14.11.2018

Quipp: neue Live-Quiz-App von ProSiebenSat.1 PULS 4

Wer erinnert sich noch an den "alten" Klassiker Quizduell? Mit Quipp bringt ProSiebenSat.1 PULS 4 den innovativen US-Trend des Live-Quiz auf die Smartphones der ÖsterreicherInnen. Wer teilnimmt, hat die Chance auf Cash-Gewinne.
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Quipp ist das erste Live-Quiz Österreichs fürs Smartphone.
(c) PULS 4.

Es ist kein herkömmliches Quiz, wie man es aus dem TV kennt, aber auch keine normale Quiz-App. Quipp verbindet gewissermaßen Elemente von beidem und bringt sie auf’s Smartphone. ProSiebenSat.1 PULS 4 holt damit den Live-Quiz-Trend aus den USA erstmals nach Österreich. Ab Donnerstag, den 15. November geht das neue Quiz an den Start. Smartphone-NutzerInnen können sich dann von Montag bis Freitag um jeweils 20 Uhr Fragen zum Allgemeinwissen aus den Bereichen Wissenschaft, Sport, Geschichte, Entertainment, Kunst, Politik und mehr stellen. Das Moderatoren-Duo Anna Illenberger und Roman Kreid erscheint dann per Livestream in der App und stellt die Fragen.  Mit der „Quipp – Das neue Quiz“ verlängert ProSiebenSat.1 PULS 4 das Angebot auch ins Fernsehen. ATV2 zeigt ab Freitag, 16. November 2018, jeweils ab 17:45 Uhr alle Highlights sowie aktuelle Quizmaster bzw. Gewinner der App.

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Mit Quipp bis zu 500 Euro pro Tag gewinnen

Im Gegensatz zum „alten“ Spieleklassiker Quizduell gibt es eine Live-Übertragung der Fragen; außerdem tritt man gegen mehrere Leute gleichzeitig an und hat die Chance auf Cash. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können täglich bis zu 500 Euro gewinnen. Hierfür muss man alle zehn Fragen in jeweils zehn Sekunden richtig beantworten. Bei neun richtig beantworteten Fragen geht man leider leer aus. Sofern mehrere Quiz-TeilnehmerInnen alle Fragen richtig beantworten, teilt sich das Preisgeld zu gleichen Teilen auf. Das Geld soll dann zeitnah auf das PayPal-Konto der GewinnerInnen überwiesen werden, wie es auf der Website von Quipp heißt. Eine Auszahlung des Gewinns ist ab einem Mindestbetrag von zehn Euro möglich. Die Live-Quiz-App Quipp wird sowohl für Android als auch für iOS erhältlich sein. Download und Teilname sind kostenlos.

Markus Bacher, Geschäftsleiter Digital und Distribution bei ProSiebenSat.1 PULS 4, sagt zum Start von Quipp: „Wir freuen uns, mit ‚Quipp‘ die erste mobile Live-Quiz-Show Österreichs zu starten, bei der jeder mitmachen und gewinnen kann. Nach unserer extrem erfolgreichen, kostenlosen TV-App ‚ZAPPN‘ launchen wir mit ‚Quipp‘ ein weiteres digitales Entertainment-Produkt für unsere User und sind damit absoluter Vorreiter im österreichischen Live-Quiz-Segment. Besonders freut mich der länderübergreifende Start von ‚Quipp‘ auch in Deutschland, und dass wir mit Payback einen hochspannenden Partner mit an Bord haben.“


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Die beiden Geschäftsführer von mathion.ai Christoph Blizenetz und Alexander Buchinger | © mathion.ai

„Nächste Stunde ist Mathestunde“, ist vermutlich einer der gefürchtesten Sätze vieler Schüler:innen. Die Aufgaben sind oft schwierig und zermürbend. Da bietet es sich im Zeitalter von KI an, einen kurzen Prompt zu schreiben und Sekunden später wird die Lösung geliefert. Der Lerneffekt hält sich dabei bei vielen Schüler:innen in Grenzen. Hier setzt mathion.ai an.

Die KI von Founder Christoph Blizenetz liefert nicht fertige Lösungen, sondern chattet mit den User:innen und bringt sie so zum Ergebnis. Nach einem Pilotprojekt feierte die KI ihren Launch im vergangenen August. Sie ist in der Schweiz, Deutschland und Österreich erhältlich.

Harvard: „KI-gestütztes Tutoring übertrifft aktives Lernen im Unterricht“

Unterstützung erhalten KI-Tutoren wie jene von Blizenetz von der US-amerikanischen Harvard Universität. Im Juni 2025 veröffentlichte sie eine Studie, laut der KI-gestütztes Tutoring aktives Lernen im Unterricht übertreffe. Studierende, die mit einem KI-Tutor arbeiteten, lernten „deutlich mehr in kürzerer Zeit“ als in einer Präsenzveranstaltung. Außerdem würden sich Schüler:innen stärker eingebunden und motivierter fühlen. Harvard betont die Wirksamkeit „einer breit zugänglichen KI-gestützten Pädagogik zur signifikanten Verbesserung der Lernergebnisse“ und erklärt, dass die Ergebnisse überzeugend für die breite Anwendung einer KI-gestützten Pädagogik sprechen.

ChatGPT bringt dir Fertigkeiten bei, „die einfach nicht stimmen“

Für Blizenetz kann nicht einfach eine beliebige KI zum Lernen verwendet werden. Als ehemaliger Nachhilfelehrer kennt er die Probleme, die auftreten können. „Eine Schülerin hat mittels ChatGPT, das war damals noch etwas Neueres, gelernt und sich dabei Fertigkeiten und Begrifflichkeiten angeeignet, die einfach nicht stimmen“, sagt der 21-Jährige und ergänzt: „Nicht, weil das Opus der Mathematik aus der KI bzw. der LLM falsch ist. Es ist einfach nicht so lehrplanbezogen, wie es nun einmal das Schulbuch aber auch eine Lehrkraft ist.“

Daher begann Blizenetz mit der Entwicklung von mathion.ai, das sich aktuell auf die fünfte bis zur achten Schulstufe fokussiere. Es sei aber ein Ausbau bis hin zu Matura geplant.

Das Programm baut auf einem sogenannten „sokratischen“ System auf. Es stellt User:innen immer wieder Fragen, bis jene die Lösung selbst erarbeitet haben. Mathion.ai möchte dadurch zum Nachdenken anregen.

Dabei kann mit der KI geschrieben als auch gesprochen werden. „Wir haben gemerkt, dass junge Menschen einfach lesefaul sind. Sie können oft einfach nicht mehr wirklich sachlich lesen und Informationen über Texte sauber aufnehmen“, erklärt der mathion.ai-Gründer. Der Text wird dabei nicht einfach vorgelesen, sondern erklärt, „wie es ein Mensch tun würde“.

Mathion.ai liefere nicht einfach nur Ergebnisse, es erarbeite die Lösungen mit den Schüler:innen gemeinsam. | © mathion.ai

Standardisierter Lehrplan

Mathion.ai arbeite dabei nicht nur mit willkürlichen Inhalten, sondern mit einem standardisierten Lehrplan durch seinen Verlagspartner Lemberger, dessen Schulbuch „Genial! Mathematik“ von der fünften bis zur achten Schulstufe in mathion.ai eingefügt wurde. User:innen können Aufgaben aus diesen Büchern auswählen.

Lehrer:innen haben auf der anderen Seite die Möglichkeit über ein Verwaltungsportal ihren Schützlingen Inhalte zuzuweisen. „Da haben wir tausende Übungsaufgaben, die auch kapitelweise in Blöcke gezielt nach Themenbereichen zugewiesen werden können, zu den Schüler:innen und zu den Gruppen“, sagt Blizenetz. Zusätzlich können Lehrkräfte im Verwaltungsportal die Lernstände ihrer Schüler:innen einsehen und auch Inhalte erstellen: „Wir haben da einen eigenen Editor, wo, wie in einer PowerPoint, Textelemente, Dateien, interaktive Aufgaben gebaut und erstellt werden können.“ Der virtuelle Coach Tom führt anschließend durch den Kurs. Zusätzlich können von Lehrer:innen Aufgaben erstellt und zugewiesen werden.

Pädagog:innen durch KI zu ersetzen „ist auch gar nicht unser Ziel“

Wenn die KI bereits eigene Kurse halten kann, drängt sich naturgemäß die Frage auf, ob Lehrkräfte nicht ersetzbar sind. „Weder Lehrpersonen noch Pädagogen wird man durch KI in irgendeiner Art und Weise wirklich ersetzen können, das ist auch gar nicht unser Ziel“, stellt der TU-Student fest. Auch herkömmliche Nachhilfe sieht Blizenetz als sinnvoll an. Für ihn ist mathion.ai eine „Ergänzung“.

Es gebe auch die Möglichkeit für Nachhilifeinstitute, Inhalte einspielen zu können. „Als Schüler bzw. Schülerin habe ich den Unterricht mit der Lehrperson in der Klasse und im Nachhinein kann ich dann die Inhalte, gezielt mit den Aufgaben und dem Input der Lehrperson, weiter üben“, sagt Blizenetz.

Von B2C zu B2B

Mathion.ai kommt ursprünglich aus dem sogenannten Nachmittagsmarkt, in dem Eltern für ihre Kinder ein Abo abschließen. Allerdings möchte sich das Unternehmen nun im B2B-Bereich etablieren.

„Es ist einfach sehr schwierig, vor allem als österreichisches Unternehmen, in diesem B2C-SaaS-Bereich (Anm.: Software-as-a-Service-Bereich) wirklich standhaft zu werden“, erklärt Blizenetz. In Zukunft will sich mathion.ai auf Bildungsinstitute bzw. Bildungseinrichtungen fokussieren. Daher möchte der Gründer sein Unternehmen als zertifizierter Anbieter des Bildungsministeriums auf dem Markt etablieren. Das sei aber ein langer Weg. Mathion.ai befinde sich aktuell am Anfang des Genehmigungsverfahrens, ab September 2027 wolle man die Zertifizierung haben.

100 % eigenfinanziert

Das Unternehmen, offiziell bereits im Juli 2025 gegründet, kommt bisher ohne Investoren-Kapital aus und ist von Anfang an gebootstrappt. Blizenetz hat mathion.ai in Zusammenarbeit mit Weitsprung Solutions aufgebaut, das einen KI-gestützten Lerncoach anbietet. Bisher hat das Unternehmen noch keine Förderungen erhalten, allerdings laufe ein Förderantrag bei Netidee und ein FFG-Antrag für ein Forschungsprojekt werde aktuell erstellt.

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