27.11.2019

Q&A-Videoserie: Welche FFG Förderungen für Startups gibt es?

In der dreiteiligen Video-Q&A-Serie für Startups geht Werner Müller, Verantwortlicher für" Startup Services" bei der FFG, auf grundlegende Fragestellungen zum Förderangebot der FFG ein. In der ersten Folge gibt Müller einen Überblick, welche Förderungen es für Startups gibt.
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Die FFG unterstützt als One-Stop-Shop für wirtschaftsnahe Forschung junge Unternehmen bei der Entwicklung, Umsetzung und Markteinführung ihrer Ideen. Das Fördervolumen beträgt jährlich über 70 Millionen Euro für Projekte von Startups.

Das FFG Angebot an Förderungen und Services reicht von der Ideenfindung (Spin-off Fellowship, Innovationsscheck, Patent.Scheck, Impact Innovation), Produktentwicklung (Projekt.Start, Startup-Förderung) bis zur Markteinführung (Markt.Start). Die Förderungen sind in der Regel themenoffen und decken bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten ab.

Video Q&A mit Werner Müller |FFG Startup Services

In der ersten von drei Folgen beantwortet Werner Müller, Verantwortlicher für“ Startup Services“ bei der FFG, grundlegende Fragen zum Förderangebot der FFG. In der ersten Folge werden folgende Fragen behandelt:

  • Welche Förderungen gibt es für Startups?
  • Wer fällt laut FFG unter die Definition „Startup“?
  • Welches Beratungsangebot bietet die FFG für Gründerinnen und Gründer an, die sich über Förderungen informieren wollen?
(PLATZHALTER)

In den nächsten zwei Folgen geht es um folgende Themen:

  • Wie komme ich zu einer Förderung?
  • Welche Förderungen gibt es auf EU-Ebene für Startups?

FFG Spinoff Demo Day

Die FFG lädt am 3. Dezember 2020 in Kooperation mit der brutkasten zum ersten Demo Day im Rahmen des Förderprogramms Spin-off Fellowship ein. Dieses Programm richtet sich an alle Forscherinnen und Forscher, die sich mit ihrer Forschungsidee selbstständig machen möchten und sich entschieden haben, einen anderen herausfordernden Karriereweg einzuschlagen.

In bislang drei Einreichrunden gab es über 90 Einreichungen, von denen insgesamt 24 Projekte zur Förderung empfohlen wurden. Ganz nach dem Motto „Von der Forschung in die Gründung“ sind aus diesen geförderten Projekten bereits vier Ausgründungen entstanden.

Mit dem Demo Day werden die Fellows und ihre Geschäftsideen der Startup- und Investoren-Community präsentiert.

Das Programm

  • 9:00AM–9:30AM | Expo + Virtuelle Messestände
  • 9:30AM–9:45AM | Begrüßung durch Sektionschefin Barbara Weitgruber vom BMMWFDec 3
  • 9:45AM–10:30AM | Pitch Session I
  • 10:30AM–10:40AM | Interview mit Stefan Lederer, CEO und Co-founder von bitmovin
  • 10:40AM–11:30AM | Pitch Session II
  • 11:30AM–11:45AM | Interview mit Henrietta Egerth (Geschäftsführerin FFG) sowie Christian Hill und Gerhard Prossliner von BRAVE Analytics GmbH

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Das energiedigital Team mit Investor Ali Siddiqui (7. v.l.) © energiedigital

Bislang war das 2022 gegründete Grazer Startup energiedigital rein aus Eigenmitteln, Förderungen und Cashflow gewachsen. Nun hat das Team rund um die Gründer Martin Moser, Andreas Zobl und Stefano Coss erstmals externes Kapital aufgenommen. Wie der ORF Steiermark zunächst berichtete, steigt Ali Siddiqui, Vorsitzender der JS Bank in Pakistan bei dem steirischen Unternehmen ein. Aus dem Firmenbuch geht hervor, dass der neue Gesellschafter 50 Prozent der Anteile übernimmt. Über die genaue Summe der Seed-Runde wurde Stillschweigen vereinbart.

Fokus auf Spanien, Frankreich und UK

Der Kontakt in die Vereinigten Arabischen Emirate kam vor ca. einem Jahr über NEOS-Mitgründer Veit Dengler zustande, der sowohl mit dem Investor als auch mit Co-Founder Coss vernetzt ist. „Dieser Investor hat schon sehr viele Green-Tech-Investments getätigt und ein sehr großes Netzwerk“, erklärt Mitgründer Martin Moser im Gespräch mit brutkasten. Man hätte sich über mehrere Monate hinweg angenähert und schussendlich beschlossen zusammenzuarbeiten.

Das frische Kapital fließt nun in die Weiterentwicklung der Produkte und vorrangig in den Vertriebsausbau. Im Visier hat das aktuell zehnköpfige Team, das bis Jahresende auf 20 Mitarbeitende anwachsen soll, Märkte wie Spanien, Frankreich und Großbritannien.

„Low-hanging fruits“ ernten

Entscheidend für den Markteintritt sind rechtliche Rahmenbedingungen, der lokale Smart-Meter-Ausbau sowie die Verfügbarkeit dynamischer Stromtarife. „Deswegen ist zum Beispiel Deutschland nicht ganz vorne auf unserer Liste, weil die leider mit dem Smart-Meter-Ausbau noch weiter hinten sind“, so Moser.

Die beauftragte Marktstudie identifiziert Spanien, Frankreich oder auch England als attraktive Zielmärkte. Dort will man nun im nächsten Schritt „die Low-hanging fruits ernten“, erklärt Moser im Interview. Eigene Büros im Ausland sind vorerst nicht geplant, das Startup operiert weiterhin vom Grazer Standort aus.

Zwei Säulen im Geschäftsmodell

Hinter energiedigital steht ein eingeschweißtes Gründerteam: Martin Moser und Andreas Zobl arbeiten bereits seit 2005 zusammen, als sie die heutige quadratic GmbH (ursprünglich snowreporter Telekommunikationssysteme GmbH) gründeten. Das anfängliche Kerngeschäft mit Wetterstationen unter anderem auf Skipisten verlagerte sich im Laufe der Jahre zunehmend in den Energiebereich. Aus diesem strategischen Wandel heraus entstand schließlich die Tochtergesellschaft energiedigital.

Energiedigital finanziert sich über zwei Standbeine: Einerseits bietet das Startup eine Software-Lösung für die Verwaltung und Verrechnung von Energiegemeinschaften an. Dabei werden ein bis zwei Cent pro ausgetauschter Kilowattstunde verrechnet. Andererseits optimiert das Unternehmen Stromlasten bei Endkonsument:innen. Über Kooperationen mit Herstellern, etwa von Warmwasser-Boilern, und ein B2C-Abonnement sorgt das Startup laut eigenen Angaben dafür, dass Hardware dann Energie bezieht, wenn der Strom günstig ist.

Mit dem frischen Kapital im Rücken bereitet sich energiedigital bereits auf das nächste Wachstumskapitel vor: Laut Moser soll spätestens in zwei Jahren eine Series-A-Runde folgen.

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