10.10.2022

Globale Markt für Fleischersatz soll bis 2030 auf 26 Milliarden Euro anwachsen

Pflanzliche Fleischersatz-Produkte könnten 2030 bereits etwa 26 Milliarden Euro Umsatz weltweit erzielen. Das zeigt die jüngste Studie "The Sustainable Food Revolution“ von Strategy&, der Strategieberatung von PwC.
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(c) AdobeStock

Derzeit entfallen weltweit 80 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche auf die Fleischproduktion. Gleichzeitig werden mit ihr aber nur elf Prozent des weltweiten Kalorienverbrauchs gedeckt. Ohne wesentliche Veränderungen bräuchte es daher im Jahr 2050 dreimal so viele Ressourcen wie auf der Erde vorhanden sind, um die weltweite Bevölkerung von dann 9,6 Milliarden Menschen zu ernähren. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Studie „The Sustainable Food Revolution“ von Strategy&, der Strategieberatung von PwC.

Fleischersatz als Lösung

Angesichts der negativen Folgen für das Klima und die Biodiversität lastet laut PwC auf der Lebenmittelbranche in den nächsten Jahren ein enormer Transformationsdruck. Dieser würde aber auch mit neuen Wachstumschancen einhergehen. Die Nachfrage für Fleischalternativen ist bereits vorhanden und der globale Markt für Fleischersatz auf Pflanzenbasis könnte bis 2030 auf etwa 26 Milliarden Euro wachsen. Das Marktvolumen für insektenbasierte Lebensmittel könnte zum gleichen Zeitpunkt schon rund 10 Milliarden Euro betragen. 

„Um unsere Ernährung und die Lebensmittelproduktion nachhaltiger zu machen, sind drei Hebel entscheidend: In erster Linie das Schaffen von Ersatzprodukten für Verbraucher, aber auch die Reduktion entsorgter Lebensmittel entlang der gesamten Lieferkette sowie nachhaltigere Produktionsmethoden“, sagt Catarina Bjelkengren, Director bei Strategy& Schweiz.

Effizienzsteigerung bei Lieferketten

Neben der Produktion und Fleischersatz schlummern laut Studie vor allem in den global verflochtenen Lieferketten der Branche enorme Hebel für Effizienzsprünge. Aktuell muss etwa ein Drittel aller produzierten Lebensmittel aufgrund von Verzögerungen und Ineffizienzen während der Ernte, in der Logistik sowie im Einzelhandel entsorgt werden. Diese Menge würde reichen, um mehr als zwei Milliarden Menschen zu ernähren und könnte damit den Bedarf an Nahrungsmitteln für den erwarteten Anstieg der Weltbevölkerung bis 2050 decken. 

Vor allem digitale Technologien zur ressourcenschonenden Bewirtschaftung sowie datengesteuerte Werkzeuge zur Nachverfolgung der Lebensmittel in den Lieferketten könnten helfen, einen Großteil dieser Verluste vermeiden.


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fonio
© fonio/canva - Alexander Brix.

Das Scaleup fonio.ai von Daniel Keinrath und Matthias Gruber ist eines der aufstrebendsten Startups Österreichs. Im Juni sicherte man sich ein 14,6 Millionen Euro Seed-Investment und knackte rund zwei Monate später die 10-Mio.-ARR-Marke. Am AustrianStartups Summit verkündete CCO Alexander Brix gegenüber brutkasten die nächsten Ziele. Und die sind ambitioniert.

fonio: Globaler Rollout

Fonio.ai möchte im kommenden Jahr seine Präsenz global ausbauen. „Wir wollen 20 neue Märkte in Nord Amerika und Europa aufgreifen“, sagt Brix. „Wir streben aber auch Asien an, um auf der globalen Landkarte präsent zu bleiben und eine global führende Marke aus Wien heraus aufzubauen. Auch ein Büro in New York ist geplant. Das größte Risiko für uns ist momentan, langsamer zu werden und unsere schnelle Arbeitskultur zu verlieren.“

Mehr Arbeitskraft geplant

In diesem Sinne möchte das Wiener KI-Startup 2027 auch 300 neue Mitarbeiter:innen einstellen und schielt schon, zumindest peripher, auf einen Decacorn-Status hin. Eine genaue Timeline dafür hat das Team nicht, aber das Mindset dafür wohl bereits inhaliert, wenn Brix sagt: „Es ist kein Status, auf den man hinarbeitet, sondern man möchte einen guten Job machen und das Produkt in möglichst viele Unternehmen bringen. Dass man dann vielleicht Decacorn wird, ist ein Nebeneffekt. Einen Zeitrahmen, bis wir das schaffen, haben wir uns nicht gesetzt, aber es ist unsere Ambition einen Global Player zu bauen und sicherzustellen, dass der ‚AI Communication Layer‘ aus Europa kommt und nicht von amerikanischen oder vielleicht chinesischen Unternehmen besetzt wird. Wer die Kommunikation beherrscht, der hat sehr viel Macht. Und wir wollen diese Macht auf jeden Fall in Europa halten. Das heißt, um das zu schaffen, ist es der natürliche Weg, dass wir ein Decacorn werden.“

Series-A steht an

Auf diesem Weg habe man aktuell ein Angebot entwickelt, das mittlerweile sämtliche textbasierten Kommunikationskanäle sowie Telefonsysteme in Form von PBX umfasse. Damit könne man die gesamte „Communication Suite“ mittelständischer Unternehmen bereits vollständig abdecken, erzählt Brix von einer weiteren Neuerung. Eine andere Neuigkeit betrifft die Finanzierung. Zwar gibt sich Brix dazu etwas bedeckt, lässt aber fallen, dass man kurz vor einer Series-A-Finanzierung stehe. Details sollen im kommenden Jahr folgen.

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