30.04.2026
KOOPERATION

„Prepwise“ siegt beim Red Bull Basement: WU-Wien-Studenten holen Österreich-Titel

Zwei WU-Studenten, eine KI-Idee gegen teure Wocheneinkäufe – und ein Ticket nach San Francisco: Benedikt Batthyany und Leonhard Pink haben mit „Prepwise" das Red Bull Basement National Final in Graz gewonnen und sich gegen 1.060 Einreichungen durchgesetzt. Im Juni vertreten sie Österreich beim World Final in den USA.
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(c) Philipp Carl Riedl / Red Bull Content Pool

Mit einer Idee, die Künstliche Intelligenz, Alltagstauglichkeit und Preisbewusstsein verbindet, haben sich zwei Studenten der Wirtschaftsuniversität Wien an die Spitze des heimischen Innovationswettbewerbs Red Bull Basement gesetzt. Benedikt Batthyany aus Tirol und Leonhard Pink aus Deutschland überzeugten die Jury beim National Final am 29. April im Grazer Unicorn mit ihrem Projekt „Prepwise“ – einem KI-gestützten Mahlzeitenplaner, der Ernährung neu denkt. Ihr Lohn: das Ticket nach San Francisco, wo von 1. bis 3. Juni 2026 das Red Bull Basement World Final stattfindet.

Rekordbeteiligung als Signal

Die diesjährige Ausgabe des Innovationsprogramms verzeichnete mit 1.060 Einreichungen aus ganz Österreich einen neuen Rekord. Für die Veranstalter ist das ein deutliches Zeichen: Die heimische Startup- und Studierenden-Szene ist gründungswillig wie nie. Aus dem Bewerberfeld schafften es neun Teams in das Live-Finale, wo sie ihre Konzepte vor Publikum und Fach-Jury präsentierten – mit kreativen Lösungsansätzen, technologischer Innovationskraft und gesellschaftlichem Impact.

(c) Philipp Carl Riedl / Red Bull Content Pool

Was Prepwise besonders macht

Die Idee der beiden WU-Studenten setzt an einem Alltagsproblem an, das viele kennen: gesund essen, ohne das Budget zu sprengen. Der KI-Assistent von „Prepwise“ plant abwechslungsreiche, nährstoffreiche Gerichte auf Basis der tatsächlichen Einkaufspreise und behält dabei automatisch das Wochenbudget im Blick. Damit verbindet das Konzept zwei Themen, die derzeit besonders im Fokus stehen – Nachhaltigkeit und KI-Anwendung im Alltag.

Die Sieger selbst zeigten sich überwältigt. „Wir können unsere Freude gar nicht in Worte fassen. Wir haben wirklich nicht mit dem Sieg gerechnet, weil hier einfach so gute Ideen beim Finale dabei waren“, so Batthyany und Pink. „Jetzt werden wir viel Zeit damit verbringen, das Konzept weiter auszuarbeiten. San Francisco ist ein Traum – wir freuen uns so sehr, dass wir diese Möglichkeit bekommen, Österreich beim World Final zu vertreten.“

Hochkarätige Jury, knappe Entscheidung

Über den Sieg entschied eine prominent besetzte Runde: Ex-Tennisstar und Unternehmer Dominic Thiem, Gründerin Victoria Neuhofer (Damn Plastic, VEATZZ), Georg Leitgeb (Senior Account Technology Strategist bei Microsoft Österreich) und Christian Dotzauer (Sr. Director Marketing EMEA bei AMD). Bewertet wurden Innovationsgrad, Umsetzbarkeit, Gründerprofil und Impact. Thiem zeigte sich von Prepwise begeistert: „Ich glaube, dass Prepwise sehr viel vereint von dem was die heutige Zeit braucht, vor allem was Nachhaltigkeit und AI-Unterstützung betrifft.“ Durch den Abend führte Host Karina Toth, für inspirierende Impulse sorgte Julia Schedlberger mit ihrer Keynote.

(c) Philipp Carl Riedl / Red Bull Content Pool

Vom Konzept zum Produkt

Für das Gewinner-Duo beginnt nun die Arbeitsphase: Das Konzept soll zu einem marktfähigen Minimum Viable Product (MVP) weiterentwickelt werden. Dabei greifen die nationalen Sieger-Teams weltweit auf modernste Technologien zurück – darunter einen AMD AI Laptop und 5.000 US-Dollar in Microsoft Azure Credits. Begleitet werden sie von internationalen Expert:innen. Zusätzlich erhält das österreichische Team ein Mediavolumen im Wert von 5.000 Euro für ein Startup-Porträt auf brutkasten.com.

Globale Bühne in San Francisco

Beim World Final treffen ab 1. Juni die besten Teams aus über 40 Ländern aufeinander. Auf dem Programm stehen Pitch-Sessions vor internationalen Investor:innen, Mentoring, Storytelling-Trainings und Networking. Dem globalen Siegerteam winkt ein Paket im Wert von über 125.000 US-Dollar – bestehend aus 100.000 USD Equity-free Funding, 25.000 USD Microsoft Azure Credits sowie Mentoring durch Red Bull Ventures. Red Bull Basement findet in Zusammenarbeit mit Microsoft, AMD, Red Bull Ventures und brutkasten statt.

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Rund 1.800 Mitarbeiter:innen und mehr als eine halbe Milliarde Euro Jahresumsatz: Nach österreichischen Maßstäben ist das Bundesrechenzentrum (BRZ), das sich zu 100 Prozent in Staatsbesitz befindet, ein veritables Großunternehmen. Es steht hinter Anwendungen wie dem Digitalen Amt oesterreich.gv.at, der ID Austria, FinanzOnline, JustizOnline, dem Unternehmensserviceportal USP oder der Elektronischen Gesundheitsakte ELGA.

Nun bekommt das BRZ mit Maria Ulmer eine neue Geschäftsführerin für den kaufmännischen Bereich und Personalagenden. Sie löst Christine Sumper-Billinger ab, die fast 20 Jahre lang für das BRZ tätig war. Roland Ledinger bleibt technischer Geschäftsführer und damit zuständig für die Bereiche Kundenmanagement, Betrieb, Entwicklung und IT-Konsolidierung.

Fast 25 Jahre im Bundesdienst mit Schwerpunkt auf Digitalisierung

Ulmer war seit 2023 Budget-Sektionschefin im Finanzministerium (BMF). Davor war die Juristin, die seit fast 25 Jahren im Bundesdienst steht, unter anderem Leiterin der damaligen BMF-Sektion Digitalisierung und E-Government sowie Chief Digital Officer. Im damaligen Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort unter Ministerin Margarete Schramböck arbeitete sie als Sektionschefin für Digitalisierung und stellvertretende Leiterin der Präsidialsektion – brutkasten berichtete damals.

Marterbauer hinter Postenrochade

Wie die Tageszeitung „die Presse“ mit Berufung auf nicht genannte Quellen berichtet, will Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) mit der Umbesetzung den Weg für einen Budgetsektionschef aus den eigenen Reihen frei machen. Aus der offiziellen Aussendung geht das freilich nicht hervor. Dort bedankt sich Marterbauer per Zitat bei Christine Sumper-Billinger. Sie habe maßgeblich dazu beigetragen, „dass das BRZ zu einem modernen und zukunftsorientierten IT-Dienstleister und Arbeitgeber entwickelt werden konnte und mittlerweile als führender Technologiepartner des öffentlichen Sektors der Republik fungiert“. Ulmer bezeichnet er als „eine ausgewiesene Expertin mit größtem Fachwissen für die Stelle […], von deren Kompetenz ich mich unter anderem in der Zusammenarbeit zu zwei Doppelbudgets überzeugen konnte.“

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