22.09.2017

Ratgeber: Der ultimative Marketing Automation Guide

Was ist Marketing Automation? Im ersten Teil der neuen Ratgeberserie wollen wir dieser Frage nachgehen, um unsere Leser dabei zu unterstützen effizienter zu werden. Schritt für Schritt erklärt Anna Steinacher, die Co-Founderin der Reiseführer-Plattform insight.trips, wie man alle Online Aktivitäten ganz einfach und automatisiert mit der Hilfe von Marketing Automation organisieren und managen kann und damit ganz nebenbei auch die Sales steigert.
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Pflanzenicon Credits: Plant made by Freepik from www.flaticon.com

Was ist Marketing Automation? Der Grundgedanke von Marketing Automation ist es, Website-Besucher, die Interesse am Produkt bekunden, solange „zu pflegen und aufzuziehen“ bis aus diesen Besuchern schließlich Kunden werden. Vergleichbar ist dieser Prozess mit dem Aufziehen einer Pflanze. Nicht umsonst trägt dieser Prozess auch die Bezeichnung „Lead Nurturing“ (Leads Pflegen). Die Idee dahinter ist folgende: Die richtigen Leute sollen zur richtigen Zeit, mit der richtigen Botschaft, über die richtigen Kanäle erreicht werden – und das vollkommen automatisiert.

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Was sind die Vorteile?

  1. Personalisierung: Durch Marketing Automation können personalisierte Inhalte an die richtigen Personen, zur richtigen Zeit, über den richtigen Kanal ausgespielt werden.
  2. Monitoring der Marketing Aktivitäten: Marketing Automation ermöglicht eine genaue Messbarkeit über die Performance der einzelnen Aktivitäten. Fragen wie „Wie viele Leute öffnen unseren Newsletter? Wer sind meine Website-Besucher? Wo springen die Kunden bei einer Bestellung im Online Shop ab?“ können leichter als je zuvor beantwortet werden
  3. Automatisiertes Testen von Kundenansprachen: Wie spreche ich meine Kunden am besten an? Wie oft sollte ich E-Mails verschicken? Wann verschicke ich die E-Mails, um die höchste Öffnungsrate zu erreichen? Wie gestalte ich meine Website, um die Kunden zum Kauf zu bewegen?

Das alles mag anfangs sehr abstrakt klingen. Aus diesem Grund wird immer wieder anhand von Beispielen meines Startups „insight.trips“ aufgezeigt, wie das theoretisch besprochene in die Praxis umgesetzt werden kann:

Die hypothetische Persona Tina ist auf der Suche nach einem passenden Geburtstagsgeschenk für eine Freundin, die Reisen liebt. Sie öffnet Google und startet eine Suchanfrage. So findet sie die Website insighttrips.net auf der sie ganz einfach für ihre Freundin einen personalisierbaren Reiseführer zusammenstellen kann. Tina erkundigt sich auf der Website genauer über die Angebote und nach ein paar Minuten verlässt sie die Seite wieder. Im Hintergrund wurde inzwischen automatisch ein Cookie oder ein sogenanntes Tracking Pixel, ein 1×1 Pixel großes Bild, heruntergeladen. Auf diesem werden jegliche Daten wie ihr Informations- und Mediennutzungsverhalten und ihre Präferenzen gespeichert. Dieses Sammeln von Informationen wird auch als Tracking bezeichnet.

Tina ist nun in der Kundendatenbank als Besucher eingetragen. Als sie der Website ein paar Tage später einen weiteren Besuch abstattet, kann ihr insight.trips durch die Daten, die durch das Tracking Pixel generiert wurden, ein auf sie zugeschnittenes Angebot und personalisierte Inhalte unterbreiten. Dieses Angebot könnte folgendermaßen aussehen: Bereits beim Öffnen der Website wird ihr ein Ratgeber mit den schönsten Do-It-Yourself Reise- und Geschenksideen vorgeschlagen, den sie sich gegen die Angabe ihres Namens und der E-Mail Adresse downloaden kann. Durch den Eintrag des Namens und ihrer E-Mail Adresse in die Datenbank konvertiert sie von einem normalen Besucher zu einem sogenannten Lead.

Per E-Mail erhält sie eine Willkommensnachricht mit einem Rabattcode für ein kostenloses Geschenk aus dem Shop bei Kauf eines Reiseführers. Sie stellt nun für ihre Freundin den Reiseführer zusammen, sucht sich ein gratis Produkt aus dem Shop aus und bestellt es.

Da es mehr kostet, einen neuen Kunden zu akquirieren als einen bereits bestehenden Kunden zu erhalten, möchte insight.trips den Kontakt mit Tina auf keinen Fall abreißen lassen. Regelmäßig erhält Tina auf ihre Interessen zugeschnittene Newsletter und Content-Snippets. Das Unternehmen kann dabei nachverfolgen, welche E-Mails geöffnet wurden und welche nicht. Basierend auf diesen Erkenntnissen kann weiter differenziert werden, welchen Content Tina von insight.trips zukünftig erhält. Da Tina selbst auch gerne reist, hat sie inzwischen die Facebookpage und Instagram Page abonniert und erzählt auch ihren Freunden und Bekannten von der Marke. Sie wird so zur Markenbotschafterin.

Das Ganze klingt nach viel Arbeit? Ist es nicht! Denn all das läuft dank Marketing Automation vollkommen automatisiert ab!
In jeder Folge meiner Ratgeberserie für den Brutkasten werden nun Schritt für Schritt jegliche, relevante Bereiche der Marketing Automation erarbeitet und vorgestellt, um sie erfolgreich im eigenen Startup oder jungen Unternehmen zu implementieren. In der nächsten Folge werde ich für euch die Frage “Wie erstelle ich eine Buyer Persona und wofür brauche ich sie?”, beantworten.

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Hannah Wundsam, Hansi Hansmann, Kilian Kaminski, Alexander Klinger, Oliver Holle, Verena Eugster, Hans Harrer & Georg Kopetz

Die Verhandlungen zur langersehnten EU Inc. biegen auf die Zielgerade ein. Auf Basis des Kommissionsentwurfs vom 18. März 2026 geht es nun um die finale architektonische Ausgestaltung der neuen europäischen Rechtsform. In dieser entscheidenden Phase wendet sich AustrianStartups gemeinsam mit führenden Vertreter:innen aus Wirtschaft, Praxis und Lehre in einem offenen Brief an Justizministerin Anna Sporrer. Die zentrale Sorge des Ökosystems: Das Projekt könnte durch das Lobbying nationaler Partikularinteressen ausgehöhlt werden.

Unterzeichnet wurde das Schreiben unter anderem von Hans Harrer (Senat der Wirtschaft), Business Angel Johann (Hansi) Hansmann, EU-INC-Initiator Andreas Klinger, Oliver Holle (Speedinvest), Kilian Kaminski (refurbed), Verena Eugster (Junge Wirtschaft) und Georg Kopetz (TTTech).

Wachstumsunternehmen brauchen den europäischen Binnenmarkt

Hintergrund des Vorstoßes ist die zunehmend kritische globale Wettbewerbsfähigkeit Europas. Ohne eine sofortige Steigerung der Produktivität und Innovationskraft, so der Tenor des Schreibens mit Verweis auf den Draghi-Report, müsse Europa langfristig zwischen Wohlstand, sozialer Absicherung und geopolitischer Souveränität wählen. Für heimische Startups, die laut aktuellen Daten rund 42 Prozent ihres Umsatzes im Ausland erzielen, sei ein funktionierender europäischer Standard daher eine unmittelbare Standortfrage, betont man im Schreiben.

Hannah Wundsam, CEO von AustrianStartups, hebt dabei die Notwendigkeit eines echten Binnenmarkts hervor: „Freie Sitzwahl ist kein Schlupfloch, sondern das Fundament eines funktionierenden europäischen Standards. Wenn Gründerinnen und Gründer zwar ein gemeinsames Label bekommen, aber de facto wieder 27 unterschiedliche Einstiegspunkte vorfinden, verfehlt die EU Inc. einen wesentlichen Teil ihres Ziels.“ Ohne diese Standardisierung drohe eine weitere Abwanderung in ausländische Rechtsformen, wie etwa die in der Skalierungsphase häufig genutzte US-amerikanische Delaware Inc.

Drei konkrete Forderungen für die EU Inc.

Um einen derartigen Fleckerlteppich zu verhindern, ersuchen die Unterzeichner:innen das Justizministerium, sich auf europäischer Ebene für drei Punkte einzusetzen:

  1. Die freie Wahl des Registrierungssitzes innerhalb der EU muss gewahrt und durch ein striktes Nicht-Diskriminierungsprinzip rechtlich abgesichert bleiben.
  2. Die Rechtsform soll ohne Umsatzgrenzen oder künstliche Größenbeschränkungen für alle Unternehmen uneingeschränkt offenstehen.
  3. Es bedarf eines zentralen digitalen Registers für volldigitale Gründungen innerhalb von 48 Stunden inklusive direkter Kontoeröffnung sowie strenger KYC/AML-Standards zur Geldwäscheprävention.

Kapitalbeschaffung und Skalierung erleichtern

Neben operativen Erleichterungen geht es im Kern auch um den Zugang zu Wachstumskapital. Investor Johann (Hansi) Hansmann betont: „Die EU Inc. ist nicht nur für Gründerinnen und Gründer ein Wachstumsmotor, sondern macht es auch für Investoren leichter zu investieren. Wir müssen alles tun, um Zugang zu Kapital leichter zu machen, und die EU Inc. ist ein wichtiger Baustein dazu.“

EU-Inc.-Initiator Andreas Klinger warnt abschließend vor den geopolitischen Folgen für den Standort: „Kein europäisches Land ist alleine groß genug, um gegenüber den USA und China wettbewerbsfähig zu sein. Nur paneuropäisch haben unsere Gründer:innen eine Chance. Entweder Österreichs Unternehmer:innen haben in ihrem eigenen Land die Möglichkeit, von den besten Investoren der Welt Geld zu bekommen, oder sie werden dorthin gehen, wo das möglich ist. EU–INC ist der paneuropäische Standard, der die Möglichkeit schafft, auch von Österreich aus Weltführer zu bauen.“

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