10.09.2021

Ray-Ban Stories: Facebooks Smart Glasses sind mehr Glasses und weniger smart

Sie sieht nahezu aus, wie jede andere Ray-Ban-Brille und hat einen beschränkten, alltagstauglichen Funktionsumfang. Genau das könnte die seit Jahren heraufbeschworene Ära der Smart Glasses einläuten.
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Facebook: Die Ray-Ban Stories in Aktion
(c) Facebook: Die Ray-Ban Stories in Aktion

Es gibt Dinge, die brauchen ein bisschen. Zum Beispiel Videotelefonie. In fast jedem Science Fiction-Film unserer Kindheit und Jugend war sie allgegenwärtig, als sie dann aber kam, floppte sie zunächst. Doch mit der Zeit setzte sich das Prinzip doch durch. Spätestens seit Start der Pandemie wissen die meisten Menschen endgültig um ihre Vorzüge Bescheid. Gewiss nicht ganz so verbreitet, aber doch präsent, war in der Fantasie der Utopisten auch die Technologie der Smart Glasses. Die Flops der vergangenen Jahre sind bekannt. Doch auch hier könnte sich das Blatt wenden. Facebook bringt mit den „Ray-Ban Stories“ einen Kandidaten, der ausgerechnet damit punktet, dass er es nicht mit dem smart Sein übertreibt.

Ray-Ban Stories: Nicht mit First Movern sondern mit Stylern zum Durchbruch?

Denn anders als andere Smart Glasses haben die Ray-Ban Stories keine AR-Funktion. Sie haben eingebaute Kopfhörer, eine Voice-Steuerung, man kann mit ihnen telefonieren, sie haben zwei (laut Testern nicht besonders überzeugende) Kameras, um Fotos und Videos zu machen, die via Smartphone-App geteilt werden können und das war es auch schon. Dafür schauen sie nicht nerdig aus. Im Gegenteil: Sie unterscheiden sich äußerlich nur minimal von den Standard-Modellen der Edel-Brillen-Marke, die zum französischen Konzern EssilorLuxottica gehört. Und unterschiedliche verfügbare Designs sollen dafür sorgen, dass der Geschmack möglichst vieler Menschen getroffen wird.

Der Style-Faktor war mit Blick auf die jüngere Geschichte schon öfter ausschlaggebend für den Durchbruch von Technologien, etwa beim iPhone, das neben anderen Vorteilen vor allem einfach besser aussah als bereits bestehende Smartphones wie das Blackberry. Auch wenn man sich etwa über die Sinnhaftigkeit der Kameras der Ray-Ban Stories gewiss streiten kann, bringen sie einen ganz entscheidenden neuen Faktor auf den Smart Glasses-Markt: Sie sprechen eine breite, nicht außergewöhnlich technologieaffine Zielgruppe an. Für First Mover ist diese Brille wohl eher nichts. Dafür für modebewusste Menschen, die einen Vorteil darin sehen, ihre Ray-Ban gleich auch als Headset nutzen zu können. Beim nächsten Modell sind diese dann aber vielleicht für weitere Features bereit – und irgendwann auch für AR.

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MyPilz Team mit Gründern Wolfgang Hinterdobler (l.) und René Lux (r.) © MyPilz

Das vor vier Jahren gegründete Startup MyPilz hat es sich zum Ziel gesetzt, das wirtschaftliche und ökologische Potenzial von Pilzen in die industrielle Anwendung zu bringen. Ermöglicht wird dies laut Unternehmen durch den technologischen Fortschritt der letzten Jahre: Dank gesunkener Kosten in der DNA-Sequenzierung lassen sich Pilzstämme heute präzise bis auf die Ebene des Individuums bestimmen, erklärt Gründer René Lux im brutkasten-Interview.

Angewandte Mykologie für die Kreislaufwirtschaft

Das biologische Reich der Fungi bietet laut Gründer Rene Lux enorme, bisher kaum genutzte Potenziale für die Wirtschaft. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von Verpackungsmaterialien und Plastikersatz über den Einsatz in der Bau- und Textilbranche bis hin zur gezielten Bodenentgiftung und dem Biomassemanagement.

Pilze agieren hierbei als essenzielle Zersetzer im Ökosystem. Um die Vernetzung zwischen internationaler Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern, veranstaltet das Startup zudem die biennale Eventreihe „Pilzfestspiele“, die auch 2027 wieder in Wien über die Bühne gehen werden.

Das Geschäftsmodell: Drei Säulen im Untergrund

Das Geschäftsmodell von MyPilz ruht laut Lux im Wesentlichen auf drei Säulen:

  • Consulting & IP: Das siebenköpfige Team unterstützt etablierte Unternehmen und Startups bei der Entwicklung von Innovationen und begleitet sie bei Förderprojekten.
  • Laboranalytik: Mittels DNA-Metabarcoding bietet das Startup standardisierte Boden- und Schadbildanalysen an. Diese Daten nutzen unter anderem NGOs, staatliche Organisationen sowie die Landwirtschaft.
  • Education: Neben Ausbildungsprogrammen und Initiativen im Bereich Bildung vertreibt MyPilz ein ökologisches Brettspiel im deutschsprachigen Raum.

„Wir produzieren nicht ein Produkt und suchen uns dann einen Markt, sondern wir finden ein Problem und einen Partner und lösen dann dieses Problem durch Innovation“, erklärt Lux den strategischen Ansatz des Unternehmens. Zu den Kund:innen und Projektpartner:innen zählen unter anderem, das für sein Fungi Pad bekannte Startup Hermann.Bio und das Entsorgungsunternehmen öKlo. Für das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft erstellte das Startup zudem eine Potenzialstudie.

Gründer René Lux mit dem „Pilzfest“ Brettspiel

Cashflow-Stabilität und AWS-Wachstumsfinanzierung

Nach einer ersten Seed-Finanzierung durch Family and Friends sowie strategische Mentoren-Investoren trägt sich die operative Basis des Startups seit dem elften Monat selbst. Im ersten Geschäftsjahr erwirtschaftete MyPilz einen sechsstelligen Umsatz, der laut Angaben des Unternehmens seither jährlich annähernd verdoppelt werden konnte.

Da die Grundkosten über den eigenen Cashflow gedeckt sind, verzichten die Gründer aktuell auf die Abgabe weiterer Unternehmensanteile. Um das geplante Wachstum, darunter die Erweiterung des Teams und der Ausbau eines größeren Labors an einem neuen Standort, zu finanzieren, setzt MyPilz auf Fremdkapital. Dieses wurde unter anderem durch das Double-Equity-Programm der Förderbank AWS mit 250.000 Euro vor einigen Wochen erfolgreich gehebelt und durch langjährige Nachrangdarlehen der bestehenden Gesellschafter:innen auf 400.000 Euro erhöht.

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