PRAEVENIRE Digital Health Symposion: Jetzt anmelden & Plätze sichern
Das PRAEVENIRE Digital Health Symposion wird vom 20. April bis 21. April in Wien stattfinden. Expert:innen stellen den neuesten Stand des Wissens zu vier aktuellen Themen der digitalen Gesundheit vor. Zudem können sich Startups für einen eigenen Pitch-Contest bewerben.
Was ist der neueste Stand des Wissen im Bereich der digitalen Gesundheit? Antworten auf diese Frage wird das PRAEVENIRE Digital Health Symposion in Wien liefern, das vom 20. April bis 21. April im SO/ Vienna über die Bühne gehen wird.
Im Zuge der Veranstaltung teilen Expert:innen ihr Wissen zu vier aktuellen Themen der digitalen Gesundheit – angefangen von der intelligenten Automatisierung über den Einsatz von Roboter bis hin zu Künstlicher Intelligenz (KI) und Cyber Security. Dabei werden unter anderem folgende Fragen beantwortet:
Wie können Apps und Unterstützungsangebote im Sinne der „Digital Litercacy“ für Patient:innen designt werden, damit diese damit bestmöglich umgehen können?
Wie zuverlässig sind KI-Technologien im Bereich der Diagnose?
Welche Potentiale haben Roboter im Gesundheitsbereich und der Pflege bzw. wo liegen deren Grenzen?
Wie können Patienten-Daten bestmöglich geschützt werden?
Das Rahmenprogramm
Im Anschluss treffen Stakeholder des Gesundheitssystems auf Innovator:innen und diskutieren in vertiefenden „Digital Health Talks“ neue Ansätze für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen. Dabei wird jedes Thema aus den vier entscheidenden Perspektiven beleuchtet: aus der Sicht der Patient:innen, der Fachpersonen, der Systemverantwortlichen und der technischen Innovator:innen. Ein Startup-Pitch-Contest und vielfältige Netzwerkmöglichkeiten komplementieren das Programm.
Was die Teilnehmer:innen erwartet
Wissensaustausch: Expert:innen stellen den neuesten Stand des Wissens zu aktuellen Themen der digitalen Gesundheit vor.
Blick in die Zukunft: Neue Ansätze für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen werden erarbeitet.
Startups: Ein Startup-Pitch-Contest öffnet den Horizont für neue Möglichkeiten.
Netzwerk: Stakeholder des Gesundheitssystems treffen auf Innovator:innen. Diskussion und Meinungsaustausch stehen im Vordergrund.
Details zum Startup-Pitch Contest
25 Startups haben die Möglichkeit, am 5. PRAEVENIRE Digital Health Symposion teilzunehmen. Es werden sechs Startups für die Teilnahme am Pitch ausgewählt, welche drei Minuten Zeit erhalten, sich einem hochkarätigen Publikum aus dem Gesundheitsbereich vorzustellen. Der Gewinner erhält ein kostenfreies Unternehmensportrait im Stakeholder-Printmedium PERISKOP und Coverage in den sozialen Medien des Veranstalters.
Vom Labor zum Markt: Warum Innovation erst in der Produktion Realität wird
Österreich verfügt über starke Forschung, innovative Life-Science-Unternehmen und Top-Talente. Doch zwischen Wissenschaft und erfolgreicher Versorgung liegt ein entscheidender Schritt, der oft unterschätzt wird: die industrielle Umsetzung.
Vom Labor zum Markt: Warum Innovation erst in der Produktion Realität wird
Österreich verfügt über starke Forschung, innovative Life-Science-Unternehmen und Top-Talente. Doch zwischen Wissenschaft und erfolgreicher Versorgung liegt ein entscheidender Schritt, der oft unterschätzt wird: die industrielle Umsetzung.
Christoph Reinwald, General Manager des Pharma-Startups Complex Pharmaceuticals |
Dieser Text ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von August 2026 Aufbrechen erschienen.
Wenn über Innovation gesprochen wird, stehen meist Forschung, neue Technologien oder bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse im Mittelpunkt. Gerade im Life-Science-Bereich sind es häufig neue Wirkstoffe, innovative Therapieansätze oder vielversprechende Biotech-Unternehmen, die Aufmerksamkeit erzeugen. Der eigentliche Härtetest beginnt aber oft erst dann, wenn aus einer wissenschaftlichen Idee ein marktfähiges Produkt werden soll.
„Zwischen Forschung und erfolgreicher Versorgung liegt die industrielle Umsetzung – eine hochkomplexe Phase“, gibt Christoph Reinwald zu bedenken. Er ist General Manager von Complex Pharmaceuticals, einem österreichischen Pharma-Startup, das mit neuen Ansätzen zur Versorgungssicherheit und Stärkung des Wirtschaftsstandorts Europa beitragen will.
Die unterschätzte Seite der Innovation
Dabei geht es um weit mehr als Produktion im klassischen Sinn: Verpackung, Serialisierung, Dokumentation, Qualitätssicherung, regulatorische Anforderungen, Lagerung und Distribution bilden gemeinsam jene Infrastruktur, die Innovation überhaupt erst für Patient:innen verfügbar macht.
Genau an diesem Punkt stehen viele europäische Life-Science-Unternehmen vor einer zentralen Herausforderung: „Forschungskompetenz ist vorhanden, technologische Ideen ebenfalls. Doch wenn es um flexible Produktions- und Verpackungskapazitäten geht, fehlen oft geeignete Strukturen“, weiß Reinwald aus eigener Erfahrung. Der Biotechnologe mit Spezialisierung auf Qualitäts- und Risikomanagement beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den regulatorischen und industriellen Anforderungen der Pharmabranche. In leitenden Funktionen verantwortete er Entwicklungs-, Produktions- und Qualitätsprozesse entlang der pharmazeutischen Wertschöpfungskette. Als Qualified Person gemäß EU-GMP-Richtlinie kennt er die Herausforderungen, die zwischen wissenschaftlicher Innovation und industrieller Umsetzung liegen, aus erster Hand.
Während viele industrielle Systeme auf große Produktionsmengen ausgelegt wurden, verändert sich die Branche zunehmend. Spezialisierte Therapien und Produkte, kleinere Chargengrößen und klinische Studien erfordern neue Produktionslogiken. „Gefragt sind heute Produktionssysteme, die schnell skalieren können, kurze Umrüstzeiten ermöglichen und unterschiedlichste Anforderungen des Marktes wirtschaftlich abbilden“, so Reinwald.
Infrastruktur als Innovationsmotor
Genau hier setzt er mit seinem Unternehmen Complex Pharmaceuticals an. In Traiskirchen, südlich von Wien, wird derzeit ein hochmodernes Produktions- und Verpackungszentrum für die pharmazeutische Industrie aufgebaut. Ziel ist es, flexible Kapazitäten für unterschiedliche Marktanforderungen bereitzustellen – von Klein- und Kleinstchargen bis hin zu kommerziellen Produktionsvolumina. Dabei versteht sich das Unternehmen nicht nur als Produktionsdienstleister, sondern als Teil eines größeren Ökosystems.
Denn die beste wissenschaftliche Idee bleibt wirkungslos, wenn sie nicht effizient produziert, verpackt und verteilt werden kann. Wettbewerbsfähigkeit entsteht heute entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Forschung bis zur Auslieferung. Daher braucht erfolgreiche Innovation laut Reinwald die richtige Infrastruktur.
Aus diesem Grund investiert Complex Pharmaceuticals bereits vor dem Produktionsstart Anfang 2027 in den weiteren Ausbau seines Standorts. Die Gesamtfläche wurde auf 15.200 Quadratmeter erweitert und damit beinahe verdoppelt. Neben den bereits vorhandenen Produktionskapazitäten bilden zusätzliche Lagerflächen sowie Infrastruktur für zukünftige Projekte die Grundlage für umfassende pharmazeutische Services.
Die Investition folgt dabei der Überzeugung, dass Europa nicht nur Forschungsexzellenz braucht, sondern auch die Fähigkeit, Innovationen industriell umzusetzen. Gerade Österreich bietet laut Reinwald dafür ideale Voraussetzungen: Universitäten, Forschungszentren, Startups und etablierte Industrieunternehmen bilden ein starkes Netzwerk. Werden diese Kompetenzen durch moderne Produktionsstrukturen ergänzt, entsteht ein Umfeld, in dem Innovation nicht nur gedeihen, sondern auch erfolgreich skaliert werden kann.
Für den Standort Traiskirchen bedeutet das eine langfristige Perspektive: Bis 2028 entstehen mehr als 60 neue Arbeitsplätze, gleichzeitig wird in Automatisierung, Digitalisierung und eine nachhaltige Gebäudetechnik investiert.
Von Science zu Business
Die eigentliche Bedeutung solcher Projekte reicht jedoch weit über einen einzelnen Standort hinaus. Sie zeigen, dass erfolgreiche Innovation nicht nur durch Forschung entsteht; sie entsteht dort, wo wissenschaftliche Erkenntnisse, unternehmerischer Mut und industrielle Umsetzung zusammenkommen. Oder anders gesagt: Der Weg von Science zu Business führt nicht nur durch das Labor, sondern auch durch die Fabrik.
Infobox: Complex Pharmaceuticals ist ein 2024 gegründetes Pharmaunternehmen mit Sitz in Wien und einem Produktions- und Verpackungszentrum in Traiskirchen. Mit seinem Fokus auf hochflexible Sekundärverpackung können unterschiedlichste Chargengrößen effizient und exakt hergestellt werden. So trägt das Unternehmen zur Versorgungssicherheit und Stärkung des Produktionsstandorts Europa bei. www.complex-pharma.com
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