12.05.2021

Reefmaster: Grazer Startup mixt mit AI ideales Meerwasser für Aquarien

Der Roboter PiPeR von Reefmaster übernimmt die erste wichtige Aufgabe in der Wartung von Meerwasser-Aquarien.
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Das Team von Reefmaster © Lina Mascher/Reefmaster
Das Team von Reefmaster © Lina Mascher/Reefmaster

Meerwasser-Aquarien bieten Fischen eine natürliche Umgebung und sind hübsch anzusehen. Es ist allerdings nicht leicht, eine möglichst natürliche Meerwasserumgebung zu schaffen und genau die ist notwendig, damit ein Mini-Korallenriff im Aquarium wachsen kann. Ein Grazer Startup will das gesamte aufwändige Management automatisieren und entwickelt dazu einen Roboter und künstliche Intelligenz. Reefmaster kümmert sich um alle Nährstoffe, überwacht die Wasserqualität und putzt sogar die Scheiben.

Ein Roboter mit vielen Pipetten

Das Team rund um Gründer und CEO Stefan Kofler konzentriert sich zunächst auf den „PiPeR“ getauften Pipettierroboter. Der sorgt automatisch für eine optimale Zusammensetzung des Wassers. In PiPeR stecken mehrere Pipetten, die Tröpfchentests an einer Probe des Aquariums-Wassers durchführen können. Das geschieht über ein optisches System, das die Farbe der reagierten Flüssigkeit beurteilt – dann wird nachdosiert, bis der richtige Farbwert erreicht ist. Meerwasserwerte wie Kh, Ca, Mg, NO3 und PO4 können so automatisch überwacht und reguliert werden. In einem nächsten Schritt will Reefmaster eine App anbieten, über die PiPeR gesteuert werden kann und mittels künstlicher Intelligenz Daten ausgewertet werden.

Reefmaster Pipetting Robot

Soon we will launch PIPER with an initial crowdfunding-campaign. Stay tuned – seawater aquarium maintenance is going to be revolutionised!!! //Bald starten wir PIPER mit einer ersten Crowdfunding-Kampagne.Bleibt dran – wir revolutionieren die Wartung von Meerwasseraquarien!!!

Posted by Reefmaster on Monday, March 1, 2021

„Management von Meerwasseraquarien revolutionieren“

Pipettierroboter für Aquarien gibt es bereits, das Startup will aber ein ganzes Managementsystem entwickeln. „Mit unserem PiPeR setzen wir den ersten Schritt in Richtung vollautonome Steuerung für die Riffaquaristik. Im Endausbau unseres integralen Systems realisieren wir für den Kunden eine äußerst leistbare Technologie, die existierenden Systemen in allen Komponenten haushoch überlegen ist und das Management von Meerwasseraquarien wirklich revolutionieren wird. So wird man in Zukunft über die Reefmaster App über den aktuellen Status des Aquariums, den nächsten Wartungszeitpunkt und etwaige technische Fehler informiert – und zwar nicht nur zu Hause, sondern auch per Fernzugriff über das Internet“, erklärt Kofler seine Pläne.

Wieviel dieses System kosten wird, hat das Jungunternehmen noch nicht verraten. Demnächst soll aber ein Vorverkauf des Pipettierroboters PiPeR auf Kickstarter beginnen.

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Montage eines Sensors im Bachbett | (c) GMD
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„Naturgefahren frühzeitig erkennen und fundierte Entscheidungsgrundlagen für Behörden und Infrastrukturbetreiber bereitstellen“ – so definiert das Innsbrucker Startup GMD sein Produkt. Dazu hat es mit der KI-gestützten Plattform GeoSenseAI ein ganzes Technolgoie-Portfolio aufgebaut. Das umfasst etwa IoT-Sensoren zur Erkennung von Hochwasser, Verklausungen, Hangbewegungen und Steinschlag, seismische Sensorik zur Überwachung instabiler Felsbereiche, Wetterstationen für hochalpine Standorte, Monitoring von Wasserressourcen und Quellen und KI-gestützte Analyse von Besucher- und Personenströmen. Über die Cloud-basierte Plattform erfolgen dann Visualisierung, Modellierung und Alarmierung.

„Naturgefahren kennen keine Staatsgrenzen“

Damit war das 2024 gegründete Unternehmen, das als „Verified Social Enterprise“ eingetragen ist und unter anderem mit Infineon kooperiert, schon bislang über die Landesgrenzen hinaus aktiv – etwa über eine Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein (brutkasten berichtete). Nun erfolgte mit der Eröffnung eines Standorts im Technopark Graubünden im Schweizer Landquart und der Gründung einer Schweizer Tochtergesellschaft der nächste Expansionsschritt. Dabei startete man bereits ein erstes Pilotprojekt mit dem Schweizer Bahnbetreiber Rhätische Bahn.

Ein Pegelsensor von GMD | (c) GMD

„Naturgefahren kennen keine Staatsgrenzen – unsere Technologien dürfen daher ebenfalls nicht an Landesgrenzen enden. Mit der Gründung der GMD Swiss GmbH schaffen wir die Grundlage für eine enge Zusammenarbeit mit Schweizer Partnern und stärken unsere Präsenz im gesamten Alpenraum“, kommentiert Geschäftsführer Steve Weingarth. Der Standort Landquart sei „weit mehr als ein Vertriebsbüro“. „Er wird zu einem zentralen Innovations- und Entwicklungsstandort für intelligente Lösungen zur Prävention alpiner Naturgefahren und bildet einen wichtigen Baustein unserer internationalen Wachstumsstrategie“, so Weingarth.

Finanzierungsrunde für Expansionsstrategie

Die unmittelbare Nähe zu Forschungsinstitutionen, Infrastrukturbetreibern und öffentlichen Einrichtungen am Standort schaffe ideale Voraussetzungen für die gemeinsame Entwicklung neuer Technologien im Bereich der Klimaresilienz und Naturgefahrenprävention, heißt es von GMD. „Graubünden zählt zu den Regionen Europas, die besonders stark von Naturgefahren betroffen sind und gleichzeitig über eine hochentwickelte Infrastruktur verfügen. Damit bietet der Kanton ideale Bedingungen, um innovative Sensorik und digitale Frühwarnsysteme unter realen Einsatzbedingungen zu entwickeln, zu testen und weiterzuentwickeln.“

Langfristig verfolge man den Aufbau eines grenzüberschreitenden „Alpine Data Hub“, der Umwelt-, Sensor- und Geodaten aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und Italien zusammenführt. In den kommenden Jahren sollen weitere Standorte „entlang der Alpenachse“ entstehen. Dazu befinde man sich aktuell auch im Closing einer Seed-Finanzierungsrunde. Schon für Anfang 2027 sei ein weiteres Investment geplant.

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