23.12.2025
STUDIE

Quantentechnologie: Österreich international auf Augenhöhe

Eine internationale Studie des Europäischen Patentamts und der OECD bescheinigt Österreich im internationalen Vergleich eine starke Position in der Quantentechnologie.
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Quantentechnologie
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Österreich verfügt über eine außergewöhnliche Ausgangslage in der Quantentechnologie: Laut Gregor Weihs, Forschungsdirektor des Exzellenzclusters Quantum Science Austria, weist das Land die höchste Dichte an Quantenforscher:innen weltweit auf und gehört akademisch zur internationalen Spitzengruppe.

Quantentechnologie als Schlüssel

Diese starke Position bestätigt nun auch eine aktuelle Studie des Europäischen Patentamts (EPO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die Analyse von mehr als 31.700 Patentfamilien weltweit zeigt das heimische Innovationspotenzial in diesem Zukunftsfeld und weist Österreich als eines von 18 OECD-Ländern mit einer umfassenden nationalen Quantenstrategie aus.

Quantentechnologien gelten als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts – mit Anwendungen in verschlüsselter Kommunikation, Hochleistungsrechnen, Präzisionssensorik sowie in Pharmazie und Materialwissenschaften.

Die globale Studie zeigt auf 163 Seiten ein rasantes Wachstum: Die Zahl internationaler Patentfamilien hat sich in den letzten zehn Jahren verfünffacht, wobei Quantencomputer das dynamischste Segment darstellen.

Best Practice

In der Untersuchung wird zudem der erwähnte Exzellenzcluster Quantum Science Austria als Best Practice hervorgehoben: Er zielt auf den Aufbau eines interdisziplinären Exzellenzclusters an der Universität Innsbruck bis 2029 ab, mit weiteren Forschungsprojekten in Wien, Linz und Klosterneuburg.

„Quantentechnologie zählt zu den vielversprechendsten Innovationsfeldern unserer Zeit und führt immer schneller zu kommerziellen Anwendungen. Es ist gelungen, in Österreich ein hochinnovatives Ökosystem anzusiedeln, das universitäre Grundlagenforschung mit angewandter Forschung und der Entwicklung marktreifer Produkte verbindet. Die Studie des Europäischen Patentamts ist dafür eine schöne Anerkennung und bestätigt den eingeschlagenen Weg“, sagt Innovationsminister Peter Hanke.

Quantentechnologie: Verbindung von akademischer Grundlagenforschung und Spin-offs

Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner ergänzt: „Diese starke Position ist das Ergebnis einer konsequenten Quantenstrategie, exzellenter Grundlagenforschung und gezielter Forschungsförderung. Mit Initiativen wie Quantum Science Austria stärken wir unsere Universitäten und Forschungseinrichtungen nachhaltig und schaffen ein Ökosystem, in dem aus wissenschaftlicher Neugier Innovation, gesellschaftlicher Nutzen und Fortschritt entstehen können.“

Bei der Struktur des österreichischen Quanten-Ökosystems zeigt sich zudem eine starke Verbindung von akademischer Grundlagenforschung und Spin-offs: Von elf österreichischen Forschungseinheiten mit europäischen Quantenpatenten sind vier außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, vier Universitäten oder Fachhochschulen und drei Unternehmen – zwei davon Spin-offs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).

Die Player in Österreich

Eine tragende Rolle in der Quantenforschung spielen laut der Studie neben der Universität Innsbruck unter anderem die TU Wien und die Universität Wien, das Institute of Science and Technology Austria (ISTA) in Klosterneuburg sowie Joanneum Research in Graz.

Als Paradebeispiel für gelungenen Wissenstransfer wird Alpine Quantum Technologies (AQT) aus Innsbruck bezeichnet, ein Spin-off der ÖAW und der Universität Innsbruck, das international Beachtung findet.

„Die ÖAW hat insgesamt drei Spin-offs im Quantenbereich hervorgebracht und demonstriert damit den erfolgreichen Transfer von Grundlagenforschung in marktrelevante Technologien. Auch Xephor Solutions aus Purkersdorf zeigt als innovatives Unternehmen mit europäischem Quantenpatent die wachsende Bedeutung des Unternehmensstandorts Österreich in diesem Zukunftsfeld“, heißt es per Aussendung.

„Als Österreichisches Patentamt freuen wir uns, dass die heimische Forschungslandschaft in dieser Schlüsseltechnologie so gut positioniert ist“, sagt Stefan Harasek, Präsident des Österreichischen Patentamts. „Die enge Verzahnung von exzellenter Grundlagenforschung und innovativen Spin-offs schafft optimale Voraussetzungen, um von Entwicklungen auf diesem zukunftsträchtigen Feld zu profitieren.“

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v.l.: Ronald Pranz (COO & CFO), Nikolaus Weber (CEO) und Alexander Ortner (CTO) © 36Agency

Jede Firma sucht nach ihr: Effizienz. Keyvero hilft dabei, diese in Unternehmen zu verbessern. Mit seiner AI Office Solution dokumentiert das Unternehmen, was im Unternehmen passiert und wo Zeit und Qualität verloren gehen. Im vergangenen September beteiligte sich Ronald Pranz mit einem Investment an dem Wiener Startup. Über die Höhe wollte der Investmentbanker aus strategischen Gründen nichts sagen. Nächste Woche stünden Kooperationsverhandlungen mit einem asiatischen Unternehmen an. Nun verlautbarte Keyvero, dass Pranz als COO und CFO bei dem Unternehmen einsteigt.

„Definitiv gut, auch operativ mitzuwirken“

„Bei unserem ersten Auftritt bei Austrian Advantage ist das Produkt sehr gut angekommen und es hat gleich Fahrt aufgenommen. Deshalb habe ich mir gedacht, dass es definitiv sinnvoll ist, auch operativ mitzuwirken“, sagt Pranz gegenüber brutkasten, der auch Inhaber der runprosale GmbH ist, die sich auf Vertriebs- und Finanzstrategien spezialisiert hat. Bei Keyvero lege er seinen Fokus auf die Ausweitung der Marktposition im DACH-Raum und darauf, die nächsten internationalen Wachstumsschritte einzuleiten.

„Eine wesentliche Basis für den gemeinsamen Erfolg bieten die langjährigen Erfahrungswerte seines
Unternehmens, auf die wir in unserer Zusammenarbeit setzen“, sagt Nikolaus Weber, Co-Founder von Keyvero.

Gegründet, um Unternehmen zu entlasten

Keyvero wurde 2026 von Weber und Alexander Ortner gegründet. „Jedes Unternehmen hat Abteilungen, in denen KI heute schon spürbar entlasten könnte. Den meisten Betrieben fehlt jedoch das notwendige Know-how oder die Motivation, um KI in ihre Prozesse zu integrieren. Um diesen Firmen zu helfen, haben wir Keyvero gegründet“, sagt Weber.

Aus den unterschiedlichen Abteilungen in Unternehmen würden unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche an KI-Assistenzlösungen resultieren. Die Module von Keyvero arbeiten vernetzt innerhalb des Unternehmens und lernen aus den Informationen der Mitarbeitenden, um diese gezielt zu entlasten. Dabei helfe Keyvero jungen Unternehmen, schneller zu wachsen und etablierten, ihre Marktposition zu stärken.

„Der KI-analytische Ansatz soll unseren Kunden zeigen, wo ein KI-Modul in der Firma überhaupt
Sinn ergibt, um Qualität und Quantität zu optimieren“, heißt es von Keyvero. Pranz ergänzt: „Für die Unternehmen ist es wichtig, sich mit unseren KI-Assistenz-Modulen zu befassen und sie Schritt für Schritt in ihren täglichen Arbeitsablauf einzubauen.“

Keyvero biete auch das Modul Telefonassistenz an, das Wissen über Kundenverhalten strukturiert liefere. Für viele Unternehmen sei das der Einstieg in die Zusammenarbeit mit dem Wiener Startup.

Implizites Wissen nutzbar machen

Ende des Jahres soll der nächste Entwicklungsschritt folgen: Keyvero möchte einen KI-Assistenten auf den Markt bringen, der undokumentierte Arbeitsabläufe und implizites Wissen der Mitarbeitenden nutzbar macht. Dabei würden unterschiedliche unstrukturierte Datenquellen, beispielsweise E-Mails, Gesprächsnotizen oder Dokumente, analysiert werden. Das soll unentdeckte Potentiale sichtbar machen. Ein weiteres Keyvero-KI-Modul könne daraufhin selbstständig Lösungen umsetzen.

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