08.08.2025
EY-STUDIE

Private Equity: Einbruch in Europa, Österreich „vergleichsweise stabil“

Laut dem aktuellen EY State of Private Equity Report Europe macht vor allem ein "Exit-Stau" dem Pivate-Equity-Sektor in Europa zu schaffen.
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Moderater Rückgang in Österreich im Private-Equity-Sektor
(c) charlesdeluvio via Unsplash

Ein Minus von 52 Prozent bei Private-Equity-Deals in Frankreich, ein Minus von 37 Prozent in Großbritannien und Irland und minus 39 Prozent auf der iberischen Halbinsel – das sind Ergebnisse aus dem EY State of Private Equity Report Europe für das erste Quartal 2025, der nun herausgegeben wurde.

Deal-Rückgang in der DACH-Region „nur“ acht Prozent

Und anders als in anderen wirtschaftlichen Bereichen, wo die DACH-Region zuletzt besonders stark von der anhaltenden Krise betroffen war, steigt sie im Private-Equity-Sektor vergleichsweise gut aus. Der Rückgang bei den Deals beträgt hier „nur“ acht Prozent. „Österreich zeigte dabei innerhalb der Region eine robuste Entwicklung, insbesondere durch Aktivitäten in den Sektoren Technologie und Gesundheitswesen“, präzisiert man bei EY.

Partner Dieter Schalko führt aus: „Österreich profitiert von seiner mittelständisch geprägten Unternehmenslandschaft, die in schwierigen Marktphasen besonders attraktiv für Add-on-Strategien ist.“ Das Interesse an resilienten Branchen wie Tech, Healthcare und Industrie sei ungebrochen.

Auch Grund zum Optimismus

Als Gründe für die insgesamt schlechte Entwicklung nennt EY geopolitische Spannungen, insbesondere zwischen den USA und China, sowie die anhaltende Unsicherheit rund um Zölle, Zinsen und Konjunktur. Es werden aber auch positive Entwicklungen ausgewiesen, die Grund zum Optimismus böten, namentlich die Zinswende, erste Anzeichen für eine sinkende Inflation und historisch hohe Dry-Powder-Bestände, also vorhandenes, aber nicht investiertes Kapital.

Gesamteuropäischer „Exit-Stau“

Als besonders großes Problem in der europäischen Private-Equity-Landschaft führt EY einen anhaltenden „Exit-Stau“ an. Im ersten Quartal 2025 wurden demnach europaweit nur 132 Exits gezählt – neun Prozent weniger als im ersten Quartal des Vorjahrs und 25 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Besonders stark betroffen ist der strategische Verkauf – laut EY traditionell die häufigste Exit-Route –, der um 14 Prozent zurückging. IPOs spielen aktuell kaum eine Rolle.

Exit-Readiness entscheidend, Österreich mit „auffällig hohem Professionalisierungsgrad“

Dabei geht es nicht nur um die allgemeine wirtschaftliche Lage, sondern auch um die „Exit-Readiness“ der einzelnen Unternehmen, wie Schalko erläutert: „Das Problem ist nicht nur das Marktumfeld, sondern die Vorbereitung. Wer heute verkaufen will, braucht eine präzise Positionierung, datenbasierte Narrative und ein eingespieltes Führungsteam.“ Die Studie zeigt dabei zudem: 93 Prozent der Firmen, die proaktiv auf Exit-Readiness setzen, konnten ihre Bewertungen beim Verkauf verbessern.

Österreich hat laut EY einen „auffällig hohen Professionalisierungsgrad in der Exit-Vorbereitung“. Vor allem Fonds mit Fokus auf KMU würden vermehrt auf strukturierte Prozesse, frühzeitige Exit-Szenarien und intensive Managementschulungen setzen.

Tech-Branche dominiert Private-Equity-Deals

Gleichzeitig seien die Entry-Valuations laut Studie wieder auf „realistischere Niveaus“ zurückgekehrt – ein Trend, den Investor:innen positiv bewerten würden. Finanzierungen seien im ersten Quartal 2025 sogar günstiger als in den drei Jahren zuvor gewesen. Auf Branchen-Seite dominiert der TMT-Bereich (Technology, Media, Telecommunications) mit 30 Prozent aller Deals. Insbesondere Unternehmen mit KI-Kompetenz, skalierbaren SaaS-Modellen oder Anwendungen im Bereich Cybersecurity und Infrastruktur stießen auf Investoreninteresse, heißt es von EY.

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Elisabeth van Holthe tot Echten ist seit letztem Jahr als Program & Events Managerin bei AustrianStartups tätig. Hier leitet sie das Entrepreneurial Leadership Program (ELP), ein einjähriges Programm für angehende Gründer:innen, sowie den Startup World Cup Austria. Davor war sie bei Female Founders, wo sie Programme für Gründerinnen und Führungskräfte konzipiert und umgesetzt hat. Mit erstem Juli wird sie nun Adrian Zettl als COO von AustrianStartups folgen.

Neue Initiativen

Ein strategischer Schwerpunkt liegt dabei auf der Erweiterung des Angebots für Later-Stage-Unternehmen. Dass dieser Kurs bereits erfolgreich eingeleitet wurde, zeigen die im März 2026 gestarteten Founder Memberships sowie das exklusive Mai-Event { founders only }, das sich speziell an Gründer:innen mit mehr als 500.000 Euro Umsatz oder Investment richtete. Ziel der neuen COO ist es, diesen vertraulichen Peer-Austausch weiter zu fördern und Startups von der ersten Idee bis zum Scaleup auf ihrer gesamten Reise zu begleiten.

„Ich freue mich sehr auf die neue Rolle. Wir haben mit den neuen Formaten bereits gezeigt, was möglich ist, wenn wir Gründerinnen und Gründer gezielt zusammenbringen. Jetzt geht es darum, diesen Ansatz weiter auszubauen und unseren Community Impact zu skalieren, damit wir mehr Founder entlang ihrer gesamten Journey erreichen und konkret unterstützen“, so Elisabeth van Holthe tot Echten.

Elisabeth van Holthe tot Echten wird an der Seite von Hannah Wundsam in das C-Level von AustrianStartups einsteigen. (c) AustrianStartups

Abschied nach zwölf Jahren

Adrian Zettl tritt Ende des Monats als Co-Managing Director von AustrianStartups zurück. Nach insgesamt zwölf Jahren in verschiedenen Funktionen innerhalb der Organisation blickt Zettl in einem persönlichen Statement auf LinkedIn auf die Entwicklung des österreichischen Startup-Ökosystems zurück.

Viele seiner bisherigen operativen Verantwortlichkeiten werden künftig von van Holthe tot Echten in ihrer neuen Rolle als COO übernommen. Auch van Holthe tot Echten meldet sich über LinkedIn zu Wort: „Das erste Halbjahr 2026 hat bereits gezeigt, wozu österreichische Startups fähig sind: Das Talent ist da, der Ehrgeiz ist da und zunehmend auch die Infrastruktur. Aber es ist noch ein weiter Weg, bis Österreich sein volles Potenzial entfaltet – und genau das begeistert mich an dieser Rolle.“

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