11.09.2020

Regierung verhängt ab Montag Maskenpflicht in Gastro, Handel, Schulen & bei Kundenkontakt

Die österreichische Bundesregierung verkündete am Freitagvormittag eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Ab Montag soll in der Gastronomie, in Schulen, dem Handel und bei "Kundenkontakt" das Tragen eines Mundnasenschutzes österreichweit verpflichtend werden.
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Maskenpflicht
(c) BKA - Die Regierung gab heute neue Maßnahmen zum zweiten Lockdwon bekannt Lockdown

Bereits gestern sickerten erste Details durch, nun ist es offiziell bekannt: Ab Montag 00:00 Uhr gilt österreichweit in der Gastronomie, im Handel, Schulen und in allen Formen des „Kundenkontakts“ ein Mund-Nasen-Schutz, das hat die österreichische Bundesregierung am Freitag in einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt angekündigt.

Maskenpflicht und Einschränkungen bei Veranstaltungen

In der Gastronomie soll es für das Personal im Service eine Maskenpflicht geben. Zudem ist die Konsumation von Speisen und Getränken in geschlossenen Räumen nur noch am Sitzplatz möglich. Die Konsumation im Barbereich ist somit nicht mehr möglich.

Weiters thematisierte Kurz die weitere Vorgehensweise in den Schulen. Demnach gilt die Maskenpflicht außerhalb des Klassenverbandes, während des Unterrichts soll sie daher nicht gelten.

Zudem soll es auch weitere Einschränkungen bei Veranstaltungen geben. Ab Montag sind bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze Indoor nur mehr 50 Personen möglich, Outdoor 100 Personen. Eine Ausnahme gibt es hingegen bei Großveranstaltungen, die über ein entsprechendes Sicherheitskonzept und zugewiesene Sitzplätze verfügen. Hier sind Indoor maximal 1500 Personen zugelassen, Outdoor bis zu 3000 Personen.

Pressekonferenz mit Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober, Innenminister Karl Nehammer und Daniela Schmid, Leiterin Abteilung Infektionsepidemiologie der AGES, Sprecherin der Corona-Kommission zur Corona-Ampel.

Gepostet von Bundeskanzleramt Österreich am Freitag, 11. September 2020

Der Bundeskanzler warnte zudem davor, dass es noch zusätzliche Verschärfungen im Falle eines weiteren Anstiegs der Fallzahlen geben könnte. „Das Ende der Fahnstange ist noch nicht erreicht“, so Kurz, der auf die aktuelle Situation in Israel und einen möglichen zweiten Lockdown verwies.

Corona-Ampel aktualisiert

Zudem wurde heute die Corona-Ampel erstmalig aktualisiert, die vor genau einer Woche eingeführt wurde. Neben Wien, Graz und Kufstein werden demnach auch Innsbruck Stadt, Wiener Neustadt, Korneuburg und Schwaz auf gelb gestellt. Linz ist hingegen wieder auf grün.

Aktuell sind somit sieben Regionen auf gelb gestellt, vor einer Woche waren es noch vier Regionen – der brutkasten berichtete über die Einführung und die Funktionsweise.

Der Gesundheitsminister verwies zudem darauf, dass auch in den grünen Zonen keine Entwarnung gegeben sei und appellierte an das Risikobewusstsein der Bevölkerung.


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© brutkasten

Wer Blockchain hört, denkt oft noch immer an Kryptowährungen, Kursentwicklungen und die Spekulationsexzesse der vergangenen Jahre. Dieses Bild greift jedoch zunehmend zu kurz. Nach zwei Tagen beim Proof of Talk in Paris, einem der relevantesten europäischen Treffen für Web3, digitale Assets und Finanzinnovation, ist mein Eindruck vor allem einer: Die Diskussion hat sich fundamental verändert.

Bemerkenswert war dabei weniger die Technologie selbst als die Zusammensetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Neben Gründer:innen und Technologieunternehmen waren Banken, Asset Manager, institutionelle Investoren, Zahlungsdienstleister und Regulatoren präsent. Viele der Gespräche drehten sich nicht mehr um die Frage, ob Blockchain-Technologien künftig eine Rolle spielen werden, sondern darum, wo und wie sie konkret eingesetzt werden können. Die Debatte hat die Nische verlassen und ist in der Mitte des Finanzsystems angekommen.

Genau darin liegt auch die eigentliche Relevanz der Entwicklung. Im Kern geht es längst nicht mehr um Kryptowährungen. Es geht um die Infrastruktur der Finanzwelt von morgen. Diskutiert wurden Themen wie Tokenisierung, Stablecoins, digitale Identitäten, neue Kapitalmarktmodelle und die Frage, wie Finanztransaktionen künftig abgewickelt werden. Viele dieser Entwicklungen stehen noch am Anfang. Dennoch entsteht zunehmend der Eindruck, dass sich hier grundlegende Bausteine einer neuen Finanzarchitektur herausbilden.

Besonders häufig fiel in Paris das Schlagwort Tokenisierung. Die dahinterstehende Idee ist, reale Vermögenswerte digital abzubilden und damit einfacher handelbar, teilbar und zugänglich zu machen. Befürworter sehen darin die Chance auf effizientere Kapitalmärkte und einen leichteren Zugang zu Investitionen. Ob sich diese Vision in vollem Umfang verwirklichen wird, bleibt abzuwarten. Unübersehbar ist jedoch, dass erhebliche Ressourcen und Aufmerksamkeit in diese Richtung fließen.

Für Europa stellt sich dabei eine weit größere Frage als jene nach einzelnen Technologien oder Geschäftsmodellen, nämlich die Wettbewerbsfähigkeit. In den vergangenen Jahren wurde intensiv darüber diskutiert, wie Europa bei künstlicher Intelligenz, Cloud-Infrastruktur oder Halbleitern eine stärkere Rolle einnehmen kann. Weniger Aufmerksamkeit erhält bislang die Frage, wer die Finanzinfrastruktur des digitalen Zeitalters gestaltet.

Dabei sind die Parallelen offensichtlich. Wer die Standards definiert, die Plattformen betreibt und die Infrastruktur kontrolliert, verfügt über einen erheblichen strategischen Vorteil. Wenn Europa digitale Souveränität ernst meint, sollte diese Debatte daher nicht bei KI oder Cloud-Lösungen enden. Sie muss auch den Finanzsektor umfassen.

Die Voraussetzungen dafür wären grundsätzlich vorhanden. Europa verfügt über starke Universitäten, technologisches Know-how, hohe Sparquoten und etablierte Finanzinstitutionen. Gleichzeitig zeigt sich seit Jahren ein wiederkehrendes Muster: Innovationen entstehen häufig in Europa, werden aber anderswo skaliert. Genau deshalb wird es entscheidend sein, Forschung, Unternehmertum, Kapital und Regulierung stärker zusammenzuführen und die Umsetzungsgeschwindigkeit zu erhöhen.

Proof of Talk hat mir vor allem eines vor Augen geführt: Die Diskussion befindet sich an einem anderen Punkt als noch vor wenigen Jahren. Die Frage lautet nicht mehr, ob Blockchain-Technologien jemals relevant werden könnten. Die Frage lautet zunehmend, welche konkreten Anwendungen sich durchsetzen und welche Regionen von dieser Entwicklung profitieren werden.

Ob Blockchain tatsächlich die Finanzwelt grundlegend verändern wird, kann heute niemand mit Sicherheit beantworten. Sicher ist jedoch, dass Banken, Investoren, Unternehmen und Regulatoren diese Möglichkeit mittlerweile ernsthaft diskutieren. Allein das unterscheidet die aktuelle Situation grundlegend von jener vor einigen Jahren.

Gerade deshalb lohnt es sich, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen. Nicht, weil jede technologische Vision Realität wird. Sondern weil in solchen Phasen oft die Grundlagen jener Infrastrukturen entstehen, die Wirtschaft und Gesellschaft über Jahrzehnte prägen. Die nächste Finanzinfrastruktur wird möglicherweise genau jetzt gebaut. Die entscheidende Frage für Europa lautet daher nicht, ob sie kommt, sondern welche Rolle wir dabei spielen werden.

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Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

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  • Ab Montag sind bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze Indoor nur mehr 50 Personen möglich, Outdoor 100 Personen.
  • Corona-Ampel aktualisiert: Zudem wurde heute die Corona-Ampel erstmalig aktualisiert, die vor genau einer Woche eingeführt wurde.

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