31.01.2022

Quantics: Wiener Forecasting-Startup erhält 390.000 Euro aws Seed-Förderung

Das AI-Startup Quantics aus Wien hat sich auf die Erstellung von automatischen Absatz- und Nachfrageprognosen im Retail und Manufacturing-Bereich spezialisiert. Nun erhält das Startup eine sechsstellige Förderung der Austria Wirtschaftsservice für die Weiterentwicklung seiner Forecasting-Lösung.
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(c) Quantics

Quantics wurde 2020 gegründet und hat eine SaaS Lösung auf den Markt gebracht, die es Unternehmen ermöglicht, agile Finanz-, Bestands-, Nachfrage- sowie Energieprognosen zu erstellen. Dabei erkennt die Lösung Kausalitäten und ermöglicht so die Prognoseerstellung. Ziel ist es, Lieferketten künftig robuster und widerstandsfähiger zu machen – der brutkasten berichtete über die Technologie.

Zweite sechsstellige Förderung für Quantics

Im Feber 2021 konnte sich das Startup rund um die vier Gründer, Resul Akay, Christof Bitschnau, Vladyslav Vasylevskyy und Johannes Matt bereits eine sechsstellige Pre-Seed-Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) sichern. Rund ein Jahr später folgt nun erneut eine Förderung. Wie das Unternehmen am Montagabend bekannt gab, hat Quantics 390.000 Euro durch das aws Seedfinancing Förderungsprogramm erhalten.

„Die außergewöhnliche Qualität der Prognosen und das große Wachstumspotenzial haben das international besetzte aws Seedfinancing Bewertungsgremium von Quantics überzeugt.“, so Johannes Sarx, Abteilungsleiter der aws. Die 390.000 Euro sollen dazu verwendet werden, die Weiterentwicklung der selbstlernenden SaaS-Forecasting-Lösung von Quantics noch schneller voranzutreiben und weitere innovative Funktionen in die Lösung zu integrieren.

Weiterentwicklung der SaaS-Lösung

“Das aws Seedfinancing Förderungsprogramm bietet uns zusätzliche finanzielle Ressourcen, um die Weiterentwicklung unserer Lösung zu skalieren und dadurch bestehenden sowie zukünftigen Partnern noch agilere, schnellere und präzisere Prognosen zu ermöglichen.” sagt Vladyslav Vasylevskyy, COO von Quantics.

Das Ziel des Unternehmens ist es, die optimale quantitative Basis für smartere und nachhaltigere Entscheidungen in einem dynamischen Marktumfeld zu ermöglichen. Die Lösung richtet sich laut dem Startup an alle Unternehmen, die mehr Agilität als auch Automatismus in ihre Planungsprozesse bringen möchten, um den Planungsaufwand zu reduzieren.

Für die Lösung wurde das Startup bereits international ausgezeichnet. So belegte es unter anderem den zweiten Platz bei der European Startup Night 2020.


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Neugründung
(c) Scott Graham via Unsplash

Insgesamt 39.978 Neugründungen gab es in Österreich laut Wirtschaftskammer (WKÖ) im Jahr 2025 – eine weitere Steigerung, nachdem es bereits 2024 ein Allzeithoch gegeben hatte, wie brutkasten zu Jahresbeginn berichtete. Nun gab die WKÖ neue Zahlen und eine begleitende Umfrage für das erste Halbjahr 2026 heraus – und der Aufwärtstrend setzt sich darin deutlich fort.

82,6 Prozent Einzelunternehmen

21.718 Neugründungen (ohne Personenbetreuung) gab es demnach in den ersten sechs Monaten des Jahres – ein Plus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und damit neuerlich ein Rekord. Startups machen freilich nur einen kleinen Bruchteil davon aus – konkrete Zahlen gibt es dazu nicht. Aber so viel: 82,6 Prozent der Gründungen erfolgten als Einzelunternehmen, davon 42,5 Prozent von Frauen. 41,1 Prozent aller Gründer:innen starten zudem zunächst nebenberuflich.

Stärkste Zuwächse bei jungen Altersgruppen

Die stärksten Zuwächse gebe es dabei bei den unter 20-Jährigen sowie bei den 20- bis 30-Jährigen, heißt es von der WKÖ. Das Durchschnittsalter der Gründer:innen liegt laut Erhebung bei 36,6 Jahren. Die wichtigsten Sparten bei den Neugründungen im ersten Halbjahr waren Gewerbe und Handwerk (37,8 Prozent), Information und Consulting (23,4 Prozent) sowie Handel (22,9 Prozent).

Eigenverantwortung und Flexibilität als größte Motive

Auch die Gründe fürs Gründen wurden in der Motivumfrage des WKÖ-Gründerservice erhoben: 67,9 Prozent der Befragten möchten demnach lieber ihre eigene Chefin oder ihr eigener Chef sein. 67,6 Prozent wollen ihre Zeit flexibler gestalten, 62,3 Prozent wollen mehr Verantwortung übernehmen.

Drei politische Forderungen

Gleichzeitig fragte die WKÖ auch nach den Wünschen der neuen Gründer:innen. Ein klares Ergebnis: 78,1 Prozent wünschen sich einen zentralen digitalen One-Stop-Shop für Gründungen. Diesen fordert auch die Wirtschaftskammer von der Politik. Sie erneuert außerdem die Forderungen nach dem Beteiligungsfreibetrag und nach mehr Flexibiliät bei der Arbeitslosenversicherung für Selbstständige im Opting-in-Modell.

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