03.07.2017

primeCrowd: „Hohes sechsstelliges Investment“ für IT-Startup FOEX

Tecnet equity und BaseTech investieren über das Investoren-Netzwerk primeCrowd in das niederösterreichische IT-Startup FOEX.
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(c) FOEX: Das Team - CO-CEO Lauda als Dritter von Links

Das Startup FOEX mit Sitz im niederösterreichischen Perchtoldsdorf entwickelt, auf Basis einer Oracle Datenbank, individuelle Business Anwendungen, die einfacher, schneller und mit mehr Funktionen aufwarten, als vergleichbare Produkte. Nun konnte in einer Zweitrunde ein „hohes sechsstelliges Investment“ lukriert werden. „Wir haben uns verschiedene Möglichkeiten der Vernetzung mit Investoren angesehen, und die Wahl ist auf primeCrowd gefallen. Wir profitierten vom umfassenden Teamsupport und auch das Setup der Kampagne war simpel. Zudem waren wir nicht bloß auf der Suche nach Investoren, sondern wollten Partner finden, die an unsere Mission glauben und uns auf der Reise unterstützen”, sagt FOEX Co-CEO Markus Lauda. PrimeCrowd konnte tecnet equity und BaseTech für das Investment gewinnen.

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Studie: Lead-Investoren erhöhen Chancen der Startups

PrimeCrowd hatte erst vor vier Monaten seine Strategie adaptiert. Die Investoren-Plattform arbeitet nun gezielt mit VC-Fonds zusammen. Ziel ist es, Lead-Investoren zu gewinnen, die die weiteren Chancen der Startups signifikant erhöhen. PrimeCrowd verweist dazu auf Studien, wonach der Einstieg eines erfahrenen Lead Investors die Wahrscheinlichkeit eines profitablen Exits signifikant erhöht. Ergebnisse der Universität Harvard und des MIT hätten bewiesen, dass erfahrene Investoren die Erfolgschancen eines Startups in den ersten vier Jahren um 27 Prozent erhöhen. Außerdem stiege die Wahrscheinlichkeit für weitere Finanzierungsrunden um 44 Prozent.

Lead-Investoren-Modell als „Win-Win-Sitation“

„Das neue Modell ist einfach und ergibt eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Der Lead Investor profitiert durch primeCROWD von einer höheren Kapitalisierung und dem Zugang zu einem großen Netzwerk, und der ‚kleinere‘ Investor kann sich bereits ab 10.000 Euro an Deals beteiligen zu denen er normalerweise keinen Zugang hätte. tecnet hat mit ihrer langjährigen Erfahrung sehr gut in dieses Modell gepasst”, erklärt primeCrowd-Founder Markus Kainz. „Für uns als VC war der Entschluss schnell gefasst, mit primeCROWD im Lead Investoren-Modell zusammen zu arbeiten. Denn über ihre Strukturen gewinnen unsere Unternehmen Investoren mit kleineren Tickets und breitem Know How wie BaseTech Ventures“, sagt tecnet Investment Manager Christian Laurer. (PA/red)

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Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce
Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce

Es gibt für sie unzählige Einsatzmöglichkeiten, in den vergangenen Jahren dominieren sie aber vor allem eines: die Kriegsberichterstattung. Drohnen sind nicht nur zum Sinnbild für moderne Kriegsführung geworden, sondern auch zu einer Produktkategorie, die europäischen Scaleups mitunter Milliardeninvestments einbringt. Von dieser Kategorie ist das Wiener Startup DropForce aktuell noch weit entfernt, das Konzept, mit dem es antritt, ist aber durchaus ambitioniert und vor allem neu.

Drohne aus dem 3D-Drucker im Van oder Container

„Alle anderen Drohnen-Anbieter haben eine zentrale Fabrik und brauchen für den Bau einer Drohne meistens viel länger als nötig. Wir haben unsere Drohne so konzipiert, dass man sie von überall aus bauen kann”, sagt Jakub Hamdard. Er hat DropForce gemeinsam mit Christian Mühl gegründet. Beide bringen dabei Berufserfahrung aus dem Aerospace-Bereich mit.

Ein weiterer großer Unterschied zu anderen Anbietern: „Bei anderen Drohnen sind die Teile zusammengelötet. Daraus ergeben sich viele Fehlerquellen. Außerdem sind sie stark auf chinesische Bauteile angewiesen, die oft nicht halten, was sie versprechen”, so Hamdard. Die DropForce-Drohne kommt dagegen ohne Löten aus. Die Strukturteile und Module, etwa Kamera-Aufsätze, kommen aus dem 3D-Drucker; Platinen, Motoren und Propeller werden in Europa produziert und vom Startup als Bausatz dazugeliefert. „Man kann die Teile im 3D-Drucker aktuell in ca. 20 Minuten drucken und braucht dann zehn bis 15 Minuten, um die Drohne zusammenzubauen”, sagt der Gründer.

Und dieser Vorgang soll künftig eben nicht in einer einzelnen Fabrik, sondern in kompakten Einheiten direkt beim Kunden passieren, in einem Van oder Container, so die Vision. Denkt man an den DefenseTech-Bereich, heißt das: direkt an der Front. Die Vans bzw. Container sollen dann verkauft, die Produktion lizenziert werden. „Mit dem Van wäre man komplett mobil. Er kann direkt am Einsatzort innerhalb von Minuten Drohnen produzieren, die dann gleich losstarten können”, skizziert Hamdard.

So ein Einsatzort könnte etwa auch der Schauplatz einer Naturkatastrophe sein. In der Kundenansprache fokussiere man aber aktuell primär auf den Verteidigungsbereich. Dort will man, wenn alles nach Plan läuft, um den Jahreswechsel in die ersten Pilotprojekte starten.

Sechsstelliges Investment von BarnVentures und deutscher LNX GmbH

Bereits im Sommer holte sich DropForce für seine Expansionspläne auch ein Investment. BarnVentures rund um Filip Zganjer und die deutsche LNX GmbH stiegen mit einem sechsstelligen Betrag ein und sicherten sich jeweils 20 Prozent am Unternehmen. „Die Idee von einer dezentralen Massenproduktion im Baukasten-System hat mir so gut gefallen. Eine zentrale Produktionsstätte ist in Zeiten wie diesen gefährlich”, kommentiert Zganjer im Gespräch mit brutkasten. Das Startup unterstütze man nun nicht nur mit Geld, sondern auch durch Beratung.

Das Kapital sei bislang vor allem in die Weiterentwicklung, aber auch in Personalkosten geflossen, sagt Hamdard. Zudem sei man aktuell auch im Prozess der Patentanmeldung. Und auch an weiteren Drohnen-Modellen arbeite man bereits. Denn, so die Vision: „Kunden können sich später dann aus einem Portfolio genau die Drohnen aussuchen, die sie gerade brauchen. Wir haben schon einige Ideen, was man machen kann.”

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