28.06.2016

Wachstumskurs: Startup ready2order holt Ex-Bankenchef an Board

Das Wiener Startup ready2order hat eine Registrierkassenlösung entwickelt. Für die nächsten Schritte haben die Gründer nun einen erfahrenen Manager als Investor gewinnen können: Der ehemalige Bank Austria Vorstand und derzeitige Mezzanin-Fondsmanager Franz Hörhager wird das junge Unternehmen mit Kapital und Know-How unterstützen.
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(c) Ready2order. Fuchs, Tscheik und Bernhart (v.l.) - die Gründer von ready2order.

Die Registrierkassenpflicht hat viele Unternehmer vor den Kopf gestoßen. Sie verpflichtet Unternehmen mit einem Jahresumsatz über 15.000 Euro und einem Barumsatz ab 7.500 Euro eine Registrierkassa zu verwenden. Für dieses Problem hat das Startup ready2order eine schlanke Lösung entwickelt.

ready2order mit Registrierkassenlösung

Vor mehr als drei Jahren starteten die drei Gründer Christopher Fuchs, Markus Tscheik und Markus Bernhart damit, ein mobiles Kassensystem umzusetzen, das sowohl via Smartphone, Tablet als auch am Computer eingesetzt werden kann. Zusätzlich garantiert eine Cloud-Verbindung die orts- und zeitunabhängige Verwaltung eines jeden Betriebs. Auch administrative Tätigkeiten, wie das Erstellen von Dienstplänen können über das System aktuell gehalten werden. Außerdem können etwa Restaurants ihren Gästen die Möglichkeit einräumen, selbstständig per Smartphone zu bestellen und auch zu bezahlen.

Die Gründer wollten vor allem die Handhabung möglichst einfach gestalten: Über eine passwortgeschützte Website können Produkte, aber auch Dienstleistungen eingepflegt und mit Preisen bzw. Steuersätzen versehen werden, die dann plattformunabhängig boniert werden können. Die Bons können dann über einen mobilen Bluetooth-Drucker ausgedruckt werden. Die Daten werden verschlüsselt und abgespeichert, damit sie zu einem späteren Zeitpunkt wiederhergestellt werden können.

„Unser kleinstes System besteht einfach aus einem Smartphone und einem kleinen Bluetooth-Drucker“, erklärt Bernhart dem Brutkasten in einem früheren Gespräch. Rechnungen können damit auch von unterwegs ausgedruckt werden.

Wachstumskurs

Das Startup, das seinen Sitz am A1 Startup Campus in der Treustraße hat, hat nun einen erfahrenen Investor an Board geholt: Mit Franz Hörhager, dem ehemaligen Bank Austria Vorstand und Mezzanin-Fondsmanager wollen die Gründer nun intensiv ins Wachstum ihres Unternehmens investieren. Über die genaue Höhe des Investments wurde stillschweigen vereinbart.

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Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce
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Es gibt für sie unzählige Einsatzmöglichkeiten, in den vergangenen Jahren dominieren sie aber vor allem eines: die Kriegsberichterstattung. Drohnen sind nicht nur zum Sinnbild für moderne Kriegsführung geworden, sondern auch zu einer Produktkategorie, die europäischen Scaleups mitunter Milliardeninvestments einbringt. Von dieser Kategorie ist das Wiener Startup DropForce aktuell noch weit entfernt, das Konzept, mit dem es antritt, ist aber durchaus ambitioniert und vor allem neu.

Drohne aus dem 3D-Drucker im Van oder Container

„Alle anderen Drohnen-Anbieter haben eine zentrale Fabrik und brauchen für den Bau einer Drohne meistens viel länger als nötig. Wir haben unsere Drohne so konzipiert, dass man sie von überall aus bauen kann”, sagt Jakub Hamdard. Er hat DropForce gemeinsam mit Christian Mühl gegründet. Beide bringen dabei Berufserfahrung aus dem Aerospace-Bereich mit.

Ein weiterer großer Unterschied zu anderen Anbietern: „Bei anderen Drohnen sind die Teile zusammengelötet. Daraus ergeben sich viele Fehlerquellen. Außerdem sind sie stark auf chinesische Bauteile angewiesen, die oft nicht halten, was sie versprechen”, so Hamdard. Die DropForce-Drohne kommt dagegen ohne Löten aus. Die Strukturteile und Module, etwa Kamera-Aufsätze, kommen aus dem 3D-Drucker; Platinen, Motoren und Propeller werden in Europa produziert und vom Startup als Bausatz dazugeliefert. „Man kann die Teile im 3D-Drucker aktuell in ca. 20 Minuten drucken und braucht dann zehn bis 15 Minuten, um die Drohne zusammenzubauen”, sagt der Gründer.

Und dieser Vorgang soll künftig eben nicht in einer einzelnen Fabrik, sondern in kompakten Einheiten direkt beim Kunden passieren, in einem Van oder Container, so die Vision. Denkt man an den DefenseTech-Bereich, heißt das: direkt an der Front. Die Vans bzw. Container sollen dann verkauft, die Produktion lizenziert werden. „Mit dem Van wäre man komplett mobil. Er kann direkt am Einsatzort innerhalb von Minuten Drohnen produzieren, die dann gleich losstarten können”, skizziert Hamdard.

So ein Einsatzort könnte etwa auch der Schauplatz einer Naturkatastrophe sein. In der Kundenansprache fokussiere man aber aktuell primär auf den Verteidigungsbereich. Dort will man, wenn alles nach Plan läuft, um den Jahreswechsel in die ersten Pilotprojekte starten.

Sechsstelliges Investment von BarnVentures und deutscher LNX GmbH

Bereits im Sommer holte sich DropForce für seine Expansionspläne auch ein Investment. BarnVentures rund um Filip Zganjer und die deutsche LNX GmbH stiegen mit einem sechsstelligen Betrag ein und sicherten sich jeweils 20 Prozent am Unternehmen. „Die Idee von einer dezentralen Massenproduktion im Baukasten-System hat mir so gut gefallen. Eine zentrale Produktionsstätte ist in Zeiten wie diesen gefährlich”, kommentiert Zganjer im Gespräch mit brutkasten. Das Startup unterstütze man nun nicht nur mit Geld, sondern auch durch Beratung.

Das Kapital sei bislang vor allem in die Weiterentwicklung, aber auch in Personalkosten geflossen, sagt Hamdard. Zudem sei man aktuell auch im Prozess der Patentanmeldung. Und auch an weiteren Drohnen-Modellen arbeite man bereits. Denn, so die Vision: „Kunden können sich später dann aus einem Portfolio genau die Drohnen aussuchen, die sie gerade brauchen. Wir haben schon einige Ideen, was man machen kann.”

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