partner für Rivero.“

Maximilian Schausberger, Managing Director bei Elevator Ventures, ergänzt: „Rivero adressiert eine Reihe operativer Herausforderungen, die für Banken und Zahlungsinstitute in ganz Europa immer wichtiger werden. Das Team verbindet tiefgehende Zahlungsverkehrsexpertise mit Technologie, die speziell auf die Anforderungen regulierter Finanzinstitute ausgelegt ist. Wir sehen eine starke Übereinstimmung zwischen Riveros Ambitionen und unserer Erfahrung und unserem Netzwerk im europäischen Bankwesen und freuen uns darauf, das Unternehmen bei seiner weiteren Expansion zu unterstützen.“

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