04.11.2019

Recht ohne Anwälte? Mythos Legal Tech aufgeklärt

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Der „Roboter-Anwalt“ – Zukunftsvision oder reine Fiktion?

Können digitale Lösungen im Rechtsbereich den Berufs des Rechtsberaters ersetzen oder fungieren sie als reine Ergänzung, um Produktivität zu erhöhen und Fehlerquellen zu minimieren? Und wie steht der Kunde dem „Roboter- Anwalt“ gegenüber? Kann Rechtsberatung auch ohne menschliche Komponente über künstliche Intelligenz funktionieren?

Gerade im Bereich Legal Tech kann es zu emotionalen Debatten kommen, inwiefern digitale Lösungen den Menschen beeinflussen oder gar ersetzen können und sollten. Klar ist aber, dass in der Entwicklung auf ein Zusammenspiel von Mensch und Maschine abgezielt werden muss. Denn das Potenzial für Lösungen, die die tägliche Arbeit von Juristen erleichtern, ist groß. Jedoch gerade in dieser Branche muss in den Kunden erst Vertrauen geweckt werden, um sie zu gewinnen und zu halten. Dieses Vertrauen in die KI fehlt jenen momentan aber noch.


PODIUMSDISKUSSION: Recht ohne Anwälte? Mythos Legal Tech aufgeklärt

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus dem Rechtsbereich werden die beschriebenen Trends, Ansätze und aktuelle Entwicklungen beim brutkasten Roundtable ohne Tabus diskutiert. Mit am Podium sind:

  • Andreas Balog | Geschäftsführer Arbeiter-Samariter- Bund und Vorstand Unternehmensjuristen
  • Nassim Ghobrial | Head of Marketing, PR & Business Development PHH Rechtsanwälte
  • Max Kindler | Gründer des Startups „In Case of“
  • Philip Rosenauer | Rechtsanwalt, PHH Rechtsanwälte
  • Simon Schützeneder | Leiter Rechtsabteilung Bombardier Services CEE
  • Kathrin Shahroozi | Co-Founderin Legal Tech Initiative Austria


AGENDA

18:30 Uhr | Einlass

19:00 Uhr | Welcome

19:15 Uhr | Podiumsdiskussion

20:00 Uhr | Networking & Food & Drinks


Hard Facts

Wann? 21.11.2019 | 18:30 bis 21:00 Uhr

Wo? PHH Rechtsanwälte, Julius-Raab-Platz 4/ 4. Stock, 1010 Wien

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Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) | (c) Sandro Halank via Wikimedia Commons
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Im Vergleich zu Österreich hatte Deutschland die Nase bei Startup-Finanzierungen auch in Relation zur Gesamtbevölkerung zuletzt deutlich vorne. Im Vergleich zu den USA steht Österreichs großes Nachbarland aber vor demselben Problem, das auch hierzulande nur allzu gut bekannt ist: Während die Frühphasenfinanzierung im Land noch recht gut abgedeckt werden kann, sind die großen Kapitalbeträge für spätere Wachstumsphasen oft nur in Übersee zu holen – und das immer wieder in Verbindung mit einer Verlegung des Firmensitzes.

„Deutlich mehr privates Kapital“

„Mein Ziel ist, dass die Weltmarktführer von morgen in Deutschland gegründet werden und hier groß werden können“, sagte der deutsche Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil nun gegenüber der Nachrichtenagentur „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND) im Vorfeld eines Treffens mit der ostdeutschen Startup-Szene. Mit besseren steuerlichen Bedingungen für Startup-Investments wolle die deutsche Regierung daher dafür sorgen, „dass deutlich mehr privates Kapital in junge, innovative Unternehmen fließt“.

Zuletzt große Budget-Zusagen für staatliche Finanzierungsvehikel

Zudem sollen größere Startup-Finanzierungen durch deutsche Staatsfonds mehr privates Kapital mobilisieren. Dazu stehen mehrere Vehikel bereit, die zuletzt mitunter Budget-Zusagen im neun- bis zehnstelligen Bereich bekommen haben, etwa „Scale-up Direct“ von KfW Capital, für das bis Ende 2030 eine Milliarde Euro vorgesehen ist, womit Einzelinvestments bis zu 50 Millionen Euro umgesetzt werden können.

Beteiligungsfreibetrag in Österreich weiterhin nur am Wunschzettel

Wie die angedachten steuerlichen Begünstigungen konkret aussehen sollen, ist aktuell noch nicht bekannt. Ein typisches Modell wäre ein Beteiligungsfreibetrag nach Vorbild des Vereinigten Königreichs, wie er auch von den österreichischen Startup-Stakeholdern seit Jahren gefordert wird. Hierzulande schaffte es diese Maßnahme abermals nicht ins laufende Regierungsprogramm – dem Vernehmen nach vor allem wegen Widerständen des Koalitionspartners SPÖ. Dass nun im Nachbarland mit Lars Klingbeil ein sozialdemokratischer Minister einen solchen Vorschlag von sich aus aufs Tapet bringt, ist in diesem Kontext durchaus bemerkenswert.

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