07.03.2023

Rebranding: Vulva Shop bekommt neuen Namen

In einem großangelegten Rebranding-Prozess positioniert sich das Wiener Startup "Vulva Shop" neu und ergründet dabei neue Geschäftszweige.
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Vulva Shop, Caritas, Weihnachten, Geschenke, feministische Geschenke
(c) Vulva Shop - Das Vulva Shop-Team (v.l.) Marlene Frauscher, Sofia Surma und Clemens Otto.

Vulva Shop wird zur „Vulva Shop – Womxn Empowerment GmbH“ und richtet den Fokus auf Community Building. Mit dem Rebranding will sich das Startup als Anlaufstelle für Feminist:innen und weibliche Unternehmer:innen positionieren.

Empovver als neuer Überbau

Teil des Rebranding ist, dass der Vulva Shop nur noch ein Baustein des großen Online-Portals „Empovver Community“ ist. Dieses sieht sich als Online-Community für Feminist:innen, Womxn Creators und solche, die es noch werden wollen.

„Unsere Vision war immer schon größer als ein Online Shop. Wir wollen Menschen empowern, ein selbstbestimmtes Leben zu leben – unabhängig von ihrem Geschlecht“, sagt Gründerin Sofia Surma. Vulva Shop bleibt dabei als Marketplace genauso erhalten, wie der „C’est La V Podcast“. Empovver wird dabei als neuer Überbau fungieren.

Neues Logo symbolisiert Vielfalt

Co-Founderin Marlene Frauscher verspricht zudem, dass das Design der Marke nun „bolder, frecher und selbstbewusster“ werde. Die Empovver-Community soll demnach ein Ort des „Zusammenkommens und des Austausches“ werden.

Auch Optisch hat sich das Startup im Rebranding-Prozess verändert. „Die verschiedenen Schriftarten der Buchstaben im Logo stehen für Vielfalt und Intersektionalität. Denn Diskriminierung passiert nicht nur aufgrund von Geschlecht, sondern auch aufgrund von Hautfarbe, Religion und Sexualität“, sagt Katja Hatvan von Studio Sesenta, die den Prozess begleitet hat. Die zwei aneinander-gelehnten Vs im Logo sollen demnach Solidarität und Gemeinschaft symbolisieren.

Ziel von „Vulva Shop – Womxn Empowerment GmbH“ ist es nun mit neuem Namen und neuer Marke breiter aufgestellt zu sein. Clemens Otto, Co-Founder und CTO, blickt dabei schon auf das erste Projekt im Herbst, welches mit einer web3-Integration live gehen wird.

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Das unbemannte Überwasserfahrzeug Variant 7 von Blue Ops, der Marine-Sparte von Red Cat. Laut Red Cat wird es von einem Motor von Steyr Motors angetrieben | © Red Cat Holdings / Blue Ops

Der US-Drohnenspezialist Red Cat Holdings (NASDAQ: RCAT) will die Steyr Motors AG übernehmen. Wie Red Cat am Montag mitteilte, legt das US-Unternehmen ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien vor. Der Angebotspreis soll 39 Euro je Aktie in bar betragen, ein Aufschlag von 28,9 Prozent auf den Schlusskurs vom 16. Oktober. Steyr Motors zählt zu Europas führenden Herstellern von Hochleistungsmotoren für Defense-Spezialfahrzeuge und maritime Anwendungen sowie von Hilfsaggregaten für Kampfpanzer und Lokomotiven. Red Cat bietet Drohnen- und Robotiklösungen für Verteidigung und nationale Sicherheit an, darunter auch unbemannte Wasserfahrzeuge.

Ganz neu ist die Annäherung nicht: Beide Unternehmen hatten bereits unverbindliche Gespräche geführt, die im Juli 2026 beendet wurden. Nun wurden sie laut Aussendung wieder aufgenommen und haben zu einem vollständig finanzierten Barangebot geführt.

B&C und Cassutti dienen an

Die Ankeraktionärin B&C Holding Österreich GmbH hat sich unwiderruflich verpflichtet, ihre rund 15 Prozent am Grundkapital anzudienen. Auch CEO Julian Cassutti will seine eigenen Steyr-Aktien im Rahmen des Angebots andienen. Der Vollzug setzt voraus, dass Red Cat zum Ende der Annahmefrist mindestens 50 Prozent plus eine Aktie hält; zudem sind behördliche Genehmigungen in Österreich, Italien, Australien und dem Vereinigten Königreich erforderlich. Die Annahmefrist soll am 18. Dezember 2026 um 17:00 Uhr MEZ enden.

Red Cat will Steyr Motors laut Aussendung als österreichisches Kompetenzzentrum erhalten und ausbauen. Die Belegschaft soll bleiben, Fertigung sowie Forschung und Entwicklung verbleiben am Standort. „Wir sehen Österreich als zentral für die Zukunft des Unternehmens”, erklärt Red-Cat-CEO Jeff Thompson. Cassutti, der 2022 als CEO eingestiegen war und unter dem 2024 der Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte, spricht vom nächsten Kapitel der Unternehmensentwicklung: „Zugleich steht Red Cat uneingeschränkt hinter unserem Standort und unseren Mitarbeitenden.” Der Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Rolf Wirtz beurteilt die Transaktion vorbehaltlich der Prüfung der Angebotsunterlage positiv.

Einordnung: Viel Absicht, wenig Garantie

Mit Steyr Motors würde ein Zulieferer für Kampfpanzer, Militärfahrzeuge und Marineanwendungen in den Besitz eines US-Unternehmens übergehen, Behörden in vier Ländern müssen zustimmen. Das Standortbekenntnis ist in der Aussendung als Absicht formuliert, eine vertragliche Garantie nennt sie nicht; das mittelfristige Potenzial von Steyr als europäischer Ankerpunkt will Red Cat erst „prüfen”. Und mit den rund 15 Prozent der B&C ist die Schwelle von 50 Prozent noch nicht erreicht. Bis Mitte Dezember bleibt der Ausgang offen.

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