22.11.2022

Probando launcht seine Plattform neu

Das Grazer Scale-up Probando will damit ein holistisches Ökosystem für Studien schaffen.
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Probando
(c) Probando - Vieles wird neu beim Probando-Team.

Das Ziel des Relaunchs inklusive Rebranding des Portals ist die Entwicklung eines ganzheitlichen Ökosystems für Studien, das Produkte für die Bereiche vor, während und nach einer Studie anbieten wird – von „Probando Pay“ bis zum „Feasibility-Tool“, um genau zu sein.

Probando behält Kerngeschäft

Kern des Grazer Startups ist nach wie vor das Suchen und Finden von passenden Teilnehmern für klinische Studien und Umfragen. Hinzu kommen nun unterschiedlichste Serviceprodukte, die Probando künftig als „Managed Service Provider“ Pharmaunternehmen, „Contract Research Organizations“ und Studienzentren anbieten möchte.

Die neu gestaltete Version der Plattform ging am 21. November online. Auch technisch gibt es Neuerungen: Die Suche sei effizienter geworden, für Patienten gebe es eine progressive Web-App, die eine bessere „User-Experience“ samt besserem „User-Interface“ für Mobil-Nutzer ermögliche. Das neue Dashboard für Studien-Verantwortliche vereinfache es zudem, den aktuellen Status des Patienten abbilden zu können.

Probando Pay

„Wir haben Studien neu gedacht und verbessern an unserem Portal alles, was bis dato existiert“, sagt Manuel Leal Garcia, Probando-Co-Founder und Geschäftsführer. „Probando Patient ist der Status Quo. Unser nächster Schritt ist ‚Probando Pay‘, ein Bezahlsystem für klinische Studien.“

Dies startet im ersten Quartal 2023 und dient der automatisierten Auszahlung von Aufwandsentschädigungen, Kilometergeld oder sonstigen Spesen an Studienteilnehmer, die durch den Auftraggeber zentral gesteuert und freigegeben werden. „Dabei werden alle vorgeschriebenen Regularien eingehalten“, so Garcia weiter.

„Probando Feasibility“ indes wird gerade erforscht und entwickelt: „Das Feasibility-Tool ist ein interuniversitäres Forschungsprojekt, auf das wir ganz stolz sind“, sagt Matthias Ruhri, Probando-Co-Founder und Geschäftsführer.

Ziel: Globaler Player

Das Ziel: Eine Vorhersage, welcher Standort für eine Studie am besten geeignet ist und wo man am besten potenzielle Patientengruppen findet.

Weitere Servicelösungen wie Terminmanagement, end-to-end-verschlüsselte Kommunikation und Pre-Screenings sollen folgen.

„Wir positionieren uns durch das Rebranding und das neue Design als globaler Player mit einer globalen Marke“, erläutert Ruhri weiter. „Wir integrieren in unsere Studienplattform intelligente Systeme aus dem Bereich der Digitalisierung und Automation. Trotz der technischen Entwicklung ist und bleibt unser Fokus menschenzentriert und auf die Forschung gerichtet.“

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Das Gründerteam von Theradocx. (v.l.) Petronel Liciu, Selin Matun, Jan Hoppel | © Theradocx

Theradocx möchte den Arbeitsalltag von Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen erleichtern. Eine eigens entwickelte KI-Anwendung erstellt Protokolle und Zusammenfassungen, indem sie Sitzungen aufnimmt und analysiert, wie brutkasten berichtete. Kürzlich erhielt Theradocx ein FFG-Förderprojekt mit einem Projektvolumen von 580.000 Euro.

Verbesserung der KI

Im Zuge dieses Projekts will das 2025 gegründete Unternehmen seine KI weiterentwickeln. Das heißt: Die Transkription soll präziser werden, unterschiedliche Sprecher besser erkannt und die Erstellung von Protokollen sowie thematischen und emotionalen Analysen verbessert werden. „Ein großer Teil der Projektmittel fließt in den Ausbau unseres Entwicklungs- und Forschungsteams und damit direkt in die technologische Weiterentwicklung von Theradocx“, erklärt Co-Founderin Selin Matun.

Zudem wird laut Matun die Plattform auch rechtlich und regulatorisch weiterentwickelt. Stichwort: Datenschutz und EU AI Act.

Kooperation mit Sigmund Freud Privatuniversität

Im Zuge des geförderten Projekts ging Theradocx eine Kooperation mit der Sigmund Freud Privatuniversität ein, durch die seine KI-Systeme validiert werden sollen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Spracherkennung. Unterschiedliche Dialekte, Sprecher:innen und akustische Bedingungen sollen getestet werden, wodurch Schwachstellen identifiziert werden können. Zudem sollen die psychotherapeutischen Dokumentationen und Analysen durch Fachpersonal der Sigmund Freud Privatuniversität verbessert werden.

„Für uns ist diese Kooperation besonders wichtig, weil wir nicht nur technisch leistungsfähige KI entwickeln möchten. Wir wollen auch wissenschaftlich überprüfen, ob die Ergebnisse psychotherapeutischen Qualitätsstandards entsprechen und in der Praxis tatsächlich einen Mehrwert schaffen“, sagt Matun und ergänzt: „Gemeinsam möchten wir einen wissenschaftlich fundierten Evaluationsprozess etablieren, durch den die Qualität unserer KI-Ergebnisse nicht nur technisch, sondern auch anhand psychotherapeutischer Kriterien beurteilt und kontinuierlich verbessert werden kann.“

Etablierung im DACH-Raum

Neben der qualitativen Verbesserung der KI möchte Theradocx in Zukunft weiter skalieren und sich noch stärker im DACH-Raum festigen. Das Ziel sei laut Matun, zu einer „zentralen digitalen Arbeitsplattform für Psychotherapeut:innen“ zu werden. Anschließend möchte das Startup weitere europäische Märkte erschließen.

Brigitte-Hamann-Preis 2026

Kürzlich wurde das Projekt mit dem  Brigitte-Hamann-Preis 2026 in der Kategorie „Startup“ ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt herausragende Leistungen von Studierenden und Absolvent:innen österreichischer Privatuniversitäten in den Bereichen Forschung, Startups und Kunst. Eine Fachjury zeichnet pro Kategorie eine Person aus.

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