14.11.2025
MASKOTTCHEN

refurbed startet TV-Werbekampagne mit neuer Werbefigur „Björn“

Das Wiener Scaleup refurbed legt sich mit Björn, dem Eisbären und dessen Sohn neue Werbefiguren für Werbung in TV und Co zu.
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Die refurbed Co-Founder Peter Windischhofer und Kilian Kaminski mit dem animierten Maskottchen Björn | (c) refurbed
Die refurbed Co-Founder Peter Windischhofer und Kilian Kaminski mit dem animierten Maskottchen Björn | (c) refurbed

Während andere heimische Scaleups bevorzugt mit Spitzensportler:innen als Brand Ambassadors arbeiten, geht refurbed, der Wiener Marktplatz für refurbishte Produkte, nun einen anderen Weg: Es setzt auf einen fiktiven Charakter. Der animierte Eisbär Björn und dessen Sohn sollen künftig in TV-Spots und online als Werbefiguren fungieren. „Kommenden Samstag absolviert Björn bereits seinen ersten Auftritt“, heißt es vom „Soonicorn“ in einer durchaus kreativ verfassten Presseaussendung.

Kampagne soll auf alle elf refurbed-Märkte ausgeweitet werden

Die Video-Clips und Co. werden von refurbed-Creative-Director Nick Wormus im Team von CMO Jonny Ng inhouse umgesetzt, heißt es vom Unternehmen. „Als sympathisches und familienfreundliches Gesicht steht er für refurbed und unsere Werte”, sagt Ng über das neue Maskottchen. Die Kampagne soll in weiterer Folge auf alle elf Märkte des Scaleups ausgeweitet werden.

„Reminder, dass die Art, wie wir leben und wirtschaften, globale Auswirkungen auf uns alle hat“

Um welche Werte es genau geht, erläutert refurbed-Co-Founder Peter Windischhofer: „Uns ist als Marktplatz für professionell erneuerte Produkte aus allen Lebensbereichen wichtig, dass der ernste Hintergrund unserer Mission, nämlich die Kreislaufwirtschaft zu stärken und unseren Konsum nachhaltiger zu machen, auch spielerisch für unsere Kunden und Kundinnen erlebbar wird.“ Der Eisbär als vom aussterben bedrohter Bewohner der Arktis soll „zum Reminder werden, dass die Art, wie wir leben und wirtschaften, globale Auswirkungen auf uns alle hat“, so der Gründer.

Aufsehenerregendes Jahr bei refurbed

Refurbed sorgte dieses Jahr bereits mehrfach für Schlagzeilen. Das 2017 gegründete Scaleup, das zu den am besten finanzierten des Landes zählt, gab im Februar den Abbau von rund 20 Prozent seiner Belegschaft bekannt. Die Rechnung ging dem Vernehmen nach auf: Mit den im April kommunizierten zwei Milliarden Euro Außenumsatz konnte schließlich im Juni das Erreichen der Profitabilität verkündet werden. Und damit nicht genug: Im Oktober holte sich das Unternehmen mit 50 Millionen Euro das bislang größte Investment in Österreich in diesem Jahr.

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„Walter“ kann Ziegel mit einem Gewicht von bis zu 52 kg heben © PORR/Jan Hrdý

Der Bauriese Porr testet auf einer Baustelle in Tschechien, wie weit sich das Mauern automatisieren lässt. Beim Wohnbauprojekt Kladno Living, rund 25 Kilometer westlich von Prag, setzt ein Roboter mit der Bezeichnung WLTR, intern „Walter“ genannt, tragende Wände und Wohnungstrennwände aus plangeschliffenen Akustikziegeln. Das Projekt umfasst fünf Gebäude mit 371 Wohnungen samt Garagenplätzen.

Im Testbetrieb hat das Unternehmen die Maschine bereits seit 2025. Sie hebt Ziegel mit einem Gewicht von bis zu 52 Kilogramm und positioniert sie laut Aussendung millimetergenau auf Basis des digitalen Projektmodells. Zwei Personen bedienen den 2,5 Tonnen schweren Roboter, der auf eine Reichweite von 3,5 Metern kommt und mit 1,5 kW auskommt. Die angegebene Produktivität liegt bei 7,5 Quadratmetern pro Stunde, maximal sind zehn möglich.

Planung ab Tag eins

Entscheidend war aus Sicht des Konzerns, dass „Walter“ schon zu Projektstart eingeplant wurde. Robotik auf der Baustelle verlange eine enge Abstimmung zwischen Planung, Statik, Auftraggeber und Baustellenteam, dazu eine eigene Logistik und ausreichend Bewegungsfläche. Die aktuelle Gerätegeneration schafft nach Angaben des Unternehmens nicht nur lange gerade Wände, sondern auch Ecken und Wandöffnungen.

Der Roboter mauert auf der Baustelle des Projekts Kladno Living in Tschechien © PORR/Jan Hrdý

„Bauen ist und bleibt ein People Business. Unser Ziel ist es nicht, Menschen zu ersetzen, sondern unseren Mitarbeitenden Werkzeuge an die Hand zu geben, die ihnen die besonders schweren Arbeiten erleichtern“, sagt Porr-CEO Karl-Heinz Strauss. Der Roboter arbeite unter Aufsicht geschulter Fachkräfte, der größte Nutzen liege im Übernehmen der körperlich anspruchsvollsten Tätigkeiten.

Zentrale Robotik-Einheit

Koordiniert werden Automatisierungsprojekte gruppenweit über das Team Construction Automation & Robotics (CAR), das robotergestütztes Mauern neben BIM, digitalem Baumanagement und datenbasierten Lösungen verantwortet. Jeder Anwendungsfall entstehe aus einem konkreten Bedarf der Baustelle. Die Erfahrungen aus Kladno sollen in weitere Projekte einfließen, kündigt Dušan Čížek, Geschäftsführer von Porr Tschechien & Slowakei, an. Neu ist die Stoßrichtung nicht: Im brutkasten-Interview „Irgendwann wird der Kranfahrer eine IT-Fachkraft sein“ argumentierte Strauss bereits, dass Robotik das Berufsbild am Bau verschiebt, statt es abzuschaffen.

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