14.05.2025
GEO

Rankscale: Wiener Startup bewertet Sichtbarkeit von Unternehmen bei ChatGPT & Co.

Mathias Ptacek hat nach einer Möglichkeit gesucht, die Sichtbarkeit seines Unternehmens in KI-Chabots wie ChatGPT bewerten zu lassen. Dadurch ist Rankscale entstanden – erst nur für den Eigengebrauch. Mittlerweile hat Rankscale in der Betaversion schon über 500 User.
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Mathias Ptacek, Founder von Rankscale
Mathias Ptacek, Founder von Rankscale

Kurz und knapp: Rankscale bewertet die Sichtbarkeit und das Erscheinungsbild von Unternehmen in verschiedenen generativer KI-Chatbots wie ChatGPT, Claude oder Perplexity, um nur einige zu nennen. „Da geht’s auch darum, in welcher Tonalität KI beispielsweise über ein Unternehmen spricht“, erklärt Mathias Ptacek, Founder von Rankscale. Mit Rankscale adressiert Ptacek eine Umwälzung im digitalen Marketing: die Verlagerung von klassischer SEO hin zu GEO (Generative Engine Opimization).

Als Softwareentwickler mit langjähriger Erfahrung in Sales, KI und digitalen Produkten – unter anderem bei großen Namen wie Siemens, TTTech Auto und Sleeve GmbH – entwickelte er im Herbst 2024 in Eigenregie die SaaS-Plattform Rankscale.ai. „Ich bin aus meinem anderen Startup ausgestiegen, hab alle Social-Media Apps gelöscht und hab jede Minute nur mehr an Rankscale gearbeitet“, erinnert sich Ptacek.

Anders wäre es gesundheitlich nicht gegangen – zu wenig Schlaf, zu viel Arbeit, so der Founder. Die harte Arbeit habe sich aber definitiv ausgezahlt: „Wir haben schon jetzt wahnsinnig viele Interaktionen und Anmeldungen. Wir sind bei der OMR (Online Marketing Rockstars – eine Konferenz, Anm. d. Redaktion) mehrmals genannt worden, ohne dass wirs wussten. Wir sind da wirklich auf eine Welle aufgesprungen, die wahnsinnig schnell groß geworden ist“.

Rankscale-Betaversion hat schon über 500 User

Bis jetzt hat Rankscale rund 500 User in der Betaversion. Es laufen bereits Gespräche mit großen Kunden – wer genau diese Kund:innen sind, darf noch nicht bekannt gegeben werden, so Ptacek im Gespräch zu brutkasten. Interessant sei Rankscale aber für „alle, die Webseiten betreiben“. Darunter auch kleinere Agenturen oder Berater:innen im digitalen Marketing.

„In den nächsten Wochen“ werde die Website endgültig gelauncht – ein genauer Zeitpunkt könne noch nicht genannt werden, da so viel los sei, sagt Ptacek. Bis jetzt ist das Unternehmen komplett selbst finanziert. „Wir haben jetzt aber bereits erste Gespräche mit Business Angels. Wir wollen Kontakte, die uns gut vernetzen können“, so Ptacek. Einen Einstieg von Venture-Capital-Gesellschaften strebt Ptacek zumindest im Moment noch nicht an. „Wir wollen schauen, ob wirs so schaffen und es erstmal so versuchen“, sagt Ptacek. Er habe allerdings um Förderungen angefragt.

Sobald Rankscale gelauncht ist, basiert das Geschäftsmodell auf Credits, die man in Form von Packages kaufen kann. „Die Kunden bekommen eine definierte Anzahl an Credits, die man für unterschiedliche Anfragen benutzen kann.“ Die Kund:innen sind bisher hauptsächlich aus den USA, UK, und Australien – teilweise auch aus Deutschland, nur sehr wenig aus Österreich. „Ich hab von Anfang an darauf geschaut, das global aufzuziehen – aber das hat sich dann einfach so ergeben, dass die meisten Kunden aus dem Ausland kommen. Das hab ich nicht gezielt so forciert“, so Ptacek.

2025 soll ausgebaut werden

Seit diesem April ist neben Mathias Ptacek auch noch Patrick Schmid an Bord von Rankscale. Schmid betreibt seit 2018 erfolgreich eine eigene Performance-Marketing-Agentur und kennt demnach die Mechaniken der Sichtbarkeit im digitalen Raum sehr gut. Bei Rankscale entwickelt Schmid die Marketingstrategie entlang der neuen Anforderungen von GEO.

Im Laufe des Jahres will Ptacek sein Team auf sechs Mitarbeiter:innen aufstocken. Ein weiteres Ziel: 200 zahlende User und ein Umsatz von rund 80.000 Euro. Für das Jahr 2026 ist ein Umsatz von 1 Million Euro sowie rund 1.500 User geplant. Laut Ptacek ein realistisches Ziel: „Die Kurve geht wirklich steil nach oben: Stand jetzt werden wir noch im Mai die 10.000 Euro knacken“. Das Zahlungsmodell in der Beta-Version hat Ptacek erst im März veröffentlicht.

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Die beiden CEOs von ParityQC: Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser. | © Günther Egger

ParityQC, der Quantenarchitekt aus Innsbruck, vermeldet eine Partnerschaft mit dem Quantensoftware-Unternehmen Classiq, um die Parity-Twine-Technologie der Tiroler in die Quantensoftware-Engineering-Plattform des Partners aus Israel zu integrieren. Dies soll Entwicklern und Unternehmen einen effizienteren Weg vom Entwurf von Quantenalgorithmen bis zur Ausführung auf Quantenhardware bieten.

ParityQC: Komplexität reduzieren

Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf eine zentrale Chance im Quantencomputing: die Übersetzung von High-Level-Quantencomputing-Anwendungen in Schaltkreise, die effizient auf Quantenhardware mit begrenzter Qubit-Konnektivität ausgeführt werden sollen. Das universelle Optimierungsprotokoll von Classiq und die algorithmusbewussten Techniken von ParityQC ergänzen sich dabei zu einer integrierten Methodik. Ziel ist es, die Komplexität der Schaltkreise und kostspielige SWAP-Operationen zu reduzieren – ein häufiger Engpass auf heutigen Quantencomputern. In anderen Worten: Es geht darum, ein zentrales Problem zu lösen und Quanteninformationen auf unterschiedlichen Hardware-Systemen effizient zu verbinden.

Die von ParityQC entwickelte Parity-Twine-Technologie soll, in anderen Worten, ein zentrales Problem beim Quantencomputing lösen: Wie Quanteninformationen auf unterschiedlichen Hardware-Systemen effizient verbunden und verarbeitet werden können.

„Hürde senken“

„Die Integration der Parity Tools in die Plattform von Classiq bringt hardwarebewusste Kompilierung direkt in die High-Level-Entwicklungsworkflows und senkt so die Hürde für die Erstellung nützlicher Quantenanwendungen“, sagt Wolfgang Lechner, Co-CEO von ParityQC.

Magdalena Hauser, Co-CEO von ParityQC, ergänzt: „Bedeutende Fortschritte im Quantencomputing basieren auf Zusammenarbeit, und die Zusammenführung unserer sich ergänzenden Stärken ist das, was das gesamte Feld voranbringt.“

Interoperabilität möglich machen

Darüber hinaus konzentriert sich die Initiative auf eine skalierbare Quantensoftware-Infrastruktur für aktuelle verrauschte Quantengeräte sowie für zukünftige fehlertolerante Quantensysteme. Die Zusammenarbeit soll hardwareunabhängige Ansätze stärken und die Interoperabilität über mehrere Quantenplattformen hinweg ermöglichen.

Ökosystem unterstützen

„Quantencomputing wird in großem Maßstab nur dann praxistauglich, wenn die Softwareschicht die Lücke zwischen der algorithmischen Absicht und den Einschränkungen realer Maschinen automatisch schließen kann“, sagt Nir Minerbi, Mitgründer und CEO von Classiq.

Da Unternehmen und Regierungen ihre Investitionen in das Quantencomputing erhöhen, wird erwartet, dass eine skalierbare Architektur und entsprechende Softwaretools als fehlendes Bindeglied zwischen den theoretischen Versprechungen der Technologie und ihrer einsatzfähigen Realität dienen. Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unterstützt dieses Projekt aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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