07.09.2022

refurbed Co-Founder übt harsche Kritik an Apple: Pseudo-Neuerungen und Ressourcenverschwendung

Heute Abend stellt der kalifornische Tech-Gigant Apple das neue iPhone 14 vor. refurbed Co-Founder Peter Windischhofer steht dem Produktlaunch kritisch gegenüber.
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refurbed Co-Founder Peter Windischhofer
Peter Windischhofer, Co-Founder des Tech-Scale-Ups refurbed, übt harsche Kritik an neuem Apple iPhone 14.

Am Abend des 7. September 2022 stellt Apple sein neues iPhone 14 vor. In den vergangenen Wochen wurde viel spekuliert, ob der kalifornische Tech-Gigant seine Preise anheben werde. Dies scheint sich zu bewahrheiten: Aufgrund von Inflation und Lieferkettenproblemen wird auch Apple seine Mehrkosten an Käufer:innen weitergeben. Diese Entscheidung trifft auch in Österreichs Tech-Szene auf Unmut.

refurbed Co-Founder: Inszeniertes Marketing erzeugt falsche Vorstellungen 

Peter Windischhofer, Co-Founder des Tech-Scale-Ups refurbed, äußerte sich gestern in einem öffentlichen Statement zum bevorstehenden Apple-Produktlaunch: Der Tech-Gigant arbeite mit “perfekt inszeniertem Marketing” an der realen Lebenssituation seiner Kund:innen vorbei. Mindestens 100 US-Dollar teurer soll das neue iPhone 14 auf den Markt kommen, und das trotz drastischer Teuerungswelle und der höchsten Inflationsrate seit 1975. 

Windischhofer zufolge wären sich mittlerweile auch Tech-Fans bewusst, dass vermeintliche technische Neuerungen neu gelaunchter Apple-Produkte, wie hochwertige Display-Auflösung, bessere Akkuleistung und mehr Speicherkapazität, die höheren Verkaufspreise nicht mehr rechtfertigen. Dennoch würde der Apple-Kult dank gezieltem Marketing und Emotional Branding auch Teuerungswellen und hohen Inflationsraten standhalten.

Ressourcen-Sparen statt künstlichem Aha-Erlebnis

Der refurbed Co-Founder sieht dies als “künstliches Aha-Erlebnis”, das Kund:innen und Apple-Fans eingeredet würde. Es handle sich dabei um unnötige Ressourcenverschwendung, zelebriert auf höchstem Niveau.

Ein neues Smartphone brauche, Windischhofer zufolge, im Schnitt 13.000 Liter Wasser und produziere 76 Kilogramm CO2. refurbed Co-Founder Windischhofer appelliert in seinem öffentlichen Statement an die Verantwortung des Tech-Giganten, der das Wesentliche bislang außer Acht gelassen hat – nämlich „die Umwelt und ihre noch verbleibenden Ressourcen”. Die Ernsthaftigkeit der Situation könne nicht mit einem nachgeschickten Nachhaltigkeitsbericht entschärft werden, so Windischhofer. 

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GoStudent, USA, Ohswald, Müller,
(c) Felix Hohagen - Felix Ohswald und Gregor Müller.

GoStudent-Gründer Felix Ohswald machte vor Kurzem auf sich aufmerksam, als sein Unternehmen die Berlitz Deutschland GmbH übernahm – brutkasten berichtete. Damit setzte er einen weiteren Schritt in die Offline-Strategie des Wiener Unicorns. Nichtsdestotrotz macht er sich weiterhin Gedanken um die Zukunft der Bildung in Bezug auf Künstliche Intelligenz, wie er in seinem gestrigen Gastbeitrag darlegte.

Nun jedoch meldet sich Ohswald per LinkedIn-Post und ruft „smarte Gründer:innen“ dazu auf, sich bei der Initiative „GoStudent Builders“ zu bewerben.

75 zu 25

GoStudent sucht mit dem Programm Gründer:innen, die neue Geschäftsmodelle auf Basis der GoStudent-Infrastruktur aufbauen möchten. Laut Website stehen 14 vorab definierte Problemstellungen zur Auswahl, etwa Abitur und Mittlere Reife in Deutschland bzw. Matura in Österreich für externe Kandidat:innen, Ausschreibungen im öffentlichen Bildungsbereich, Ferienlager oder ein KI-Agent für Lead-Follow-up. Alternativ können Teams eigene Ideen einbringen, sofern diese Umsatz erzielen und auf dem Netzwerk von GoStudent laufen.

Die Teilnehmer:innen halten 75 Prozent an der von ihnen aufgebauten Gesellschaft, GoStudent erhält 25 Prozent. Ein Gehalt gibt es am Anfang nicht, das Einkommen speist sich aus dem Gewinn des Unternehmens und soll als Motivation dienen („build to earn fast“). „Wenn dein Vorhaben funktioniert, gehören dir 75 % des Unternehmens. Wenn es nicht funktioniert, sagen wir dir frühzeitig Bescheid“, schreibt Ohswald per LinkedIn-Post.

Mehrheits-Klausel

GoStudent erhält eine Gebühr auf jene Umsätze, die über seine Kund:innen, Standorte und sein Vertriebsteam laufen. Ab dem dritten Jahr kann das Unicorn laut eigenen Angaben die Mehrheit zu einem vorab vereinbarten EBITDA-Multiple übernehmen, bezahlt in GoStudent-Anteilen statt in bar.

Im Gegenzug stellt GoStudent nach eigenen Angaben Zugang zu mehr als 200.000 Kund:innen und mehr als 850 Standorten bereit, darunter Studienkreis, Lernquadrat und Berlitz. Dazu kommen Lizenzen wie die BAMF-Zulassung sowie Gesellschaften in fünf Ländern. Alle 90 Tage werden Ziele vereinbart, bei wiederholtem Verfehlen endet der Zugang zu Kund:innen und Standorten.

Bewerbungen per Mail

Gesucht werden KI-native Einzelpersonen und Teams mit bis zu drei Personen, bewerben kann man sich per E-Mail an die Co-Founder Felix Ohswald (CEO) und Gregor Müller (COO). Die erste Runde endet am 15. Dezember 2026, Entscheidungen sollen vor Weihnachten fallen, der Start ist für Jänner 2027 geplant.

„Wir haben mehr validierte Geschäftsmöglichkeiten als Menschen, die sie umsetzen können“, erklären Ohswald und sein Co-Founder Gregor Müller ihre Beweggründe für diesen Schritt. „Anstatt für jede einzelne Idee Mitarbeiter:innen einzustellen oder ein Unternehmen aufzukaufen, übertragen wir diese Möglichkeiten an Macher:innen, die etwas Eigenes aufbauen und besitzen wollen. Die meisten Startups scheitern an drei Dingen: daran, die ersten Kund:innen zu gewinnen, die notwendige Infrastruktur und die erforderlichen Lizenzen aufzubauen und Kapital zu beschaffen. Wir nehmen dir alle drei Hürden ab. Du startest mit unseren bestehenden Kund:innen, unseren Standorten, unseren Lizenzen und unseren Daten. Du musst keinen einzigen Cent an Investorengeldern aufbringen.“

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