20.03.2025
PRODUKTCHECK

Product Origin Checker: Herkunfts-Check per Strichcode von Oscar-Stories-Gründern

Ist das Produkt aus der EU bzw. aus Europa? Diese Frage beantwortet der Product Origin Checker von Dima Rubanov und Matthias Neumayer per Strichcode-Scan.
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Product Origin Checker Lora - FragDie.EU - Die Founder Dima Rubanov und Matthias Neumayer | (c) Oscar Stories, Lorastral
Die Founder Dima Rubanov und Matthias Neumayer | (c) Oscar Stories

Dima Rubanov und Matthias Neumayer haben es schon wieder getan. Mit ihrem Wiener Startup HeyQQ haben die beiden bereits einige, teils sehr unterschiedliche, Produkte gelauncht. Die Spannweite geht von KI-generierten Gute-Nacht-Geschichten von OscarStories über die kindgerechte KI Lora bis zum Dokumente-Erklär-Chatbot FragDasPDF. Gemeinsam haben alle, dass sie auf Large Language Models basieren. Dazu kommen immer wieder kleine Tools, die die beiden Gründer nebenbei bauen und gratis zu Verfügung stellen – etwa Wahlprogramm-Erklär-Chatbots vor Wahlen.

„Arbeiten gerne an kleineren Projekten am Wochenende“

„Wir sind leidenschaftliche Programmierer und arbeiten gerne an kleineren Projekten am Wochenende. Ein Beispiel dafür ist auch unser Tool, das die US-Zensur von DEI-Wörtern [Anm. d. Red: Diversity, Equity & Inclusion] umgeht“, sagt Co-Founder Neumayr gegenüber brutkasten. Nun brachten er und Rubanov mit dem Product Origin Checker ebenso ein Gratis-Tool heraus. Per Strichcode-Scan beantwortet es eine einfache Frage: Woher kommt das Produkt?

Product Origin Checker: Mehr Anerkennung für europäische Produkte

Man sei dazu von Initiativen wie „Buy from Europe“ auf Reddit inspiriert worden und wolle damit im Lichte der aktuellen globalen Entwicklungen mehr Transparenz über die Herkunft von Produkten schaffen, sagt Neumayer. „Wir haben das Gefühl, dass viele europäische Errungenschaften und Erfolge oft nicht die Anerkennung erhalten, die sie verdienen, sei es in der Innovation, der Produktion oder der Qualität von Unternehmen. Dabei geht es nicht nur um Technologie, sondern auch um viele andere Branchen“, so der Gründer.

Neumayer und Rubanov setzen auch bei anderen Produkten verstärkt auf Europa

Den Fokus auf europäische Produkte wolle man auch in der eigenen Arbeit und bei den anderen Produkten verstärken, betont Neumayer, „denn vieles, was international genutzt wird, ist auch in Europa möglich“. Generell lege man bei allen Projekten großen Wert auf Datenschutz und europäische Infrastruktur. „Bei FragDasPDF hosten wir unsere Server in Europa und setzen auf DSGVO-konforme Lösungen. In Zukunft wollen wir auch verstärkt europäische KI-Modelle wie Mistral integrieren“, so der Gründer.

Product Origin Checker: „Open Food Facts“-API als Basis mit Lücken

Der Product Origin Checker gibt Informationen zu Sitz des produzierenden Unternehmens und zu den Produktionsorten. Die Angaben zu den Produktionsorten basieren auf Daten der „Open Food Facts“-API und sind davon abhängig, ob ein entsprechender Eintrag dort vorhanden ist. Der Praxis-Test zeigt, dass das bei einigen Produkten nicht der Fall ist. Für die Angaben zum Unternehmenssitz wird eine AI-Lösung genutzt.

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Martina Egger, Director Country Management Österreich bei Redcare Pharmacy (Shop-Apotheke.at) |(c) brutkasten / Haris Dervisevic

Redcare Pharmacy ist Europas führende Online-Apotheke und tritt in Österreich unter Shop-Apotheke.at auf. Die Gruppe setzte 2025 rund 2,9 Mrd. Euro um, ein Plus von 24 Prozent, und zählt europaweit über 14,2 Millionen aktive Kund:innen. Laut Handelsverband war das Unternehmen zuletzt der drittgrößte Onlineshop des Landes, nach Amazon und Zalando. Ein zentrales Geschäftsfeld bleibt hierzulande aber verschlossen: Der Versand rezeptpflichtiger Medikamente, in acht EU-Ländern längst erlaubt, ist in Österreich verboten.

Für dieses Thema steht bei Redcare Martina Egger. Die gebürtige Deutsche wurde in der heimischen Startup-Szene als Mitgründerin von Pluz Care bekannt, einer Plattform, die rezeptfreie Medikamente gemeinsam mit lokalen Apotheken nach Hause lieferte. Nach dem Aus des Startups holte sie Redcare Pharmacy als Director Country Management Österreich, unter der Bedingung, unternehmerisch frei agieren zu können.

Im Gespräch mit brutkasten plädiert Egger offen für eine Liberalisierung des Rx-Versands und verweist auf eine von Redcare beauftragte EcoAustria-Studie, die ein volkswirtschaftliches Potenzial im dreistelligen Millionenbereich sieht. Sie erklärt, warum sie kein Apothekensterben fürchtet, wie das Unternehmen Beratung digital abbildet und welche Rolle KI-Agenten künftig spielen sollen.


brutkasten: Du hast Pluz Care mitgegründet, das später in Liquidation übernommen wurde. Was hat dich zu Redcare gebracht?

Ich bin dem Thema treu geblieben. Pluz Care wollte Medikamente binnen einer Stunde nach Hause bringen, in Österreich aber nur rezeptfreie. Als die Finanzierung scheiterte – zwei Due-Diligence-Runden durch, dann geplatzt – hat mich Shop-Apotheke als Country Managerin geholt. Meine Bedingung war, unternehmerisch frei handeln zu können. Heute kann ich viel mehr an der Sache arbeiten als zur Startup-Zeit, in der ich vor allem am Fundraisen war.

brutkasten: Wie entwickelt sich Redcare in Österreich?

Konkrete Österreich-Zahlen nennen wir als börsennotiertes Unternehmen nicht, wir berichten auf Group Level. Aber laut Handelsverband waren wir zuletzt der drittgrößte Onlineshop des Landes, nach Amazon und Zalando. Wir gewinnen weiter eine fünfstellige Zahl neuer Kund:innen pro Monat. Den größten Mehrwert sehen die ländlichen Regionen, dort wird die Online-Bestellung von Medikamenten am stärksten angenommen.

brutkasten: Der Versand rezeptpflichtiger Medikamente ist in Österreich verboten. Warum?

Pharmazeutisch gibt es keinen Grund, der gegen den Rx-Versand spricht. In Deutschland gibt es ihn seit 25 Jahren, in der Schweiz ist er erlaubt. In Skandinavien sind Online-Apotheken bereits lange etabliert. Shop-Apotheke ist eine echte Apotheke, die denselben Regularien unterliegt wie jede andere in Europa. Dass es das Verbot in Österreich gibt, ist eine Frage des politischen Willens. Ähnlich wie bei der Notariatskammer geht es um den Schutz bestehender Strukturen.

brutkasten: Führt der Onlineversand zum Apothekensterben?

In Österreich nicht, im Gegenteil, die Zahl der Apotheken steigt. Das deutsche Problem liegt an der schwierigen Nachfolge und an schließenden Arztpraxen. In Startup-Sprache: Der Arzt ist der Lead Generator für die Apotheke, fällt er weg, ist der Sales Funnel done. Die Dimension ist ohnehin überschaubar: In Deutschland liegt der Online-Anteil am Rx-Geschäft bei fast zwei Prozent, in Märkten mit langer Erfahrung wie Schweden bei etwa 20 Prozent.

Martina Egger im Gespräch mit brutkasten | (c) brutkasten / Haris Dervisevic

brutkasten: Wie versucht ihr, das zu ändern?

Wir sprechen uns seit rund einem Jahr offen für die Rx-Liberalisierung aus, auch im Austausch mit der Apothekerkammer. Eine von uns beauftragte EcoAustria-Studie hat das volkswirtschaftliche Potenzial einer Öffnung berechnet, etwa durch ersparte Wege, herausgekommen ist ein Betrag im dreistelligen Millionenbereich. Auf EU-Ebene erwarte ich viel, gleichzeitig liegt die Entscheidung bei den Mitgliedstaaten. Wichtig ist das hybride Modell: Niemand wird gezwungen, aber wer in Vorarlberg 30 Kilometer zur nächsten Apotheke hat, soll die Option bekommen.

brutkasten: Eine Online-Apotheke verschickt also nicht nur Pakete?

Nein, wir sind eine Apotheke und müssen beraten. Der durchschnittliche Rx-Kunde in Deutschland ist über 60, entsprechend hoch ist die Zahl unserer meist telefonischen Beratungsgespräche. Jede Bestellung durchläuft einen Wechselwirkungscheck, das Vier-Augen-Prinzip bilden wir digital ab. Erkennt das System eine Wechselwirkung, nehmen wir Kontakt auf, notfalls auch zum Arzt.

brutkasten: Wo setzt ihr auf KI?

KI nutzen wir, wo es geht, viel im Hintergrund, etwa im Pricing. Eine eigene AI-Unit beschäftigt sich mit Conversational Commerce. Wir tracken auch schon den Traffic über ChatGPT, der ist noch nicht relevant, steigt aber leicht.

brutkasten: Wo wollt ihr wachsen, und ist Amazon Pharmacy eine Gefahr?

Wachsen wollen wir in allen Bestandsmärkten, neue Markteintritte sind derzeit kein Thema, wir schauen uns aber immer potenzielle Märkte an. Der Fokus liegt klar auf dem Kerngeschäft. Amazon Pharmacy sehe ich nicht als unmittelbare Bedrohung, der US-Markt funktioniert so anders, dass sich die Modelle kaum vergleichen lassen.

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