08.10.2018

Public Relations done right: PR-Guru Cathy White im Interview

Cathy White hilft Startups auf der ganzen Welt bei der Kommunikation. Wir sprachen mit ihr im Interview darüber, wie man die Zielgruppe besser versteht, die PR gut macht und am besten pitcht.
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Cathy White im Interview: Wie Startups PR richtig machen.
© Cathy White

Cathy White berät Startups in Sachen PR- und Kommunikation seit einem Jahrzehnt. Die Gründerin der Agentur CEW Communications arbeitete zuvor als Kommunikationschefin mehrerer Unternehmen und wurde mehrfach ausgezeichnet. Zudem ist die Londonerin Direktorin von Geek Girl Meetup UK, einem Netzwerk für engagierte Frauen in den Bereichen Technik, Design & Startup. Wir haben mit Cathy White über richtige PR gesprochen.

+++ Hier geht’s zum kompletten Interview mit Cathy White +++

Frist things first – arbeite von Fang an mit deinen Kunden, dann ist die Überzeugungsarbeit später leichter. Das ist Cathy Whites Regel Nummer Eins. Denn: „Wer eine Geschäftsidee hat, hat einen Traum und ist fest davon überzeugt für ein bestehendes Problem, die ideale Lösung parat zu haben. Doch dieser Traum kann schnell zum Alptraum werden, wenn die Kunden das anders sehen. Deshalb: Nutz vom ersten Tag an das Wissen deiner potentiellen Kunden.“

Achte aufs Geld und nutze die richtigen Kommunikationskanäle

„Als Startup hat man meist wenig Spielgeld zur Verfügung. Umso wichtiger ist es, das Budget effektiv einzusetzen. Wenn du etwas investierst, sollte auch etwas dabei rauskommen. Sprich mit deinen Kunden. Frag nach, welche Kanäle sie täglich checken? Ist das Twitter, Facebook oder eine bestimmte Zeitung? Bespiel jene Kanäle, auf denen sich deine Kunden aufhalten, dann wird dein Marketing erfolgreich sein.“

Binde den Endkonsumenten emotional, hol dir das Vertrauen deiner Business-Kunden

„Unterscheide ob du im B2C oder B2B Bereich unterwegs bist. Beide Zielgruppen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Im B2C Bereich geht es um das Erzeugen von Emotionen und das Kreieren von Bildern und Wünschen. Ein Kunde mag zwar glauben seine Kaufentscheidung rational zu treffen – dahinter liegt jedoch immer ein emotionaler Impuls. Ich brauch das oder jenes. Wenn ich das kaufe, fühle ich mich besser. Im B2B Bereich geht es um Vertrauen und das Aufbauen von Beziehungen. Frag deinen Businesskunden jedoch nie nach einer Lösung, sondern immer nach dem Problem, das ihn gerade beschäftigt. Dann bist du es, der ihm die Lösung präsentiert.“

Erklär’s deiner Mama und finde die richtige Sprache

„Damit dein Kunde dich versteht, muss du deine Botschaften regelmäßig testen und überprüfen. Stell dir vor du sitzt in einer Bar, trinkst mit jemandem ein Bier, der einen komplett anderen beruflichen Hintergrund hat als du oder stell dir vor du würdest deine Geschäftsidee deiner Mutter oder deinem kleinen Bruder erklären. Sie alle müssen dich verstehen. Nutz diesen Test und deine Kunden werden dich verstehen.“

Pitch Perfect: So überzeugst du Partner

„Arbeite an deinem Präsentationsstil. Wer auf seine Körpersprache, seine Ausdrucksweise und seine Mimik achtet, ist klar im Vorteil. Wenn du einmal die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer hast, dann bleibt sie dir. Schau, dass du relevante Inhalte präsentierst. Investoren wollen Fakten hören. Wieso ist dein Team genau das richtige? Wie groß ist das Marktvolumen? Und zu guter Letzt: Überprüfe deine Annahmen und untermauere sie mit Zahlen. Geprüfte Fakten schaffen Vertrauen und überzeugen Investoren.“

→ Zur Website von Cathy White’s CEW Communication

 

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CEO und Co-Founder Matthäus Offner | (c) Find my Werkstatt / Canva

So manche Autofahrer:innen hat wohl schon einmal der Schreck eingeholt, als die Rechnung für das letzte Service geschrieben wurde. Neben hohen Preisen ist es oft schwierig nachzuvollziehen, wie teuer die Reparatur sein darf. Das soll sich nun mit Find my Werkstatt ändern, denn das Wiener Unternehmen möchte Kosten sichtbar und transparent machen. Es stellt dafür digitale Fahrzeugberichte aus, die Autofahrer:innen zeigen, welche Arbeiten laut Wartungsplan vorgesehen sind, welche Ersatzteile benötigt werden und mit welchem Arbeitsaufwand zu rechnen ist.

„Wir machen Informationen zugänglich“

„Wer sein Auto zum Service bringt, weiß meistens nicht, was tatsächlich gemacht werden muss und wie sich die Rechnung zusammensetzt. Genau das wollen wir ändern. Wir machen Informationen zugänglich, die bisher vor allem Werkstätten zur Verfügung standen“, erklärt Matthäus Offner, Geschäftsführer von Find my Werkstatt. Ihm gehören 49 Prozent der Firma, Mehrheitseigentümer ist die pubbles FilmgesmbH.

Find my Werkstatt greift bei seinen Analysen auf technische Fahrzeugdaten, Wartungsvorgaben, Arbeitszeitwerte und aktuelle Ersatzteilpreise zurück. Laut dem Wiener Unternehmen würden die Service- und Reparaturkosten nach einem ähnlichen Prinzip berechnet werden, wie es auch in professionellen Werkstätten üblich sei. Find my Werkstatt betont aber, dass die berechneten Kosten als Orientierung dienen.

Ein Ersatzteil, zwei Preise

„Was mich immer wieder überrascht, sind die enormen Preisunterschiede bei Windschutzscheiben. Für ein und dasselbe Fahrzeug kann eine Windschutzscheibe bei einem Anbieter rund 300 Euro und bei einem anderen weit über 1.000 Euro kosten“, sagt Offner und ergänzt bezüglich der Arbeitskosten: „Der Stundensatz kann von Werkstatt zu Werkstatt um bis zum Dreifachen variieren. Viele Autofahrer wissen gar nicht, wie groß diese Unterschiede tatsächlich sein können.“ Durch Find my Werkstatt sollen Autofahrer:innen Angebote besser einschätzen können und informiertere Entscheidungen treffen.

Die Plattform würde auch beim Gebrauchtwagenkauf wichtige Informationen zur Verfügung stellen, wodurch Folgekosten besser berücksichtigt werden können. „Ein vermeintlich günstiges Auto kann schnell teuer werden, wenn kurz nach dem Kauf größere Wartungen oder Reparaturen anstehen. Wir wollen, dass man solche Kosten bereits vor dem Kauf besser einschätzen kann“, erklärt Offner.

Recherche nach der passenden Werkstatt

Grundsätzlich wurde Find my Werkstatt vor zwei Jahren gegründet, um eine passende Kfz-Werkstatt in der Nähe zu finden. Nutzer:innen können Betriebe anhand von Standort, angebotenen Leistungen und Bewertungen entdecken und direkt kontaktieren. Bisher habe die Firma 20.000 User:innen und mache laut eigenen Angaben heuer einen Umsatz von rund 100.000 Euro.

Vollständig gebootstrappt, jetzt beginnt Investorensuche

Werkstätte, die auf der Plattform aufgeführt werden möchten, zahlen eine Gebühr zwischen 109 Euro und 150 Euro. Je nach Preis ist eine einfache Listung bis hin zur Verfügungstellung einer Software, die den Prozess des Ersatzteilebesorgens vereinfacht, möglich. Aktuell seien rund 4.300 Werkstätten verzeichnet. Auf der anderen Seite bezahlen Autofahrer:innen pro Bericht zwischen 5,90 Euro und 19,90 Euro. Je nach Preis erhalten sie unterschiedlich ausführliche Informationen. Find my Werkstatt ist bisher eigenfinanziert, wobei man aktuell nach großen Investoren wie Versicherungen, Automarken etc. suche.

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