08.11.2022

Rapper RAF Camora und Neoh bringen gemeinsamen Snack heraus

Das Food-Startup Neoh erweitert ab sofort seine Produkt-Range in Kooperation mit RAF Camora.
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RAF Camora, Neoh, Drageelinos
(c) wikimedia/Pascal Kerouche/Neoh - RAF Camora: "Ich finde das Produkt ist unglaublich gut gelungen."

Knapp ein halbes Jahr nach dem Investment des Wiener Rappers RAF Camora präsentiert das heimische, auf zuckerfreie Süßwaren spezialiserte Food-Tech eine gemeinsame Produkt-Innovation.

RAF Camora und Neoh: Kooperation bringt Drageelinos

„Ich habe in die Firma Neoh investiert, nicht nur, weil ich ein Fan ihrer Riegel bin, sondern weil ich auch ihre Vision gut finde. Zusammen haben wir eine Idee entwickelt – inspiriert von dragierten Keksen – die ich seit meiner Kindheit sehr gerne esse und wir wollten diese ohne Zucker rausbringen, deswegen Drageelinos“, erklärt RAF Camora und meint weiter: „Ich finde das Produkt ist unglaublich gut gelungen und freue mich, dass wir diese Wiener Sache jetzt bald auch nach Deutschland bringen werden. Wir starten diese Woche in Österreich und arbeiten parallel auch an der Schweiz. Deutschland kommt dann Anfang nächsten Jahres dazu.“

Zucker-Alternative Enso 16 als Basis

Basis ist hierbei die von Neoh entwickelte Zuckerersatz-Formel Enso 16, die als Zucker-Alternative kaum Auswirkungen auf die Blutzucker-Kurve haben soll.

Raf Camora, Neoh, Drageelinos
(c) Neoh – Die „Drageelinos“ sind so lange der Vorrat reicht bei Billa und Billa Plus erhältlich.

„RAF ist ein toller Wegbegleiter mit den gleichen ambitionierten Zielen wie wir. Die Vorfreude auf den Launch ist enorm und wir rechnen mit großem Andrang“, sagt Neoh-Gründer und Geschäftsführer Manuel Zeller über das gemeinsame Projekt. „Was es jetzt braucht, ist gute Vorbereitung, um für den Hype gerüstet zu sein.“

Dritter Nicht-Riegel

Die Drageelinos gibt es ab dem zehnten November, solange der Vorrat reicht österreichweit bei Billa und Billa Plus. Zudem wird auch der Online-Shop von Neoh in den nächsten Wochen mit Ware ausgestattet. Die Drageelinos sind neben den Chocolate Bites sowie dem Hazelnut Crunch das dritte Produkt des Startups außerhalb des Riegel-Sortiments.

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Empovver,
(v.l.) Clemens Otto, Sofia Surma und Marlene Frauscher von Empovver © Isabella Simon

Bevor die Schließung offiziell verkündet wurde, griff Sofia Surma von Empovver persönlich zum Hörer. Die Mitgründerin der Online-Plattform wollte den „Women Creators“, also den Partnerinnen auf der Plattform, die Nachricht persönlich überbringen. Es folgten intensive Telefonate, die die Mitgründerin als „bittersweet“ beschreibt. „Man merkt einfach, was man für eine Verantwortung hat“, reflektiert die Gründerin im brutkasten-Interview. Für Surma wurde der tatsächliche Impact von Empovver in diesem Moment noch einmal deutlich spürbar: „Man generiert Geld für die Women Creators. Für die Person ist das einfach ein regelmäßiges Einkommen, auf das sie sich verlassen hat.“

Bewusste Entscheidung im Team

Das Aus zum 30. Juni 2026 ist jedoch keine Folge einer akuten Notsituation. Vielmehr traf das Gründer:innenteam – bestehend aus Sofia Surma, Marlene Frauscher und Clemens Otto – die Entscheidung im Übergang zum aktuellen Jahr ganz bewusst und strategisch. Trotz des besten ersten Quartals der Unternehmensgeschichte zeigten sich die Grenzen des Modells.

„Wir hätten das Business jetzt nur sage ich mal das ganze Jahr und dann noch vielleicht das nächste Jahr weitermachen können“, erklärt Surma im brutkasten-Interview. „Aber irgendwann ist die Frage nicht nur können wir weitermachen, sondern wollen wir so wie wir es machen, weitermachen“, so die Gründerin weiter. Das Team entschied sich jedoch dagegen, eine Lösung, die „offensichtlich nicht gut skalierbar ist“, künstlich weiterzupushen. „Das hätte so in der Konstellation, wie wir sie jetzt haben nicht funktioniert“, ergänzt Co-Founderin Marlene Frauscher.

Als gebootstrapptes Unternehmen wäre die Weiterführung allein langfristig nicht stemmbar gewesen. Zwar profitierte das Startup stark von der österreichischen Förderlandschaft – insbesondere durch die Unterstützung der aws (Austria Wirtschaftsservice), doch für den nächsten großen Wachstumsschritt reichte es nicht aus. Kurzzeitig war man laut eigenen Angaben auch mit Investor:innen in Kontakt und hatte sogar Zusagen erhalten, allerdings nicht in einem Ausmaß, das die Gründer:innen dazu bewogen hätte „diese Runde wirklich zu closen“.

Fokus und Resilienz als Learnings

Rückwirkend blickt das E-Commerce-Startup, das sich über die Jahre eine starke Community aufgebaut hat, kritisch auf die zu breite Produktpalette zu Beginn. Surma reflektiert im Interview, sie hätten sich „am Anfang mehr fokussieren müssen und nicht direkt in die Breite gehen“. Das Learning lautet daher: „Fokus, Fokus, Fokus – identifizieren, was gut läuft und da dann lieber voll drauf setzen“.

Zudem nimmt sich das Team für die Zukunft mit, selektiv mit oft widersprüchlichen Ratschlägen umzugehen: „Man kann nicht von allen gemocht werden und man kann nicht alle glücklich machen und muss wirklich, und da geht’s wieder um Fokus, selektiv sein, von wem nehme ich Feedback an?“. Frauscher hebt in diesem volatilen Umfeld den Wert von Resilienz und „Gelassenheit“ hervor. Es gelte, sich bei Rückschlägen nicht in die Situation hineinzusteigern, sondern „schnell in die Problemlösung zu gehen“.

Trotz des operativen Endes des Marktplatzes blicken die Gründer:innen mit erhobenem Haupt auf das Erreichte zurück. „Wir sind wirklich stolz darauf, was wir in den letzten Jahren erreicht haben. Wir haben einen Impact gemacht“, betont Frauscher. Für das Team ist das Aus des Online-Marktplatzes daher keineswegs ein absolutes Scheitern. Während der spezifische geschäftliche Pfad nun an sein Ende gelangt, bleibt das übergeordnete gesellschaftliche Ziel intakt. Für Surma steht fest: „Nur der Weg, den wir jetzt verfolgt haben, ist der der zu Ende geht. Aber die Mission und die Vision, die bleibt auf jeden Fall bestehen“.

Vom Nischen-Shop zur Plattform

Empovver blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. Das Projekt startete ursprünglich unter dem Namen „Vulva Shop“, bevor ein umfassendes Rebranding im Jahr 2022 schließlich den heutigen Namen einläutete. Was anfangs noch als spezialisierter Onlineshop begann, entwickelte sich in der Folgezeit jedoch rasch zu einer breiteren E-Commerce-Plattform mit starkem Community-Netzwerk weiter.

Unterstützt durch prominente Expertise im Advisory Board, wie etwa von der bekannten Designerin Marina Hoermanseder, expandierte das Wiener Unternehmen schließlich sogar in die Schweiz. Durch diese verschiedenen strategischen Entwicklungsschritte gelang es dem Startup, über die Jahre hinweg insgesamt einen sechsstelligen Betrag an frauengeführte Unternehmen zurückzuspielen.

Letzter Sale im Juni

Bis zum Stichtag Ende Juni bleibt der Marktplatz für einen finalen Abverkauf geöffnet. Wie es mit der Community und dem Podcast weitergeht, lässt das Team noch offen, um eine geordnete Abwicklung zu priorisieren.

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