Pure&Fun: Nach „Peppa Pig“-Lizenz nun Expansion nach Deutschland
Die Healthy Kids GmbH der beiden Gründer Christian Eibl und Reinhold Hinterplattner erreicht heuer drei Millionen Euro Umsatz. Nun geht's nach Deutschland.
(c) Healthy Kids GmbH - Die beiden Österreicher Reinhold Hinterplattner (l.) und Christian Eibl konnten internationale Markenlizenzgeber und Handelsketten von ihrem Konzept überzeugen.
Die beiden österreichischen Jungunternehmer Christian Eibl und Reinhold Hinterplattner vertreiben seit zwei Jahren unter der Marke Pure&Fun Bio-Getränke und Snacks für Kinder. In Österreich sind die Handelsketten Spar, Billa, Bipa oder MPreis mit an Bord. Nun expandieren die beiden Salzburger mit ihrer „Healthy Kids GmbH“ nach Deutschland. Seit kurzem sind die Produkte beispielsweise bei über 2.200 Rossmann-Filialen im Angebot.
Pure&Fun mit Kinderserien-Motiven
Vom Start weg zierten die Hundefiguren aus der TV-Serie “PAW Patrol” die Snacks und Erfrischungsgetränke des Unternehmens. Zu Jahresbeginn gesellte sich eine Schweinefamilie dazu, als man die Markenlizensierung für neue Produkte mit den Figuren aus der TV-Serie „Peppa Pig“ erlangte.
Mittlerweile ist man mit den eigenen Artikeln in über 7.500 Geschäften gelistet. Der Umsatz des Unternehmens soll heuer auf über drei Millionen Euro wachsen.
„Die ersten beiden Jahre seit unserem Start sind wirklich extrem gut gelaufen. Der große Erfolg am heimischen Markt hat uns selbst überrascht, und das positive Feedback der Händler sowie deren Kundinnen und Kunden motiviert uns sehr, die nächsten großen Schritte zu setzen“, sagen Eibl und Hinterplattner.
Gesunde Alternative in bunt
Die beiden Familienväter haben längst erkannt, dass sich vor allem jüngere Kinder von verlockend bunten, aber meist auch höchst ungesunden Nahrungsmitteln angesprochen fühlen. So kamen sie auf die Idee, gesunde Getränke und Snacks zu entwickeln und gleichzeitig auf „coole Motive“ im Verpackungsdesign zu setzen.
Ein zentrales Motiv für den Kauf ihrer Produkte ist für die Unternehmer das Thema „Belohnung ohne schlechtes Gewissen“. Sie wissen, dass Eltern ihren Kids oft etwas Gutes gönnen möchten, Gesundes sei aber oft langweilig verpackt, kindgerechte Designs hingegen nur auf stark gezuckerten oder fetten Nahrungsmitteln zu finden. Ihre Marke schließe nun diese Lücke und biete Bio-Nahrung in für Kinder „spannender Optik“.
Ohne KI: BESS Invest soll Planungssicherheit für Batteriespeicher-Investments schaffen
Das Grazer Beratungsunternehmen Impeto Impact rund um Jim Lefébre bietet ein Tool zur Erlösmodellierung von Batteriespeichern. "BESS Invest" soll Entwicklern und Banken granulare Modellrechnungen für Investments liefern.
Ohne KI: BESS Invest soll Planungssicherheit für Batteriespeicher-Investments schaffen
Das Grazer Beratungsunternehmen Impeto Impact rund um Jim Lefébre bietet ein Tool zur Erlösmodellierung von Batteriespeichern. "BESS Invest" soll Entwicklern und Banken granulare Modellrechnungen für Investments liefern.
Ein Fully-Merchant-BESS (Battery Energy Storage System) ist ein Batteriespeicher, der seine Erlöse vollständig am freien Strommarkt erwirtschaftet, ohne langfristige Verträge, feste Einspeisevergütungen oder staatliche Garantien. Durch den steigenden Anteil an z.B. Photovoltaik und Windkraft kommt es im Netz häufig zu Überschussenergie und starken Preisschwankungen – etwa Negativpreisen zur Mittagszeit im Sommer. Speicherbetreiber:innen nutzen das für Arbitrage: Sie kaufen Strom, wenn er günstig ist, und verkaufen ihn, sobald die Preise wieder steigen. Zusätzlich lässt sich mit einer Batterie auch Regelenergie zur Netzstabilisierung anbieten.
Dieses Geschäftsfeld zeichnet sich zum einen durch hohe Gewinnchancen bei stark schwankenden Strompreisen, aber auch volles Risiko bei fallenden Marktpreisen oder geringer Volatilität aus. Hinzu kommt, dass ein Speicher gleichzeitig auf fünf Erlösmärkten agiert – darunter Day-Ahead und Regelenergie –, die permanent miteinander konkurrieren und sich gegenseitig Kapazitäten streitig machen. Diese unsichere Dynamik führt für Betreiber:innen wiederum zu erschwerten Finanzierungsmöglichkeiten bei Banken. Hier setzt Impeto Impact mit seinem Tool BESS-Invest an.
Modellrechnungen statt Live-Einsatz
„Man kann eigentlich immer nur in einem Markt handeln. Also muss man in der Modellierung entscheiden, in welchem Markt der Strom gekauft und verkauft wird, um letztlich einen plausiblen Business Case zu erteilen“, erklärt Jim Lefébre, Gründer von Impeto Impact. Sein laut eigenen Angben komplett eigenfinanzierte Produkt soll jetzt mehr Transparenz für Investor:innen bringen und setzt bei der Modellierung auf sogenanntes Forwardtesting. „Backtesting beantwortet, was gewesen wäre“, erklärt der Gründer. „Für eine Investitionsentscheidung mit 15 Jahren Laufzeit braucht der Markt eine Antwort auf das, was kommt.“
BESS Invest soll eine fünfjährige Markthistorie mit eigenen Projektionsannahmen zu Preistrends, Reserve-Erlösen und Volatilität verknüpfen. Laut Unternehmensangaben entstünden aus diesem Zusammenspiel simulierte Marktpfade in 15-Minuten-Auflösung – bis hinunter zum eigentlichen Lastprofil der Batterie. Das Modell würde dabei eine Ergebnisbandbreite vom konservativen bis zum optimistischen Szenario abbilden. Verändere sich die Marktlage, ließe sich dies über erneute Simulationen jederzeit anpassen. Dabei handelt es sich laut Lefèbre ausdrücklich um Modellrechnungen und Schätzungen zur Plausibilisierung, nicht um eine Live-Optimierung.
Ursprünglich entstand die Idee aus Lefèbres eigenem Beratungsgeschäft: Der Markt für Großspeicher sei dynamisch, die Kapitalmobilisierung stocke jedoch mangels Transparenz, so Lefèbres Erkenntnis. Gemeinsam mit Jonas Puck von der WU Wien wurde daraus zunächst das Whitepaper „Charging Ahead“ aus dem schlussendlich das Tool mithilfe von Pilotkund:innen aus dem Kreis großer Energieversorger hervorging.
Auf Künstliche Intelligenz wird verzichtet: „Wir arbeiten bei unseren Simulationen strikt ohne KI, weil eine KI auch halluzinieren kann“, so Lefèbre. Ein geschlossener Algorithmus soll stattdessen nachvollziehbare Ergebnisse hervorbringen.
Vor der Gründung war Lefèbre unter anderem ÖVP-Pressesprecher ehe er 2017 bis 2019 die Position des Pressesprechers im Justiz- und später im Finanzministerium übernahm. Anschließend war er in diversen Positionen für Montana Tech Components des Investors Michael Tojner, sowie den Batteriehersteller Varta tätig. Bis heute vertritt er zudem die von Tojner mitgegründete eXplore!-Initiative. Außerdem fiel Lefébre in der Vergangenheit beim brutkasten mit seinem Corona-Test-Startup auf.
Co-Location und Expansionspläne
Vertrieben wird BESS Invest im Lizenzmodell mit drei Paketstufen, wahlweise als Monatslizenz oder als Berechnungskontingent im 50er-Block. Bislang modelliert die Software den reinen Speicherbetrieb. Als nächsten Schritt will das Team die Integration von Co-Location-Projekten und Industrieanwendungen angehen. Außerdem plant Lefèbre die Expansion nach Deutschland und perspektivisch in Richtung Südosteuropa.
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