06.07.2022

prop.ID: Wiener Proptech-Startup holt erstes Investment

Das Startup prop.ID startet mit einer Lösung für hybride Eigentümerversammlungen.
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Alexander Schuch hat prop.ID gegründet © prop.ID
Alexander Schuch hat prop.ID gegründet © prop.ID

Das Wiener Startup prop.ID will wichtige Bereiche der Verwaltung von Immobilien digitalisieren und holt bereits kurz nach der Gründung einen ersten Investor an Bord. Eingestiegen ist Business Angel Peter Prischl, dessen afondo GmbH sich mit dem Deal 27 Prozent der Firmenanteile gesichert hat. Das bringt dem Startup eine Finanzierung in sechsstelliger Höhe, wie prop.ID bekannt gab. 73 Prozent der Anteile bleiben weiterhin in Händen des Gründers und CEOs Alexander Schuch.

Hybride Eigentümerversammlung

prop.ID startet mit einem ganz konkreten Bereich der Immobilienverwaltung und will mit dem Service vBeschluss die Eigentümerversammlung digitalisieren. Die Lösung soll hybride Versammlungen mit einer Videokonferenz-Lösung ermöglichen, die speziell auf die Bedürfnisse einer Eigentümerversammlung zugeschnitten ist. Teil der Lösung seien eine Online-Tagesordnung und eine rechtssichere Erfassung von Beschlüssen via Smartphone, Tablet oder Browser. Noch ist das Service nicht gestartet – auf der Website kann man sich auf eine Warteliste setzen lassen.

Offene Servicelücken schließen

„Die Immobilienbranche hat nach wie vor einen starken Digitalisierungsbedarf. Corona hat den dringenden Bedarf für solche Lösungen aufgezeigt. prop.ID spezialisiert sich hierbei auf vertikale Branchenlösungen und schließt hierbei offene Servicelücken“, erklärt Prischl seinen Einstieg bei dem jungen Proptech. Der Investor kommt aus dem Immobilien-Consulting und hat nach eigenen Angaben bereits zahlreiche internationale Hausverwaltungen beraten. Schuch hat bereits früher Unternehmen gegründet und mit aufgebaut – darunter auch die Ferienimmobilien-Plattform reposee. „Es gibt in der Immobilienwirtschaft noch viel zu digitalisieren. Wir haben noch viel vor“, sagt Schuch.

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© WeAreDevelopers

Bereits im Juli 2025 kündigte das WeAreDevelopers-Team, rund um Sead Ahmetović, Benjamin Ruschin und Thomas Pamminger ihre US-Premiere 2026 an. Nun hat das 2017 in Wien gegründete Unternehmen den Sprung über den Atlantik umgesetzt. Nach Event-Stationen in Österreich und Deutschland hielt das Wiener Startup, das eine globale Entwickler-Plattform betreibt, vom 23. bis 25. September 2026 seinen ersten World Congress im Silicon Valley ab.

KI im Produktivbetrieb

In Partnerschaft mit dem US-Softwareanbieter Docker versammelte die Veranstaltung mehr als 10.000 Developer, AI Builder und Führungskräfte im San José Convention Center. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie KI-gestützte Software den Schritt vom Prototyp in den Produktivbetrieb schafft.

„Zwei Jahre voller Demos und Pilotprojekte haben gezeigt, was möglich ist. Jetzt geht es darum, KI erfolgreich in die Systeme zu integrieren, auf die sich Unternehmen täglich verlassen. Das ist die eigentliche Aufgabe für die Branche“, sagt Sead Ahmetović, CEO und Co-Founder von WeAreDevelopers. „Genau deshalb bringen wir alle an einen Tisch.“

Docker-Präsident Mark Cavage stellte auf der Main Stage unter anderem die neuen Docker Cloud Sandboxes für die isolierte Ausführung von KI-Agenten vor. Zu den Speakern zählten Thomas Dohmke (Entire, ex-GitHub), Amjad Masad (Replit) sowie DOOM-Miterfinder John Romero.

Nächster Halt Indien

Mit dem Debüt in Nordamerika treibt das Unternehmen seine internationale Expansion voran. Den Jahresabschluss soll die WeAreDevelopers Conference India am 25. und 26. November in Bengaluru bilden.

„Softwareentwicklung mit KI braucht einen globalen Dialog. Und der muss auf technischer Ebene stattfinden: zwischen den Menschen, die die eigentliche Arbeit machen, und den Führungskräften, die über die Zukunft ihrer Unternehmen entscheiden“, betont Executive Chairman und Co-Founder Benjamin Ruschin zum Ausbau der internationalen Präsenz.

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