26.01.2016

Programmierschule „SmartNinja“ eröffnet in Wien

In Österreich hat sich die slowenische Coding-Schule Unterstützung geholt. In Kooperation mit der Girls n‘ Code Initiative der beiden Wiener Gründerinnen Larisa Stanescu und Eva Krizsanits soll der Start in Wien gelingen.
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Menschen mit kreativen Ideen sollen lernen, diese auch technisch umzusetzen.

In Slowenien wollen Matej Ramuta und Miha Fabjan ihre Idee bereits erfolgreich umgesetzt haben, nun geht es an die Expansion: Ihre Programmierschule „SmartNinja“ soll in Workshops in Wien Interessierten gängige Programmiersprachen beibringen.

Die Idee soll ein altbekanntes Problem lösen. Auf Startup-Get2gethers trifft man zwar viele motivierte Kreativköpfe mit innovativen Ideen, an der technischen Umsetzung scheitert es allerdings oft. „Developer sind Mangelware und nicht nur in der Startup Welt sehr gefragt“, meint Ramuta. Dabei biete einem die Welt des Codings unzählige Möglichkeiten: „Von neuen Jobs bis zur Möglichkeit seine Startup Idee technisch zu realisieren.“

Mit „SmartNinja“ programmieren lernen

Die beiden Gründer, die „SmartNinja“ erst letztes Jahr ins Leben gerufen haben,  richten sich dabei an Anfänger und Fortgeschrittene. „Die Kurse sind praxisorientiert. Wir arbeiten direkt an realen Aufgabenstellungen und erstellen beispielsweise gleich erste Webseiten mit HTML und CSS“, erklärt Ramuta. Die besten Programmierer sollen außerdem mit IT-Unternehmen vernetzt werden.

Auch am Arbeitsmarkt sind Basic-Programmier-Skills gefragt. „Die Nachfrage nach IT-Mitarbeitern war noch nie so groß wie heute – gleichzeitig ist das Angebot nach wie vor nicht ausreichend. Informationstechnik durchdringt unsere Gesellschaft völlig und immer mehr Unternehmen sind auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern mit IT-Skills“, meint auch Fabjan.

Frauen und Technik

Mit der Plattform Girls n‘ Code soll der Anfang in Österreich erleichtert werden. Man habe sich zufällig bei einer Auslandsreise in Wien kennengelernt. „Als wir von der Idee erfahren haben, eine Coding-Schule in Wien zu eröffnen, dachten wir natürlich gleich, dass das passt“, meint Girls n‘ Code Gründerin Eva Krizsanits. Sie wollen mit ihrer Plattform über Video-Tutorials Frauen das programmieren näher bringen.  „Zehn Frauen haben bereits mit Hilfe von unseren Tutorials erste Webseiten erstellt“, meint Krizsanits stolz. Die Kooperation soll zusätzlichen Boost bringen.

Larisa Stanescu und Eva Krizsantis haben knowbie.io ins Leben gerufen.
Larisa Stanescu und Eva Krizsantis von Gils n‘ Code haben auch knowbie.io ins Leben gerufen.

Ein erstes Coding-Wochenende für Anfänger ist bereits geplant. Bald wird auch der erste Web Development Kurs starten, der drei Monate lang dauern wird. das Angebot möchte man nach und nach intensiv ausbauen. Ziel ist es, Talente zu finden und zu fördern.

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(v.l.) Das Führungsteam von reebuild: Nicolaus Lederer, Alexander Kornell, Matteo Cimadom, Luca Papay © Oskar Fleischanderl

Papierordner und manuell geführte Excel-Tabellen sollen der Vergangenheit angehören, zumindest wenn es nach reebuild geht. Das Tech-Startup automatisiert mit seiner KI administrative Tätigkeiten von Bauleitern. Es wandelt also Dokumente, PDFs, Fotos etc. in strukturierte Daten um oder automatisiert Aufgaben wie die Rechnungsprüfung. In der vergangenen Pre-Seed-Runde sind bereits bekannte Investoren wie Hansi Hansmann eingestiegen (brutkasten berichtete). Nun schloss reebuild eine Seed-Runde von über drei Millionen Euro ab, angeführt vom europäischen Investor Fortino Ventures, mit Beteiligung von Rise PropTech und CuriosityVC.

Weitere Automatisierung des kaufmännischen Ablaufs

Mit dem frischen Kapital sollen KI-gestützte Module weiterentwickelt werden, durch die der kaufmännische Ablauf von der Kalkulation bis zur Buchhaltung weitgehend automatisiert werde. „Wir wollen den Kosmos auf unserer Plattform mit immer neuen Workflows erweitern. Darunter verstehen wir z.B. den Erstellungsprozess von Ausgangsrechnungen“, sagt CEO und Gründer von reebuild Alexander Kornell im brutkasten-Gespräch. Zudem soll das Büro in Wien personell aufgestockt werden. Aktuell ist reebuild in Deutschland und in Österreich etabliert. Durch die Investitionen soll nun in weitere europäische Länder wie Italien oder Polen expandiert werden. Es gebe bereits Entwicklungspartnerschaften mit ersten Proof Points.

Zu den Kund:innen zählen Unternehmen wie Pittel+Brausewetter oder 3SI Immogroup. Die Software wird, laut dem Startup, in Wien entwickelt, in Deutschland gehostet und ist DSGVO-konform.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt“

„Wir sind überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für Bauunternehmen und Projektentwickler ist, ihre Backoffice-Prozesse mit Software und KI zu digitalisieren und zu automatisieren“, sagt Wouter Goossens, Partner bei Fortino Ventures. Reebuild erklärt, dass die Verwaltung und Steuerung von Kosten zwischen den Abteilungen im operativen Geschäft der Baubranche veraltet sei. Rechnungen würden händisch mit Vertragsbedingungen oder Lieferscheinen abgeglichen und Führungskräfte würden Entscheidungen auf Basis überholter Informationen treffen müssen.

„Wir kennen die Probleme der Branche aus erster Hand und entwickeln reebuild gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden extrem nah an der Praxis“, sagt Kornell über die Baubranche und ergänzt: „Wir sind überzeugt, dass wir diesen Markt mit einem Team aus Bau- und Technologie-Know-how aufmischen können. Nicht mit einem weiteren Tool, sondern mit einer Lösung, die wirklich versteht, wie Baustellen und Projekte kaufmännisch abgewickelt werden.“

Reebuild sorge für beschleunigte Prozesse und aktuellere Entscheidungsgrundlagen, was wiederum zu messbaren Einsparungen im gesamten Unternehmen führe. Beschaffungskosten könnten dadurch um bis zu 20 Prozent sinken.

Vision: Administrativer Aufwand auf null senken

Der bürokratische Aufwand soll laut reebuild in Zukunft gänzlich verschwinden. Auf Basis der strukturierten Daten hinter jedem Dokument entwickele reebuild das Agentic Backoffice für Bauunternehmen. KI-Agenten übernehmen eigenständig Routineaufgaben wie Prüfung, Abgleich und Vorkontierung. Dadurch sollen Teams ihre Zeit eher für das operative Geschäft anstatt für das manuelle Kostencontrolling nutzen.

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