09.02.2021

privatec: Wiener Startup schützt iPhones vor „spechtelnden“ Blicken

Sebastian Drossos, privatec-Gründer, hat eine iPhone-Schutzhülle entwickelt, die sowohl das Display schonen, als auch vor fremden Blicken schützen soll.
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privatec, Handy Schutzhülle. iPhon, iphones Schützhülle
(c) privatec/FB - Die Schutzhülle von privatec verhindert das seitliche "spechteln" während der iPhone-Nutzung.

Handyhüllen gibt es zu Hauf am Markt. Diejenige von privatec für iPhones (von 6 bis 12) soll sich in mehreren Punkten davon unterscheiden. Unter anderem dadurch, dass sie ab 45 Grad Blickwinkel einen Sichtschutz bietet und somit fremde Personen daran hindert in der Straßenbahn oder im Flieger „mitzuschauen“.

Spy-Schutz in den „Öffis“

Dem Gründer Sebastian Drossos geht es dabei nicht bloß um die private Nutzung in den öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch um sensible Daten. Heutzutage sei das Smartphone ja ein Gerät, das viele User zum Arbeiten, E-Mails lesen, Nachrichten senden oder Dokumente transferieren nutzen, so sein Gedankengang, der zu dieser Idee führte. In diesem Sinne kommt privatec als „2-in-1 Sicht- & Bruchschutzfolie“ daher, die die Privatsphäre des Users schützen soll.

Der Founder verspricht bei seinem „Anti-Spy-Effekt“ zu 80 Prozent freie Sicht von vorne – eigenen Angaben nach um bis zu 20 Prozent besser als Alternativen – und eine Beibehaltung der Sensitivität des iPhone-Displays ohne störende Linien quer über den Bildschirm. Sowie eine hohe Lichtdurchlässigkeit, wie man wirbt. Zudem soll die entwickelte Shock-Absorptions-Schicht starke Stöße ausgleichen.

privatec auch für andere Smartphone-Modelle geplant

Das 9H-gehärtete Glas, das von einem Silikonrahmen umrandet ist, soll einer Härte von Saphirglas entsprechen; die Beschichtungstechnologie einen Kratzschutz für die Displayschutzfolie bieten. Produziert wird in China, vertrieben über den eigenen Webkanal oder Shopify. In Zukunft plant der Gründer die Entwicklung von Sichtschutzfolien auch für Modelle anderer Hersteller. Näheres zum Produkt gibt es am heutigen Dienstag Abend auf Puls 4 in der Show „2 Minuten 2 Millionen“ zu sehen.

Promo-Video von privatec

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QuantumDiamonds
Die Gründer von QuantumDiamonds: Fleming Bruckmaier (links) und Kevin Berghoff (rechts). Copyright: QuantumDiamonds GmbH.

Das Münchner Spinoff QuantumDiamonds holt sich insgesamt 91 Millionen Euro. 76 Millionen der Gesamtfinanzierung stammen aus einer Förderung im Rahmen des European Chips Acts der Europäischen Kommission, die gemeinsam vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Freistaat Bayern bereitgestellt wird. Weitere 15 Millionen Euro sind Eigenkapital aus einer Series-A-Finanzierungsrunde, an der sich neben Bayern Kapital mit dem ScaleUp-Fonds Bayern auch der Lead-Investor World Fund sowie IQ Capital, Earlybird, First Momentum, UnternehmerTUM Funding for Innovators, Creator Fund, Onsight Ventures sowie mehrere Angel-Investoren beteiligt haben.

QuantumDiamonds mit Skalierungsplänen

Mit den Mitteln aus der Runde plant QuantumDiamonds, seine Technologie weiter zu skalieren und sein Ingenieurteam zu erweitern. Zudem wird das Unternehmen noch im Jahr 2026 den ersten Abschnitt eines neuen 152-Millionen-Euro-Produktionsstandorts in München in Betrieb nehmen.

QuantumDiamonds möchte sich allgemein als einer der am schnellsten wachsenden Entwickler von innovativer Präzisionsmesstechnik für die Chip-Industrie positionieren. Es wurde im Jahr 2022 als Spinoff der Technischen Universität München (TUM) gegründet.

Auf Basis synthetischer Diamanten

Die Technologie der Münchner kombiniert Quantensensorik und Bildgebung auf Basis von synthetischen Diamanten. Im Ergebnis könne QuantumDiamonds so komplexe Chip-Architekturen effizient und zerstörungsfrei prüfen, heißt es vom Unternehmen. Dabei nutzt das Quantensensorikverfahren des Spinoffs Stickstoff-Vakanzzentren in synthetischen Diamanten, um Magnetfelder mit höchster Präzision zu erkennen. Auf diese Weise lassen sich bisher nicht erkennbare Fehler in komplexen 3D-Chip-Architekturen identifizieren – mit einer Genauigkeit im Nanometerbereich, wie es heißt.

QuantumDiamonds arbeitet eigenen Angaben zufolge mit neun der zehn weltweit führenden Chip-Hersteller zusammen und unterstützt diese dabei, Fehlerursachen frühzeitig zu identifizieren, ihre Prozesseffizienz zu steigern und Energiekosten sowie Emissionen zu reduzieren. Dafür hat das Unternehmen im März und April 2026 nach Taiwan und Kalifornien expandiert.

„Quantensensorik in Chip-Fabriken weltweit zu etablieren“

„Diese Finanzierung ist ein wichtiger Schritt, um Quantensensorik in Chip-Fabriken weltweit zu etablieren“, sagt Kevin Berghoff, CEO und Mitgründer von QuantumDiamonds. „Das Feedback der führenden Chip-Hersteller spricht für sich: Sie sehen in der Technologie von QuantumDiamonds eine Effizienzsteigerung, die mit aktueller Technik nicht erreichbar wäre. Mit bereits laufenden Projekten in den USA und Taiwan und dem Hochfahren der Serienproduktion in München nimmt Europa nicht nur an der nächsten Phase des Chip-Zeitalters teil, sondern gestaltet diese maßgeblich mit.“

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